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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : KKA in hochwassergefärdeten Gebieten



Hobi79
06.04.2006, 13:17
Hallo,

ich verfolge dieses Forum schon seit einiger Zeit und habe schon sehr viele interassante Informationen herausfinden können.

Ein Thema was noch nicht besprochen wurde bzw. meine Frage ist:
Hat jemand Erfahrung gesammelt mit KKA in hochwassergefährdeten Gebieten? Darf ein biolog. KKA in so ein Gebiet gebaut werden? Gibt es Schutzmaßnahmen bzw. Sonderbauwerke für dieses Problem?
Vielleicht hat ja schon jemand Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt?

Ich würde mich freuen wenn mir jemand bei diesem Thema helfen kann! :grin:

Mit freundlichsten Grüßen
Hobi79

KKA Maximum
06.04.2006, 21:48
Hallo Hoby79,

Das ist kein wirkliches Problem!
Ich würde einen Betonbehälter mit guter Auftiebssicherung empfehlen. Je nach dem welche Klasse (C,D,N,P oder H) die Anlage haben muss kann die doch schon teuer werden. Oft wird in solchen Gebieten "Hygienisierung" gefordert.

Meine 1. Empfehlung ist eine Membrananlage (H) von Mall.
Die haben sehr guter Behälter für solche Gebiete!

martin
09.04.2006, 22:34
Hallo KKA Maximum,

warum sollte in hochwassergefährdeten Gebieten eine Hygienisierung gefordert werden? Wenn man weiss, dass die meisten Ortskanalisationen von Flussanrainern schon bei kleinen Hochwässern "absaufen" (und damit natürlich auch die Kläranlage ihren Sinn verliert) ist die Forderung einer Hygenisierung bei einer Kleinkläranlage weit überzogen. Haben Sie ein konkretes Beispiel dafür?
Hygienisierung wird nach meinem Wissen i.d.R. nur bei Versickerungen in Wasserschutzgebieten gefordert.
Bzgl. der Eingangsfrage haben Sie aber recht mit dem Hinweis auf eine Auftriebssicherung.
Zusätzlich sollte die Belüftung der Anlage so angeordnet sein, dass die Belüftung auch bei Hochwasser funktioiniert. Zudem ist auf wasserdichte (und natürlich auftriebssichere) Abdeckungen zu achten.
Die entscheidende Fage ist aber, ob die Anlage eine Flutung über die Ablaufleitung übersteht. Hier sind entweder störungsanfällige Rückstauklappen zu verwenden oder ein Anlagentyp, der nach einer Flutung schnell wieder angefahren werden kann. Eine Belebungsanlage scheidet hier wohl aufgrund des zu besorgenden Abschwemmens des Belebtschlamms aus. Andere ANlage werden evtl. Probleme mit dem eingetragenen Sedimnten haben. Ist ist also enorm aufwendig, eine hochwassersichere Anlage zu erstellen. Wenns denn unbedingt eine Lösung innerhalb des Ü-Gebiets sein soll, so würde ich eine Anlage mit Zwangsentwässerung empfehlen. Diese hätte den Vorteil, dass eine Flutung über die Ablaufrohrleitung ausgeschlossen werden kann, und man somit in der Wahl des Kläranlagentyps viel freier ist.

KKA Maximum
09.04.2006, 23:42
Danke für die Aufklärung!

Wäre auch gut zu wissen wie oft das Wasser in dem Gebiet "hoch" steht.
Bleibt der keller bei Hochwasser trocken?
Fa. Busse baut Kleinkläranlagen zur Kelleraufstellung. Das hat aber auch seinen Preis. Allerdings spart man auch wieder bei den Baggerarbeiten. ;-)

Frederik
08.08.2007, 10:14
Ich möchte die Frage gerne erweitern.

Das Grundstück liegt in einem ÜSG, das Gebäude ist erhöht und aus verständlichen Gründen ohne Keller gebaut - somit fällt eine Lösung a la Busse o.ä. aus.

Auftriebssicherheit ist erforderlich (daher sollte es eine Betonkläranlage sein).

Meine Fragen sind nun: Gibt es KKA, die speziell für einen Anwendungsfall ÜSG ausgelegt sind?
Wenn nein, gibt es Anlagen mit druckwasserdichten Schächten oder gibt es andere Möglichkeiten die elektr. Anlagenteile zu schützen?

Danke für Antworten

Frederik

KKA Maximum
08.08.2007, 14:39
Hallo Frederik,

schau doch mal hier:

http://www.klaeranlagen-vergleich.de/forum/phpBB2/viewtopic.php?t=714

www.mr-haustechnik.com