Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aus Klärwasser wird Brauchwasser
Hallo,
wer hat Erfahrung? Wir suchen eine Lösung!
Vorhanden ist eine Dreikammerklärgrube 7m3. 7 Personen im Haushalt.
Wir suchen eine Nachrüstungsanlage oder ein komplettes System aber immer mit dem Ergebnis, das Wasser, was am Ende rauskommt, möchten wir wieder als Brauchwasser für Gartenbewässerung und Hof (Hochdruckreinigungsarbeiten etc.) nutzen.
Welche Technik, welche Anlage, welche Nachrüstung bäuchten wir. Wie hoch sind Anschaffung und Unterhalt. Was ist sonst zu beachten? (ich meine Technisches!, das ich aufpassen muss, was durch Abfluss und Klospülung geht, ist selbstverständlich)
Wer kennt sich da aus und kann mir was empfehlen?
Für Ihre weitere Planung sollten Sie bedenken, dass auch der Ablauf einer konvenitionellen mechanisch-biologisch arbeitenden Kleinkläranlage noch immer als Abwasser zu bezeichnen ist. Die bakteriologische Belastung des Ablaufs liegt hier noch immer in einer Höhe, bei der eine weitere Verwendung als sog. Brauchwasser (Was ist das?) bedenklich ist. Es gibt Untersuchungen auf größeren Kläranlagen bei denen zur Reinigung von Maschinen und Anlagen HD-Geräte eingesetzt werden, die mit dem gereinigten Abwasser betrieben werden. Demnach ist die bakterialogische Belastung der sich hier bildenden Aerosole zwar im vertretbaren bereich, es werden jedoch Schutzmaßnahmen wie entsprechende Kleidung und Arbeitsabstände gefordert. Daraus lässt sich nach meiner Ansicht nur schließen, dass das die Verwendung von (gereinigtem) Abwasser mit einem großen Fragezeichen zu versehen ist und man dies ohne not nicht tun sollte. Bezüglich Gartenbewässerung sag ich nur Mahlzeit!
Falls Sie tatsächlich eine Nutzung des gereinigten Abwasser anstreben sollten benötigen Sie ein komplett anderes Reinigungsverfahren welches i. d. R. auf Filtration beruht (z. B. Ultrafiltration) oder aber eine Nachbehandlung des konventionell gereinigten Abwassers. Die hier ingesetzten Verfahren sind sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt ungleich aufwendiger als die üblichen Verfahren so dass sich das Ganzen wirtschaftlich nicht trägt.
Meine Empfehlung: Das gereinigte Abwasser der Natur zurück geben und für die Brauchwassernutzung evtl. Niederschlagswasser einsetzen.
Michael Langbein
06.09.2004, 11:19
Hallo Hermann,
wenn Sie aus Abwasser Brauchwasser erzeugen wollen, benötigen Sie in der Tat eine biologische Abwasserreinigungsanlage mit integrierter Membranfiltration. Eingesetzt werden sogenannte Ultrafilter. Der Filter besitzt mikrofeine Poren (im Bereich von 30-50nm, also 0,000030 mm!). Bakterien und auch teilweise Viren (z.B. Hepatitis-A Virus) sind ungleich größer und werden somit sicher zurückgehalten. Das Filtrat (Ablaufwasser) ist vollkommen klar (sieht aus wie Leitungswasser) und es riecht nicht. Im Filtrat werden Sie zudem keine Schweb- oder Trübstoffe finden. Das Ablaufwasser aus einer Ultrafiltrationsanlage erfüllt auch die strengen Richt- und Grenzwerte der EU-Badegewässerrichtlinie und kann somit als Brauchwasser uneingeschränkt verwendet werden. Mit diesem Wasser können Sie u.a. Ihre Toilettenspülung betreiben oder Ihren Garten bewässern.
Da sich im Filtrat (Ablauf) keine krankheitserregenden Keime mehr befinden, können Sie auch einen Hochdruckreiniger einsetzen (Aerosolbildung? Sie versprühen Wasser mit Badewasserqualität!) Von der Qualität des Ablaufwassers konnte ich mich schon persönlich überzeugen. Sieht ganz gut aus.
Die Anschaffungs- und Energiekosten liegen im grünen Bereich (Ich habe auch schone mehrere Anbieter angefragt u.a. SBR-Verfahren, Festbettverfahren, Pflanzenkläranlagen und halt auch die Ultrafiltration). Genaue Zahlen können Sie bei den Herstellern erfragen.
Anbieter:
Ein Anbieter wäre z.B.
Fa. Martin Systems AG, Ackerstraße 40, 96515 Sonneberg, Tel: 03675 - 7335 0, info@martin-systems.de
Die Martin Systems bietet Nachrüstsätze und Neuanlagen an. Als Behälter kann zwischen Beton- und Kunststoffgruben gewählt werden. Preise und alles weitere erfahren Sie unter www.martin-systems.de
Übrigens werden alle Anlagen einen mehrmonatigen Test auf einem unabhängigen Prüffeld unterzogen und müssen Ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit weiter helfen.
MfG
Michael Langbein
Was Hr. Langbein verschweigt, dass die "Recyclingquote" bei den verwendeten Filtrationsanlagen nicht 100 % beträgt. Der Grund ist in der notwendigen Rückspülung der Filter zu suchen. Es ist Systemabänig wieviel Wasser hierzu benötigt wird und ob zusätzlich Chemie eingesetzt werden muß.
Wenn also eine "Brauchwassernutzung" benötigt wird, da eine geeignte Abwasserableitung fehlt, wird man mit Filtrationsystemen auch nicht glücklicher... .
Zumal ich mir es als Privatperson dreimal überlegen würde, mir eine derart aufwendige und wartungsintensive Technik ohne Not ins Haus zu holen. Aber das ist bitte nur meine persönliche Meinung!
Michael Langbein
08.09.2004, 08:54
Hallo,
bei den Membranverfahren die in Kleinkläranlagen eingesetzt werden (egal ob von Busse, Mall oder Martin Systems) werden die Filter nicht!!!rückgespült. Es geht also kein Wasser verloren. Da es sich bei den eingesetzten Filtern um Plattenmembranen handelt, kann verfahrensbedingt nicht rückgespült werden. Dies funktioniert nur bei Hohlfaser oder Kapillarmembranen. Diese Membranen sind druckstabil (sehen wie dünne Rohre aus). Plattenmembranen bestehen aus Flachmembranen die auf eine Trägerplatte befestigt sind. Werden diese Platten von der Filtratseite mit Druck beaufschlagt (Rückspülung), würde sich die Membran nach wenigen Sekunden von der Platte lösen (die Angriffsfläche ist einfach zu groß).
Es wird also bei diesen Systemen nicht rückgespült! Folglich geht kein Filtrat (gereinigtes Ablaufwasser) verloren.
Richtig ist, dass die Filter von Zeit zu Zeit chemisch gereinigt werden müssen. Dies erfolgt durch den zuständigen Servicebetrieb. Dadurch entstehen natürlich Zusatzkosten, die aber bezogen auf die gereinigte Menge an Abwasser lediglich wenige EUR wenn nicht gar Cent liegen (Herstellerangaben sind da verschieden).
Die Technik ist nicht aufwendiger als bei anderen Reinigungsverfahren. Eingesetzt werden Pumpen und Gebläse. Zusätzlich noch der Membranfilter. Alles andere macht die Steuerung und der Servicefachmann.
Übrigens, das Einsparpotenzial an Trinkwasser kann, je nach Lebensgewohheiten, bis zu 50% betragen. Dies sollte man nicht außer acht lassen.
MfG
Michael Langbein
Bin auch auf der Suche nach einem System, und bin auf das MUTEC-System gestossen.
Laut Beschreibung: Bei der Aufbereitung des häuslichen Schmutzwassers etstehen nur hochgradig gereinigtes Brauchwasser und hygienisch unbedenklicher Fertigkompost in geringen Mengen. VERWERTEN statt ENTSORGEN!!!
MfG
Kämper
Gast_KKA
01.03.2005, 08:29
Hallo,
ich möchte Hr. Langbei zustimmen. Durch Membrantechnik erfolgt eine Feinstfiltration, bei der Partikel, Bakterien und Keime in der Grube zurückgehalten werden. Das Filtrat hat EU-Badegewässerqualität und kann als Brauchwasser weiter verwendet werden.
Es gibt aber inzwischen mehrere Anbieter als die genannten und außer Busse mit der Kellereinbauvariante, hat noch keiner die DiBt-Zulassung.
Auch kaufen die meisten Anbieter die Membrantechnik nur zu und vertreiben diese. Hier stellt sich die Frage, ob und wie die entsprechende Wartung dahinter steht.
Richtig wäre und ist, das eine jährliche chemische Reinigung die Lebensdauer der Membrane erheblich erhöht und verlängert. Diese Reinigung sollte nur von einem Wartungsdienst durchgeführt werden, den einerseits zu schwach wird der Biofilm nicht komplett entfernt, bei zuviel schnellere - Alterung der Membrane. Wir keine Reinigung vorgenommen, so ist die Membrane nach einiger Zeit neu zu kaufen und das ist nicht billig.
Es gibt auch einen Anbieter am Markt, der im Zuge der Wartung die Membrane austauscht und regeneriert. Der Kunde hat somit immer eine funktionierende Membrane im Einsatz und die Garantie hierfür, solange die Wartung besteht.
Ist doch eine Alternative zu den üblichen Gegebenheiten.
Gruß
Berny
Hallo zusammen,
habe mich mal bei ATB schlau gemacht: Die können automatisch feststellen, wenn die Membran zur Verstopfung neigt. Diese Membran wird dann zunächst automatisch Rückgespült. Erst wenn das nicht mehr hilft wird die Membran getauscht und regeneriert.
Leider ist im Internet noch nicht sehr viel zu sehen. Wer mal rein schauen möchte: www.maxipur.com.
Scheint mir sehr innovativ zu sein.
Hallo,
warum sollte man gereinigtes Abwasser nicht als Brauchwasser für Garten und Reinigung wiederverwenden. Wenn man der Ansicht von Martin folgt dürfte man sich wohl einen Teich oder Fluss auch nur noch mit Schutzanzug nähern... :-).
Seit 1,5 Jahren habe ich jetzt eine Pflanzenkläranlage. Das gereinigte Abwasser ist vollkommen klar und fast geruchsfrei, dass heisst es hat einen leicht aromatischen Geruch. Der Urspung dieses Geruches sind Huminsäuren, bisher hab ich nur positives über diese Stoffe gefunden.
Mein Fazit: Das gereinigte Abwasser wiederverwenden? Na auf jeden Fall!
Gruß
Torsten
Hallo,
Ich weiß ja nicht, an welchem Fluss Thorsten lebt. Die Flüsse die ich kenne, haben alle eine wesentlich bessere Qualität als der Ablauf von Kläranlagen.
Der Punkt ist, dass die meisten Klärsysteme nicht auf die Elimination von Keimen ausgelegt sind. Der Ablauf von konventionellen mechanisch-biologischen Anlagen wird also immer eine mehr oder weniger hohe Anzahl von (teils patogenen) Keimen beinhalten. Ob man sich das dann über seinen Salat schütten will mag jeder für sich selbst entscheiden.
Hallo Martin,
was ist wenn Dir ein Vogel auf's Gemüse sch.... Ist es dann nicht auch schon mit Keimen verseucht? Was ist mit der Gülle die auf die Felder gefahren wird, den Mist den der Gärtner im Garten verstreut?
Müssten wir nicht alle schon totkrank sein?
Hallo Thorsten,
wie Du vielleicht weist darf Gülle auf Grünfutterflächen nur beschränkt ausgebracht werden, warum wohl????
Die Gülle die auf die Felder gefahren wird sowie der Mist, den der Gärtner verwendet, wird (Muss!) zur Düngung in den Boden eingearbeitet und nicht auf künftigen Lebensmittel gekippt.
Aber wenn Du meinst, dass Du der Natur etwas besonders Gutes antun musst, dann verwende auch mehr oder weniger gut gereinigtes Abwasser zum Bewässern Deiner Salatköpfe.
Nix für ungut, aber meiner Meinung nach hat alles seine Grenzen.
Maria R.
07.05.2005, 23:10
Zu diesem Thema gibt es immer wieder "nette kleine" Grabenkämpfe.
Eine Pflanzenkläranlage (Bodenfilter) reinigt das Abwasser fast ebenso gut wie eine hochtechnische Filtrationsanlage.
Das gereinigte Wasser kann gesammelt und natürlich auch im Garten verwendet werden.
Diejenigen, die an einem Fließgewässer leben, machen sich ja auch wenig Gedanken darüber, ob das Wasser, das sie zum Bewässern entnehmen, vielleicht pathogene Keime enthält. In den Abläufen von kommunalen Klärwerken sind sie regelmäßig massenhaft enthalten, weil die Großtechnik das nicht schafft (Ausnahmen gibt's auch).
Wird das gereinigte Abwasser nirgends eingeleitet, braucht man auch keine Einleitgenehmigung.
Gereinigtes Abwasser, dass der EU-Norm für Badegewässer entspricht oder besser ist, kann nicht wirklich mit Gülle verglichen werden....
Aber solche Argumente können von Behörden auch vorgebracht werden.
Womit wir wohl beim nächsten Thema wären.
Haben Pflanzenkläranlagen tatsächlich eine desinfizierende Wirkung? Wenn ja wie hoch ist diese und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Ich kenne jedenfalls Pflanzenbeete, da würde ich im Ablauf nicht mal meinen kleinen Zehen rein halten..... .
Scherz beiseite; Pflanzenkläranlagen können tatsächlich in einem gewissen Umfang den Rückhalt von Keimen gewährleisten. Nach meinem Wissen liegt das grob gesagt an den sekundären Pflanzenstoffen, die eine antimikrobielle Wirkung haben (können). Nur- wie hoch ist diese Wirkung tatsächlich? In den einschlägigen techn. Regeln wird jedenfalls nichts über die antimikrobielle Wirkung ausgesagt.
Wie oben bereits erwähnt, der Ablauf real existierender Anlagen lässt erkennen, dass die Wirkung mit Sicherheit nicht auf alle Pflanzenkläranlagen zutrifft.
Es ist halt alles eine Frage der Verteilung. Natürlich gibts in Flüssen Keime. Durch den natürlichen Abfluss liegt hier halt in wesentlich größere Verdünnung als im direkten Ablauf einer Kläranlage vor.
maaslaender
29.03.2006, 08:59
Guten Morgen miteinander,
man könnte meinen der "Martin" ist bei den Stadtwerken beschäftigt oder warum versucht er hier dezentrale Systeme "totzureden" ?
Irgendwie kommen mir die Stellungnahmen bekannt vor. Ich führe derzeit einen Rechtsstreit mit den Stadtwerken da ich im Außenbereich wohne und mich weigere an eine gerade verlegte Druckrohrleitung anzuschließen. Warum werden dezentrale Systeme sogar vom Bundesumweltamt für sehr gut befunden ? Was kommt bei öffentlichen Kläranlagen am Ende heraus und wird in die Flüsse eingeleitet ? Bestimmt nichts besseres als bei manchem Privatbetreiber der eine der mittlerweile vorh. Techniken auf dem Gebiet der dezentralen Reinigungstechnik betreibt !
Wenn jemand sich mit dem Gedanken trägt dezentrale Reinigungstechniken mit anschl. Brauchwassernutzung zu betreiben, ist das bestimmt eine gute Lösung, schließlich wird nicht umsonst darüber berichtet, das Wasser vielleicht in einigen Jahren wertvoller sein könnte als Öl !
Im übrigen sollte man die Keimbelastung nicht zu sehr hochspielen, meine Großeltern sind trotz Brunnenwasser sehr alt geworden und waren dabei nie ernsthaft krank. Und wohin eine Hysterie führen kann sieht man ja am Beispiel Vogelgrippe, man liest und hört kaum noch was davon...schon zur Gewohnheit geworden mit der wir leben müssen.
Zur allgemeinen Beruhigung: Ich arbeite nicht bei den Stadtwerken, bin kein Vertreter von irgendwelchen Kläranlagenplanern oder -herstellern habe aber beruflich sowohl mit großen als auch kleinen Kläranlagen zu tun.
Meine Meinung ist, dass jede Anlage ihre Vor- und Nachteile hat. Von der in diesem Forum auch oft wahrnehmbaren schwarz-weiss-Malerei halte ich nix. Auffallend ist, dass gerade diejenigen Großkläranlagen verteufeln, die gerade wegen ihrer eigenen, häufig mehr als unzureichenden Abwasserbeseitigung in irgend einer Weise zur Kasse gebeten werden... .
Die Frage in diesem Threat war aber nicht "Anschluss ja oder nein", sondern die Verwendung von Abwasser aus Kläranlagen.
Nochmal, was einer mit seinem Abwasser aus seiner Kleinkläranlage macht bleibt jedem zunächst selbst überlassen. Wenn hier aber die Frage gestellt wird, was andere davon halten, dann muß man auch alle möglichen Folgen betrachten.
Der Verweis auf meine "Oma" hilft hier sicher nicht viel, genauso wenig wie der Verweis auf die Vogelgrippe (wobei ich maaslaender hier durchaus Recht gebe).
Der Zusammenhang zwischen einer unzureichenden Abwasserbeseitigung und der "Volksgesundheit" ist wissenschaftlich unstrittig und kann (leider) in der sog. 3. Welt noch immer beobachtet werden.
Zum Thema Wasser so wertvoll wie Öl:
Wird durch den Einsatz von Abwasser zur Bewässerung tatsächlich Wasser gespart? Wenn man es mal "integral" betrachtet dann wohl nicht. Unser Wasser befindet sich in einem Kreislauf (Verdunstung-Niederschlag-Abfluss). Wenn ich das Wasser direkt ableite gelangt es direkt in den Abfluss-Kreislauf, wenn ich es zum Gießen nehme gelangt es durch Versickerung auch wieder in den selben Keislauf - wo ist hier die Ersparnis?
Habe mich auch mal schlau gemacht: ATB bietet inzwischen eine UV-Hygienisierung für den AQUAMAX an. Das hört sich auch nicht schlecht an. www.aquamax.net Ist sicher eine interessante Alternative.
Ich war im März auf einem Seminar von Kordes und die haben eine UV-Anlage vorgestellt mit sehr guten Ablaufwerten.
Die Anlage wird wie in der bekannten Modulbauweise nur an die Klarwasserpumpe angeschlossen und das wars.
Super ist, dass man an bisherige Kordes Aqua Simplex Pionier Anlagen dieses Modul auch nachrüsten kann. :cool:
Joker
Martin schrieb am Schluß wer hat den Vorteil. Derjenige hat den Vorteil der den Anschluß- oder Abwasserbeitrag nicht zahlt. Es wird ja immer geschrieben sparsam mit Wasser umgehen und wenn man den kleinen Wasserkreislauf in seinem Grundstück anwendet hilft das dem WHG und seinem eigenen Geldbeutel. Zumal die Preise von Abwasser/abholen des Feststoffe aus der 1. Kammer fast jährlich steigen. Ich bin ja auch auf dem Wege den Ausgang nach meiner 3Kammergrube sauber zu machen (vollbiologisch) . Jetzt will mich der Abwasserzweckverband zwingen laut § Anschlußzwang in die Strassenkanalisation einzuleiten die am Ende der Strasse wieder in den Dorfbach einfließt natürlich für €. . Deshalb versuche ich jetzt auch ein abwasserfreies Grundstück zu erwirken um dannn den kleinen Wasserkreislauf aufzubauen um mit den immer teurer werdenden Wasser sparsam umzugehen.
MfG Joker
Hallo joker,
ich kann Deine Argumentation nachvollziehen. Nur geht es bei Dir, und wohl bei den meisten die sich vehement gegen einen Anschluss zur Wehr setzen nicht um das hehre Ziel "Wassersparen" sondern schlicht und einfach darum Geld zu sparen.
Das sollte man unterscheiden.
Hallo Martin, beide Gründe geben den Ausschlag. Unsere Geldeinnahmen werden nicht mehr, dafür sorgt der Staat mit all seinen Administrationen bis zur Kommune. Das andere ist, das auch unsere sauberen Wasser Vorräte langsam weniger werden. Laut EU und dem WHG werden wir ja nicht umsonst aufgefordert mit dem Wasser sparsam umzugehen und warum sollen denn Fließgewässer mit aller Kraft sauberer werden, weil auch die davon abhängige Fauna und Flora im Augenblick darunter leidet. Ein Blick in die Roten Listen sagen eindeutlich was bis jetzt ausgestorben ist und da hat die Umwelt einschließlich des Wassers einen großen Anteil daran.
Gruß Joker
maaslaender
03.04.2006, 08:54
Hallo Joker,
endlich mal wieder einer der die Zeichen der Zeit erkannt hat. Natürlich wollen wir die nicht an das tolle Abwassersystem von Vater Staat ranwollen auch Penunsen sparen...ist da etwas verwerfliches bei ? Wenn unser Martin genug davon hat soll er es ruhig weiterhin abgeben, davon kann man dann ja die geplante Diätenerhöhung finanzieren.
Ok, genug damit.....Joker...bitte melde Dich mal, wäre an einem Gedankenaustausch zu diesem Thema interressiert da ich gerade eine Klage in dieser Sache führe.
maaslaender@web.de
Hallo maaslaender,
da fühlt sich wohl jemand auf dem Schlips getreten?
Nein ich hab auch kein geld zu veschenken, vor allem hätte ich keine Geld für langwierige Klageverfahren die ich selbst auch noch angstrengt habe... .
Das mit dem Geldsparen und Wassersparen war von mir nur ein Hinweis darauf, dass man manche Argumententationen mal hinterfragen sollte.
Wassersparen fänt bei mir nicht am Ablauf der Kläranlage an sondern da, wo ichszunächst verwende. Ich denke, wenn man sich ernsthaft über die knappe Resource "Trinkwasser" unterhalten will, dann müssen wir uns über unsere Konsumgewohnheiten unterhalten und nicht darüber, mit was dereine oder andere seinen Garten gießt.
Hallo Martin, ja unsere Konsumgewohnheiten werden wir wohl in allen Dingen zurückschrauben müssen, wenn es auch weh tut. Ich kenne Leute die duschen aus Gewohnheit am tage 3-5 mal aber nicht unter 1/2 Std. "das brauchen wir". Unser immer höher werdender Lebenstandard ist noch nicht am Ende, dafür sorgen die vielen Angebote in unserer heutigen Spassgesellschaft. Aber nach dem "Preis" den wir alle bezahlen müssen fragt im Augenblick keiner.
Bei mir liegen im Haus 2 Wasserleitungen eine Trinkwasserltg. und eine vom Brunnen mit dem wir Dusche/WC/Waschmasch./Geschirrspüler/Heizung/Garten etc bedienen. Die Wasserwirtschaft hat schon mal den Zähler überprüft wegen des geringen Verbrauchs.
Gruß Joker
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