Dresden. Tausende Haushalte in Sachsen sind noch immer nicht an eine ordnungsgemäße Abwasserentsorgung angeschlossen. Das geht aus einer am Sonntag vom Umweltministerium veröffentlichten Statistik hervor. Demnach sind im Freistaat etwa 600 000 Bürger davon betroffen. Sie entsorgen ihr Abwasser in mehr als 178 000 so genannte Kleinkläranlagen und etwa 67 000 abflusslose Gruben. Aber nur vier Prozent der Anlagen würden dem geforderten Standard entsprechen. Der Großteil müsse deshalb saniert beziehungsweise mit einer biologischen Stufe nachgerüstet werden. Dies sei verbindlich vorgeschrieben, hieß es.
Nach Angaben des Umweltministerium sind seit Anfang März Förderanträge für rund 13 000 private Anlagen eingegangen. „Unser Grundanliegen ist, die Abwasserversorgung auch auf dem Lande umweltgerecht und zu bezahlbaren Preisen zu realisieren“, erklärte Umweltminister Stanislaw Tillich (CDU) laut einer Mitteilung seines Hauses. Kleinkläranlagen seien dafür eine echte Alternative. Tillich stellte klar, dass die Abwasserentsorgung in ganz Sachsen bis spätestens 2015 entsprechend dem „Stand der Technik“ erfolgen müsse. Um diese EU-Vorgabe zügig umzusetzen, würden nun erstmals auch die Bauherren privater Kleinkläranlagen gefördert.
Quelle: LVZ-online 23.07.07
