Newsletter Ausgabe 05/2006

Liebe Leserin, Lieber Leser,

wir freuen uns, Ihnen auch im Mai wieder interessante Fakten zum Thema Kleinkläranlagen präsentieren zu dürfen.

Möchten Sie den Text lieber online in einem übersichtlicheren Format lesen? Klicken Sie einfach hier:
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INHALT
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1. Teil 3 der EN 12566 tritt in Kraft
2. Veranstaltung: Kleinkläranlagen – Fachgespräche
3. Aktuelle Pressestimmen zum Thema Kleinkläranlagen
4. Fakten bei Klaeranlagen-Vergleich.de
5. Termine und Seminare
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Auch im neuen Monat gibt es wieder interessante Neuigkeiten im Bereich Kleinkläranlagen.
Lesen Sie z.B.
- was das CE-Zeichen für Kleinkläranlagen bedeutet.
- was Sie gegen Betonfraß in der Kläranlage tun können.
- wie Sie zum brandneuen Klär-Comic gelangen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

1. Teil 3 der EN 12566 tritt ab 01.05.06 in Kraft
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Die europäische Norm wird in Zukunft verbindliche Grundlage sein. Die EN 12566 Teil 3 betrifft Kleinkläranlagen für bis zu 50 EW (Vorgefertigte und/oder vor Ort montierte Anlagen zur Behandlung von häuslichem Schmutzwasser). Damit wird die Stellung von Kleinkläranlagen als Abwasser- Dauerlösung weiter gefestigt.

Mit Anwendung der EN 12566 wird auch das bekannte CE-Zeichen für Kleinkläranlagen eingeführt. Dieses gilt dann für das gesamte Produkt, inklusive aller Bauteile. Für biologische Kleinkläranlagen wird also in Zukunft sowohl das CE-Zeichen, als auch eine bauaufsichtliche Zulassung gefordert. Für Behälter entfällt die bauaufsichtliche Zulassung.
Das CE-Zeichen dient nicht als Qualitätssiegel. Es bescheinigt die Übereinstimmung mit der Norm und die Einhaltung von Sicherheitsniveaus. Das CE-Zeichen schließt also z.B. auch den Ex-Schutz mit ein, der ja schon oft Zündstoff für Diskussionen war.

Festlegungen bezüglich der Abwassergrenzwerte wurden nicht getroffen, diese bleiben nationalen Regelungen im Wasserrecht vorbehalten. In Deutschland gilt also weiter die Abwasserverordnung mit ihrer Mindestforderung:
CSB = 150 mg/l
BSB5 = 40 mg/l

Auch wenn die EN 12566 nun in Kraft getreten ist, dürfen bewährte Praktiken anderer Normen noch ein Jahr laufen. Bereits in Betrieb stehende Kläranlagen sind von der Einführung nicht betroffen. Für Sie bleibt die bauaufsichtliche Zulassung lt. Handbuch gültig.

bv | Klaeranlagen-Vergleich.de

2. Veranstaltung: Kleinkläranlagen – Fachgespräche
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Am Donnerstag, 8. Juni 2006 zwischen 9:30 – 16:00 Uhr finden im BEW in Essen die ersten "Kleinkläranlagen – Fachgespräche" statt.

ZITAT aus dem Flyer vom BEW:
Das BEW verfolgt mit den erstmalig angebotenen "Kleinkläranlagen-Fachgesprächen" das Ziel, den Mitarbeitenden der Behörden und der Wartungs- bzw. Herstellerfirmen eine Plattform für die Diskussion und den Erfahrungsaustausch anzubieten.

Als Fachvorträge planen wir aktuelle Berichte aus verschiedenen Arbeitsgremien rund um das Thema Kleinkläranlagen. Des weiteren ist ein Technologieüberblick sowie eine Zusammenfassung von Sicherheitsaspekten bei der Wartung von Kleinkläranlagen vorgesehen.

Nach jedem Vortrag besteht in den eingeplanten Pausen ausreichend Zeit für den Erfahrungsaustausch mit Ihren Kollegen aus der KKA-Branche.
ZITATENDE

Zielgruppe sind Beschäftigte von Wartungsfirmen, Unteren Wasserbehörden, Gemeinden, Bezirksregierungen und Staatlichen Umweltämtern. Da viele unserer Leser zu einer dieser Gruppen gehören, möchten wir auf diese Veranstaltung aufmerksam machen. Die Teilnahmegebühr beträgt 90 EUR pro Person (ohne Übernachtung).

Weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer 0201 / 8406-6.

bv | Klaeranlagen-Vergleich.de

3. Aktuelle Pressestimmen zum Thema Kleinklärtechnik
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Für Kleinkläranlagen muss man tief in die Tasche greifen
01.05.2006, Mittelbayrische
http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/region/schwandorf/meldung.shtml?rubrik=mz&id=64815

Anschaffungskosten liegen bei rund 75 000 Euro / 87 Anwesen im Burglengenfelder Umland sind betroffen /
DIETLDORF (bxh). In 87 Anwesen im Stadtgebiet Burglengenfeld heißt es aufrüsten in Sachen Abwasser. Grund dafür ist eine Änderung der rechtlichen Grundlagen: Bereits seit August 2002 gelten für so genannte Kleinkläranlagen neue Richtlinien. Bei einer Bürgerversammlung im Gasthaus Weiß wurden die Betroffenen über die Folgen informiert. Im Burglengenfelder Umland sind immerhin 26 Ortsteile oder Einzelbauten von den Vorschriften betroffen.

Welche technischen Möglichkeiten es gibt, die neuen Kleinkläranlagen-Vorschriften zu erfüllen, erläuterte Diplom-Ingenieur (FH) Rainer Rubenbauer vom Büro Dietrich/Rubenbauer in Amberg. Dort war das Gesamtabwasserkonzept für Burglengenfeld erstellt worden. Das Papier stellt nun klar, wo ein Anschluss an das zentrale Kanalnetz noch erfolgen wird oder eben eine Kleinkläranlage notwendig ist. Im letzteren Falle überträgt dabei die Kommune die hoheitliche Aufgabe der Abwasserentsorgung direkt auf den Bürger, erläuterte der Experte.
Gemeinsames Merkmal aller Kleinkläranlagen sei, dass zunächst eine Mehrkammerngrube benötigt wird. Die erste Gruppe möglicher Anlagen sind solche ohne technische Abwasserbelüftung. Hier gibt es Schachtanlagen, Abwasserteich- und Pflanzenbeetanlagen. Wiederum allen gemeinsam ist, dass grundsätzlich zweimal im Jahr eine Wartung durch Fachleute erfolgen muss. Ansonsten können laut Rubenbauer Teich- und Beetanlagen vom technischen Aufwand her am einfachsten betrieben werden. Der Haken dabei: Viel Platz ist erforderlich, bei einem Abwasserteich zum Beispiel zehn Quadratmeter pro Person im Haushalt.
Aufwendiger wird es bei der zweiten Gruppe von Kleinkläranlagen, den Anlagen mit technischer Abwasserbelüftung. Den Vorteil, klein und Platz sparend zu sein, haben hier die Belebungsanlagen. Als dritte Gruppe gibt es laut Rubenbauer noch die Tropfkörperanlagen. Wie es der Oberbegriff schon andeutet, wird hier jeweils mit einer zusätzlichen Belüftung gearbeitet. Doch nicht nur die Technik war interessant sondern vor allem die Frage, was diese denn kostet. Hier schlagen laut Rubenbauer die Betriebskosten doch deutlich zu Buche, daher sollte bei der Anschaffung grundsätzlich auf Qualität und nicht zuerst auf den Preis geachtet werden. Bei den Anlagen, die nur die Mindestanforderungen erfüllen, liege der Preis im Betrieb je Kubikmeter Abwasser bei einem Vier-Personen-Haushalt bei rund 2,80 Euro. Die einmaligen Anschaffungskosten machten circa 7500 Euro aus.

Wo lässt sich Geld sparen?
Teuerer wird das Ganze bei Anlagen, die eine zusätzliche Hygienisierung erfordern, sprich eine weitergehende Eliminierung von Bakterien und Viren, was einige Anwesen im Stadtgebiet trifft, die im Karstgebiet liegen. Die zusätzliche Stufe dafür schlage mit rund 4100 Euro zu Buche, die
zusätzlichen Betriebskosten mit rund 530 Euro. Blieb die Frage: Wo lässt sich an den Kosten sparen? Laut Experte vor allem dann, wenn man sich zusammentut, Anlagen gemeinsam einkauft oder Wartungen im Block durchführen lässt, so dass Anfahrten und ähnliche Gebühren nur einmal anfallen.

Auf die Frage der Fördergelder ging Diplom-Ingenieur (FH) Wilhelm Meyer vom Wasserwirtschaftsamt ein. Er stellte die Bedeutung der Kleinkläranlagen heraus. Der Anschlussgrad an zentrale Kläranlagen betrage in Deutschland 94 Prozent. Die verbleibenden sechs Prozent potentiellen Kleinanlagenbetreiber seien bisher jedoch für 70 Prozent der Gewässerbelastung verantwortlich. Laut Meyer beträgt die Grundförderung wiederum bei einem Vier-Personen-Haushalt maximal 2250 Euro, bei weitergehenden Anforderungen gibt es nochmals 500 Euro dazu. Diese Förderung sei bis Ende 2008 gesichert, so dass notwendige Projekte entsprechend geplant werden sollten.
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4. Fakten bei Klaeranlagen-Vergleich.de
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"Klärhigh – The Beginning"
Der weltweit erste Klärcomic ist online! Viel Spaß damit:
http://www.klaeranlagen-vergleich.de/comic

Außerdem möchten wir noch auf das Thema "Betonkorrosion" in unserem Forum hinweisen. So mancher Betreiber von alten Anlagen wird damit Probleme haben. Es werden einige gute Tipps hinsichtlich Schutzanstrichen gegeben. Hier gehts zum Thema:
http://www.klaeranlagen-vergleich.de/forum/phpBB2/betonkorrosion-vt51.html

Im Newsletter 03/2006 haben wir den Beitrag "Wie viel Luft braucht eine Kläranlage?" der Fa. UPONOR veröffentlicht. Das hat einige Reaktionen ausgelöst. Wir möchten darauf hinweisen, dass nun ein Hersteller in seinem Newsletter dieses Thema noch einmal aufgegriffen hat. Das begrüßen wir sehr.
Den Link zu diesem Kommentar finden Sie hier in unserem Forum:
http://www.klaeranlagen-vergleich.de/forum/phpBB2/viewtopic.php?p=1907

5. Termine und Seminare der nächsten drei Monate
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9.-11.5.2006
Fachkundelehrgang für die Wartung von Kleinkläranlagen 
Ort: Dorsten 
Veranstalter: LV NRW   A. Schley

22.-24.5.2006
Fachkunde für die Wartung von Kleinkläranlagen 
Ort: Altentreptow
Veranstalter: LV Nord-Ost, Frau Ganske 0391-7348815

8.6.2006
BEW Kleinkläranlagen – Fachgespräche / Hausmesse mit Erfahrungsaustausch
Ort: Essen
Veranstalter: BEW/Essen, Tel. 0201/8406-6.                                                                           

26.-28.6.2006
Kurs zur Erlangung der Fachkunde für die Wartung von Kleinkläranlagen
Ort: Nienburg 
Veranstalter: LV Nord, Jennifer Rohlfes, Tel.: 05121/509800
   
28.6.2006
Workshop "Wartung von Kleinkläranlagen" in einer Parallelveranstaltung für Abwasserbeseitigungspflichtige Körperschaften/Behörden bzw. Wartungsfirmen
Ort: KUBUS Leipzig 
Veranstalter: LV S/T Frau Trülzsch  
   

Wir bedanken uns für Ihr Interesse!
Klaeranlagen-Vergleich.de

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