Die Bezeichnung “CSB” findet man im Bereich Klärtechnik recht häufig. Sie finden Sie z.B. oft auf dem Laborbericht nach der Entnahme einer Wasserprobe im Rahmen der Wartung.
Die Abkürzung steht für “Chemischer Sauerstoffbedarf”. Das ist die Sauerstoffmenge, die zum Abbau organischer Belastungen im Abwasser erforderlich ist. Je höher der Wert, desto unvollständiger ist das Abwasser geklärt. Der CSB wird in mg O2/l angegeben. Gereinigtes Abwasser muss einen CSB von weniger als 150 mg O2/l haben.
Warum wird er gemessen?
Abwasser ist komplex. Schmutzstoffe im Abwasser liegen in gelöster und ungelöster Form, sowie als organische Verbindungen (Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate) vor. Es wäre recht aufwändig und teuer jedes einzelne Parameter im Labor zu messen. Daher misst man den CSB als Verschmutzungsindikator. Der Chemische Sauerstoffbedarf ist ein Summenparameter zur Quantifizierung der Belastung von Abwasser mit organischen Stoffen.
Wie wird er gemessen?
Die Probe wird in einer schwefelsauren Lösung gekocht, dabei wird ein starkes Oxidationsmittel zugegeben (Kaliumdichromat). Aus dem Verbrauch des Oxidationsmittels wird dabei die Menge des verbrauchten Sauerstoffs berechnet.
Wartungsfirmen verwenden dazu sogenannte Küvettentests. Dazu wird eine kleine Menge des Abwassers in ein präpariertes Glasröhrchen gegeben und dann mit Hilfe eines Thermostaten gekocht. Nach dem Abkühlen steckt man die Küvette in ein Photometer, welches das Messergebnis dann anzeigt.
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