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Engelskirchen. In der Gemeinde Engelskirchen ist ein Abwasserkanal auch für die Ortschaften Vordersteimel, und Niederhof (§ 35 BauGB Außenbereich) geplant.

Eine Dezentrale Abwasserbeseitigung wurde von der Bezirksregierung Köln abgelehnt. Diese Ortschaften liegen weit außerhalb des Ortskerns. Ein Anschluss an die Kanalisation ist mit unverhältnismäßig großen Kosten verbunden. Sowohl für die Gemeinde, als auch für die Bürger wird am

Donnerstag, den 07. September 2006, 19.00 Uhr,

zu einem Gespräch in Sachen Abwasserbeseitigungskonzept in das ASC Sportheim in Loope, Im Auel, vom Nutzwasserverein Steimel eingeladen.

Von Seiten der Verwaltung wird neben Herrn Bürgermeister Oberbüscher und der Technische Werkleiter Baldur Neubauer teilnehmen.


Der Nutzwasserverein würde es begrüßen, wenn möglichst viele Rats- und Betriebsausschussmitglieder an dem Gespräch teilnehmen würden.


Neben den Fraktionsvorsitzenden der Parteien des Gemeinderates Engelskirchen laden wir auch die Obere und Untere Wasserbehörde und natürlich alle Interessierte Bürger mit gleicher Post ein.

Als Begründung führt die Bezirksregierung Köln an, Nutzungsdauern sind für Kleinkläranlagen 15 Jahre und 60 Jahre für Kanäle, auch das Ausbrechen einzelner schwächt die Solidargemeinschaft.? Einer rechtlichen Überprüfung kann der Widerspruchsbescheid der Bezirksregierung Köln nicht standhalten. Es bestehen nach Ansicht des NWVS "sehr gute Chancen" dafür, dass die Betroffenen etwas dagegen unternehmen können. Hierfür sollten sich möglichst viele der von den gesamten Maßnahmen Betroffenen an einer gemeinsamen juristischen "Gegenoffensive" beteiligen. Juristische Schritte sind notwendig.

Die Kostenvergleichsrechnungen zum Abwasserbeseitigungskonzept der VBD Beratungsgesellschaft für Behörden, Berlin, vom 23.05.2006. ist nur ein Gefälligkeitsgutachten und Imponiergehabe. Der NWVS hat Sachverständiger für Abwasserbeseitigung dieses Gutachten vorgelegt, die wurden aber von der Bezirksregierung Köln nicht beachtet. Das Bemühen der Bürgerinitiative NWVS ist insofern beispielhaft, weil eine Kostenvergleichsrechnung dieser Qualität von privater Seite bisher noch nicht vorgelegt worden ist.

Im Ergebnis dieser Vergleichsrechnung, unabhängig davon, ob man nur den ersten Aufbau einer solchen Anlage betrachtet oder auch die Betriebskosten und viel später auftretende Nach-Investitionen, zeigt sich, dass die dezentrale Variante erheblich kostengünstiger verläuft als die zentrale Abwasserentsorgung über einen langen und sehr teuren Kanal und damit die Belastung der Bürger verringert wird.

Es ist zu hoffen, dass die Rathausmehrheit der Gemeinde Engelskirchen noch rechtzeitig die Bürgernähe und Bürgerinteresse als Aufgabe und Verpflichtung erkennt und gegen den Widerspruchsbescheid vom 29.08.2006 der Bezirksregierung Köln eine Klage eingereicht wird.

Dieser „Runde Tisch“ soll Nutzwasserverein, Politik und Verwaltung näher bringen.


Quelle: Paul Jockel, Nutzwasserverein Steimel