Quelle: MVRegio 20.03.2008
Schwerin/MVregio Zum diesjährigen Tag des Wassers teilt das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mit, dass dank umfangreicher Investitionen in die Abwasserentsorgung seit Anfang der 1990-er Jahre inzwischen rund 84 Prozent der Einwohner des Landes an die öffentliche Kanalisation angeschlossen sind.
Das Kanalnetz ist bis Jahresende 2004 auf 11 750 Kilometer ausgebaut worden, das entspricht etwa der Entfernung von Schwerin nach Santiago de Chile. Mehr als 300 öffentliche Kläranlagen wurden seit 1991 neu gebaut und die Reinigungsleistung der bestehenden Anlagen erheblich verbessert. Inzwischen wird das Abwasser zu 100 Prozent mit biologischen Reinigungsverfahren geklärt, 1991 wurden dagegen noch 65 Prozent des Abwassers ausschließlich mechanisch gereinigt.
Der Internationale Tag des Wassers im Jahr 2008 steht unter dem Motto “Sichere Sanitärversorgung weltweit gewährleisten”. Wie steht es um die Abwasserentsorgung in Mecklenburg-Vorpommern? Am Jahresende 2004 waren 84 Prozent der Einwohner des Landes an die öffentliche Kanalisation angeschlossen, 1991 waren es dagegen erst 65 Prozent gewesen. Wegen der vergleichsweise geringen Bevölkerungsdichte und der vielen verstreuten Siedlungen in Mecklenburg-Vorpommern wird der Anschlussgrad hierzulande auch zukünftig deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von zurzeit 95,5 Prozent bleiben.
Die rund 276 000 Einwohner ohne Anschluss an die öffentliche Kanalisation leben überwiegend in kleinen Gemeinden mit weniger als 1 000 Einwohnern. Der geringste durchschnittliche Anschlussgrad war Ende 2004 mit 67,0 Prozent im Kreis Ludwigslust zu verzeichnen. Die nicht zentral angeschlossenen Einwohner im Land nutzen entweder Kleinkläranlagen oder abflusslose Gruben, deren Abwasser in der Regel ebenfalls in den öffentlichen Kläranlagen gereinigt wird.
Insgesamt wurden im Jahr 2004 knapp 68 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser über die öffentliche Kanalisation entsorgt und nahezu vollständig in den öffentlichen Kläranlagen gereinigt. Zusätzlich wurden etwa 17 Millionen Kubikmeter Niederschlagswasser und so genanntes Fremdwasser, das zum Beispiel über Fehlanschlüsse und Undichtigkeiten über die Kanalisation in die Kläranlagen gelangt, behandelt. Die insgesamt 84 Millionen Kubikmeter Abwasser wurden zu 100 Prozent mit biologischen Reinigungsverfahren geklärt (dagegen 1991: 35 Prozent biologisch, 65 Prozent ausschließlich mechanisch).
Seit 1991 haben die Gemeinden in erheblichem Umfang in die Abwasserentsorgung investiert. Bis Jahresende 2004 hat sich die Zahl der öffentlichen Kläranlagen auf mehr als 500 verdoppelt, das öffentliche Kanalnetz ist auf 11 750 Kilometer angewachsen (1995: 5 833 Kilometer).
