Abwasssertechnik Einführung

Auf dieser Seite möchten wir kurz eine allgemeine Einführung die die Abwassertechnik bzw. die Funktion einer Kläranlage geben. Die Kleinkläranlagen bestehen funktionieren in der Regel in folgenden Schritten.

Abwassertechnik Schritt 1 - mechanische Abwasserbehandlung

Die mechanische Klärung vom Abwasser erfolgt nomalerweise in der ersten Kammer der Kläranlage. In dieser Behandlungsstufe sollen Grobstoffe zurückgehalten werden.

Mechanische Klärung bedeutet also, dass die Feststoffe wegen ihres Gewichtes einfach auf den Boden der Kammer absacken. Hierdurch entsteht in der ersten Kammer der sogenannte Fäkalschlamm. Dieser sollte abgefahren werden, wenn er 50% der Wassertiefe erreicht.

Die leichteren Schwebstoffe laufen durch Übertritte in die nächsten Kammern der Kläranlage - bzw- zur nächsten Reinigungsstufe. Die Biologische Abwasserbehandlung In dieser Reinigungsstufe werden die organischen Inhaltsstoffe (Essensreste, Schmutzstoffe aus der Wäsche, Ausscheidungen aus dem Körper) abgebaut.

Schritt 2 - Die kleinen Helfer

Die zweite Stufe der in der Abwassertechnik / Abwasserreinigung wird durch Bakterien erreicht, die das Abwasser in andere Bestandteile zerlegen. Die Bakterien ernähren und vermehren sich also sozusagen von den Inhaltsstoffen des Abwassers in der Kläranlage. Damit die Bakterien ihre Arbeit tun können brauchen sie aber außerdem Sauerstoff.

Erstens verarbeiten die Bakterien zur eignen Energiegewinnung Kohlenstoff (z.B. aus den Nahrungsresten) zu Kohlendioxid und Wasser. Ähnlich arbeitet auch unser Körper, der Kohlenstoff (unser Essen) in den Muskeln "verbrennt" - Energie gewinnt und nebenbei als "Abfallprodukt" Kohlendioxid ausscheidet (atmen wir aus). Dieser Prozess wird in der Klärtechnik Kohlenstoffabbau genannt.

Kleinkläranlagen die für Kohlenstoffabbau geeignet sind, haben die Abwassertechnik - Reinigungsklasse C. Ein zweiter wichiger Prozess in der Kläranlage ist die Umwandlung von Ammoniumverbindungen (aus z.B. Eiweiß, Harnstoff...) zu Ammonium (NH4). Dieses Ammonium wird dann noch durch die Bakterien zu Nitrat weiterverarbeitet.

Geschieht das nicht in der Kläranlage müssen die Gewässer diese Aufgabe übernehmen. Problem ist hier jedoch, dass die Gewässer zur Verarbeitung der Stoffe auch Sauerstoff benötigen. Dieser wird also dem Wasser entzogen und dadurch wird die Wasserqualität verschlechtert (logisch - da schließlich alle Tiere... im Wasser Sauerstoff selber brauchen). Dieser Prozess wird in der Klärtechnik Nitrifikation genannt. Kleinkläranlagen die für Nitrifikation geeignet sind, haben die Abwassertechnik - Reinigungsklasse N.

Mikroorganismen im Abwasser gibt es entweder schwimmend (frei schwebend sagt der Fachmann bilden sie den Belebtschlamm) oder fest auf bestimmten Material angesiedelt (ein sogenannter Biofilm - in der Natur auf Steinen oder Pflanzen). Dementsprechend gibt es bei den Kläranlagen Systeme, wo die Bakterien schwimmen (z.B. SBR) oder Verfahren mit einem Biofilm (Tropfkörper, Festbett..).

Sauerstoff erhalten die Bakterien entweder durch direktes Einblasen der Luft in das Abwasser oder durch z.B. große Oberflächen die direkt mit der Luft in Kontakt sind (z.B. beim Tropfkörper wo das Wasser über Lavasteine rieselt).

Der letzte Schritt - Die Nachklärung

Der Belebtschlamm oder abgerissene Teile des Biofilms in der Kläranlage (hört sich schlimm an - ist aber ganz normal) sollten nicht in das Gewässer bzw. das Grundwasser gelangen. Schließlich soll die Abwasserreinigung ja so weit wie möglich stattfinden, bevor das gereinigte Abwasser in ein Gewässer fließen darf.

Aus diesem Grund wird in der Nachklärung die Biomasse (Belebtschlamm/Teile des Biofilms) gesammelt. Dies geschieht einfach durch Absinken auf den Grund der Nachklärung. Der abgesetzte Schlamm wird bei den meisten Systemen wiederr zurück in die Vorklärung der Kläranlage befördert. Das gereinigte Abwasser kann an der Oberfläche abfließen, bzw. wird abgepumpt (bei den meisten SBR- Anlagen).

Partnerseiten

Nutzen Sie folgende Seite...

... wenn Sie Ihre Webseite bei uns vorstellen möchten.