Liebe Leserinnen und Leser,
wir begrüßen Sie herzlich im März- Newsletter 2007.
INHALT
1. Geruchsprobleme durch Kleinkläranlagen
2. Vorläufige Förderrichtlinie in Sachsen unterschrieben
3. Presse- Neuigkeiten in der Branche
4. Termine und Seminare
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!
1. Geruchsprobleme durch Kleinkläranlagen
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Auf mehrfachen Wunsch unserer Leser möchten wir hier einige Ratschläge zu schlecht riechenden Kleinkläranlagen geben.
Zunächst sei gesagt, dass eine gut funktionierende Anlage normalerweise nicht riecht. Geruchsprobleme lassen sich daher in den aller meisten Fällen auf zwei Ursachen zurück führen:
1. Keine oder fehlerhafte Entlüftung
Jede Hausentwässerung ist entlüftet. In der Regel über das Dach. Solche Dachentlüftungen sind pilzförmige Rohrenden, die sich meist irgendwo am Rand des Daches befinden. Die in der Kläranlage entstehenden Biogase werden durch den Kamineffekt abgezogen. Sämtliche Stellen im Haus an denen Abwasser anfällt (Waschbecken, Toiletten), sollten mit Siphons ausgerüstet sein. So wird verhindert, dass schlechte Gerüche ins Haus dringen.
Treten Geruchsprobleme vordringlich IM Haus auf, ist ein Fehler in der Entlüftung die wahrscheinlichste Ursache. Sollte die Rohrstrecke zwischen Haus und Kleinkläranlage sehr lang sein, kann ein zusätzlicher Entlüftungspilz in den Zulauf der Anlage gebaut werden.
2. Mangelhafte Klärung in der Anlage
Schlechte Abbauleistung der Kleinkläranlage ist die zweite mögliche Ursache. Sie kann meist leicht erkannt werden. Schauen Sie sich einfach das letzte Wartungsprotokoll mit der Laboruntersuchung an. Sollte der Wert für den Chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) über 150 mg/l liegen, so ist der Grenzwert überschritten. Das macht sich meist auch bei Trübung und Geruch bemerkbar.
Mögliche Ursachen für die schlechte Leistung der Anlage sind entweder technische Probleme oder die eingeleiteten Stoffe. Nähere Informationen dazu finden Sie hier:
http://www.klaeranlagen-vergleich.de/kleinklaeranlagen/wartung/wartung2.htm
Bei starker Geruchsbildung empfehlen wir dringend die Ursache ausfindig zu machen. Leichte und vorwiegend erdige Gerüche in der Nähe der Anlage sind unbedenklich.
bv | Klaeranlagen-Vergleich.de
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2. Vorläufige Förderrichtlinie in Sachsen unterschrieben
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Wir hatten schon darüber berichtet, dass es in Sachsen ab 2007 wieder eine Förderung für die Errichtung von Kleinkläranlagen geben wird. Ab sofort können Anträge für die Förderung von privaten Kleinkläranlagen gestellt werden. Noch bevor die EU das entsprechende Förderprogramm endgültig genehmigte, setzte Umwelt-und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich seine Unterschrift unter eine vorläufige Richtlinie. Tillich rechnet mit einem Bedarf von rund 170.000 Kleinkläranlagen in Sachsen. Die Fördergelder würden zunächst – bis zur Genehmigung des Programms von der EU – aus dem Landeshaushalt vorgestreckt werden.
Näheres zu den Fördermodalitäten unter: http://www.smul.sachsen.de
bv | Klaeranlagen-Vergleich.de
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3. Presse- Neuigkeiten aus der Branche
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Umweltministerin informierte Landtag über Abwasserpolitik
H@ll Anzeiger – 22. Febr. 2007
http://www.hallanzeiger.de/sachsen_anhalt/news_id061215/mlu_abwasserpolitik.htm
Wernicke: Wirtschaftlichkeit und Wasserqualität bleiben Messlatte
Magdeburg. MLU/LSA. Sachsen-Anhalts Umweltministerin Petra Wernicke hat heute in Magdeburg die Mitglieder des Landtages über die Strategie der Abwasserbeseitigung in Sachsen-Anhalt informiert. Von einer Neuorientierung in der Abwasserpolitik des Landes wollte die Ministerin jedoch nicht sprechen. Es sei nicht so, dass es zukünftig nur noch dezentrale statt zentrale Abwasserbeseitigungsanlagen geben soll.
Wernicke: “Die Frage steht so gar nicht. Oberste Messlatte sind und bleiben die Wirtschaftlichkeit und Wasserqualität.” Seit Jahren ist sowohl die Abwasserbeseitigung über zentrale ortsnahe Kläranlagen als auch die dezentrale Abwasserbeseitigung über Hauskläranlagen fester Bestandteil der Konzepte für die Abwasserbeseitigung. Dezentrale Lösungen sind immer dort sinnvoll, wo sie im Vergleich zur zentralen Lösung Kostenvorteile bringen und sie an der Stelle aus Umweltsicht möglich sind, so die Ministerin.
Grund für die öffentliche Diskussion ist die Änderung des Wassergesetzes 2005. Die Gemeinden wurden durch das Wassergesetz verpflichtet, ihre Abwasserbeseitigungskonzepte bis Ende 2006 zu überarbeiten und bei den Unteren bzw. mittleren Wasserbehörden (Landkreis/Landesverwaltungsamt) genehmigen zu lassen. Wernicke: “Dass heißt aber nicht, dass überall dezentrale Lösungen sinnvoll sind.”
Derzeit verfügen etwa 88 Prozent der Einwohner Sachsen-Anhalts über einen Anschluss an die öffentliche Abwasserbeseitigung. Nach Auswertung der Konzepte der Gemeinden und Abwasserzweckverbände werden Aussagen möglich sein, wie sich der Anschlussgrad weiter entwickeln wird, so die Ministerin. Zurzeit ist davon auszugehen, dass auf Dauer 50.000 bis 70.000 Kleinkläranlagen in Sachsen-Anhalt Bestand haben werden.
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Kläranlagen auf dem Prüfstand Kurswechsel: In Zukunft kleine Lösungen
Mitteldeutsche Zeitung – 06.02.2007
http://www.presseportal.de/story.htx?nr=937088
Halle (ots) – Sachsen-Anhalt steht vor einem Kurswechsel in der Abwasserpolitik. Für noch nicht an Kläranlagen
angeschlossene Dörfer kommen künftig auch dezentrale Lösungen mit kleineren Klärgruben in Betracht, berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Dienstagausgabe). Derzeit werden alle Konzepte zur Abwasserbeseitigung überarbeitet. Das Land hat die Abwasserverbände beauftragt, in ihren Plänen den Bevölkerungsrückgang zu berücksichtigen. “Wir brauchen Lösungen, die nicht luxuriös sind, aber die Entsorgung sichern”, sagte Landes-Umweltministerin Petra Wernicke (CDU) der Zeitung.
Nach einer Schätzung des Umweltministeriums sind etwa 80 Prozent der Haushalte im Land an Kläranlagen angeschlossen. Der Rest sollte in den nächsten Jahren folgen. “Wir müssen uns von diesen Konzepten, die teils von Anfang der 90er Jahre stammen, lösen”, so Wernicke. Hintergrund sei die Bevölkerungsentwicklung. Die jüngste Prognose hatte ergeben, dass in den nächsten 20 Jahren die Bevölkerungszahl vor allem auf dem Land schrumpft. “Wir brauchen für die Menschen bezahlbare Lösungen bei der Infrastruktur.” Im Bereich Abwasser sollen die direkt zuständigen Behörden – Abwasserzweckverbände und teilweise Gemeinden – prüfen, ob statt des Baus großer Kläranlagen und Kanälen kleine Kläranlagen auf den Grundstücken der Hauseigentümer sinnvoller sind.
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4. Seminare und Fachtagungen der nächsten drei Monate
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05.-08.03-2007
Fachmesse TerraTec
Ort: Leibzig Messegelände
Veranstalter: Leipziger Messe GmbH, Hotline: 0341 678-8993
06.-08.03-2007
Kleinkläranlagen: Wartung und Analyseverfahren
Ort: Essen
Veranstalter: BEW, (Marko Scholz Tel.: 0201-8406-830 Fax: 0201-8406-817)
07.03.2007
Dezentrale Abwasserentsorgung 2007
(auf der o.g. Fachmesse TerraTec):
Ort: Congress Center Leipzig (Neues Messegelände Leipzig), Mehrzweckfläche 3
Veranstalter: DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen (Frau Trülzsch, Tel. 0351/203 20 25)
17.-19.4.2007
Betrieb und Wartung von Kleinkläranlagen – Erwerb der Fachkunde -
Ort: Dresden
Veranstalter: DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen (Frau Trülzsch, Tel. 0351/203 20 25)
23.4.2007
Sanierung von Abscheideranlagen
Ort: Duisburg
Veranstalter: BEW (Dr. Edgar Tschech Tel: 02065-770-124 / Fax: 02065-770-117)
23.-27.4.2007
Kurs zur Erlangung der Fachkunde für die Wartung von Kleinkläranlagen
Ort: Nienburg
Veranstalter: LV Nord (Jennifer Rohlfes, Tel.: 05121/509800)
24.-26.4.2007
Fachkundelehrgang für die Wartung von Kleinkläranlagen
Ort: Dorsten
Veranstalter: LV NRW A. Schley http://www.dwa-nrw.de
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Wir bedanken uns für Ihr Interesse!
Der nächste Newsletter wird am 02. April erscheinen.
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Fa. Volkmann & Schmitz GbR
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