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Was darf eine biologische Kleinkläranlage kosten? Diese Frage zu beantworten, ist gar nicht so einfach. Denn der Kläranlagen-Preis hängt von sehr vielen Faktoren ab, zum Beispiel von diesen:

  • Für welches Kläranlagen-System entscheide ich mich?
  • Welche Klärbehälter möchte ich zu meiner Anlage erwerben?
  • Wie groß muss die Kleinkläranlage ausgelegt werden? (Das hängt vor allem von den maximalen Personen ab, die sich im Haus aufhalten.)
  • Müssen örtliche Gegebenheiten berücksichtigt werden? Dazu gehören zum Beispiel zusätzliche Installationsaufwände, Lieferentfernungen, die Bodenverhältnisse, der Grundwasserstand und der vorhandene Platz.
  • Welche rechtlichen Anforderungen stellt der Gesetzgeber für mein Grundstück? Welche Reinigungsklasse wird gefordert? (Meist ist nur die grundlegende Kohlenstoffreinigung nötig, es gibt aber auch höhere Anforderungen durch regionale Gegebenheiten.)
  • Möchte ich Zubehör erwerben, zum Beispiel eine Fernüberwachung?
    Von all diesen Fragen hängen die letztendlichen Kosten ab, sodass sie erst einmal schwer vorauszusehen sind. Trotzdem wollen wir Ihnen natürlich einen Überblick verschaffen und schauen uns deshalb die wichtigsten Fakten zu Anschaffungskosten und Betriebskosten an. Außerdem geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Angebote vergleichen und sparen können. Legen wir los:

1. Wie hoch sind die Anschaffungskosten einer vollbiologischen Kläranlage?

Grob gesagt: Eine kleine Kläranlage für vier Personen ist schon für wenige Tausend Euro erhältlich (ab ca. 3.300 Euro für eine 2-4-EW-Anlage). Nach oben hin gibt es kaum eine Grenze, je nach verwendeter Technik und Anzahl der Einwohner im Haus.

Die meisten Hersteller haben Komplettsysteme im Angebot, sodass die einzelnen Komponenten gut aufeinander abgestimmt sind. Selbstverständlich können Sie aber auch einzelne Bestandteile von unterschiedlichen Herstellern beziehen. Das kann an der einen oder anderen Stelle Ersparnisse bringen. Allerdings müssen Sie dann die Abstimmung selbst vornehmen oder einen unabhängigen Installateur beauftragen. Das kann sich als große Herausforderung erweisen, weswegen die meisten Käufer auf ein Komplett-System eines Herstellers zurückgreifen. Wenn Sie keine Vorerfahrungen haben, empfehlen wir Ihnen das ebenfalls.

Am weitesten verbreitet sind SBR-Systeme. Diese kosten für bis zu vier Personen etwa 3.300 bis 4.500 Euro. Andere Systeme können von diesen Preisen deutlich abweichen. Pflanzenkläranlagen sind unter Umständen deutlich günstiger, brauchen aber viel Platz und werden nicht überall genehmigt. Besonders hochpreisig sind Systeme mit Membranfiltration.

Zu diesen Anschaffungspreisen kommt noch der Einbau hinzu. Die Kosten hierfür lassen sich noch schwerer voraussagen als die reinen Anschaffungskosten der Systeme. Je nach den örtlichen Gegebenheiten bei Ihrem Grundstück können die Einbaukosten sehr stark variieren. Häufig gehen sie aber noch einmal in die Tausende, sofern Sie nicht Vorarbeiten selbst durchführen.

Lassen Sie sich ein genaues Angebot für die Einbaukosten erstellen, das die Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt! Besprechen Sie vorher genau, welche Vorarbeiten Sie selbst leisten können und wie sich das auf die Kosten auswirkt!

Auch die Vor- und Nachteile der Technik und Behälter-Technologie sollten Sie sich erklären lassen. In der "Nachhaltigkeitsbewertung von Kleinkläranlagen mittels Ökoeffizienzanalyse zur Ableitung von Produktverbesserungen" auf Seite 107 heißt es z.B.:

Zwischen Behältergröße, -material und Kosten entsteht für den Betreiber über den Lebenszyklus der Anlage ein doppelter Trade-Off: ein 3,5 m³ PE-Behälter kostet kaum weniger als ein 4,5 m³ Beton-Behälter, aber dafür müssen höhere Umweltwirkungen für den Beton Behälter in Kauf genommen werden.

Die Behältergröße ist mit Sorgfalt zu wählen, da sie die Ökoeffizienz der Anlage beeinflusst. Negativen Wirkungen großer Behälter bzgl. der Umweltwirkungen (Behältermaterial, Transport, Tiefbaumaterial, ggf. erhöhter Stromverbrauch, ggf. größere Technikauslegung) und Kosten stehen potenzielle Vorzüge wie höhere Betriebssicherheit und Vorteile in Verbindung mit der Schlammentsorgung gegenüber

Das Fazit des Dokuments ab Seite 101 enthält weitere speziellere Hinweise.

Kleinkläranlage (Komplettsystem)Preisspanne
Festbett3.600 - 4.500 €
Tropfkörper4.400 - 5.700 €  
Pflanzenkläranlagen4.900 - 6.600 €
freibewegliche Aufwuchskörpern 3.400 - 4.900 €
belüfteter Biofilter3.850 - 4.900 €
Bodenkörperfilter4.300 - 5.400 €
Rotationstauchkörper (Scheibentauchkörper)3.600 - 5.300 €
SBR3.200 - 4.500 €
Membranfiltration4.800 - 7.700 €
CBR 4000 - 4800 €
STBR3000 - 3.900 €

1.1. So sparen Sie bei der Anschaffung Ihrer Kleinkläranlage:

  1. Vergleichen: Holen Sie sich Vergleichsangebote ein. Wichtig: Ein dauerhaft sicherer Betrieb ist wichtiger als der günstigste Preis! Sonst zahlen Sie auf Dauer drauf und handeln sich außerdem viel Ärger ein.
  2. Angebote: Sind im Angebot alle anfallenden Arbeiten erfasst? Arbeiten, die pro Arbeitsstunde abgerechnet werden, sollten sich nur auf unvorhersehbare Leistungen beziehen. Für alles andere können Sie ein Festangebot vereinbaren.
  3. Eigenleistung: Prüfen Sie, ob Sie einen Teil der Arbeiten in Eigenleistung ausführen können. Das ist im Normalfall deutlich günstiger. Besprechen Sie mit der Fachfirma ganz genau, welche Eigenleistungen Sie erbringen und bis wann diese fertig sein müssen.
  4. Sammelanfrage: Ist eine Sammelanfrage mit anderen Betreibern möglich? Das geht oft dann, wenn ganze Nachbarschaften mit Kleinkläranlagen ausgerüstet werden müssen. In einem solchen Fall sind oft größere Rabatte möglich.
  5. Förderung etc.: Fragen Sie die Fachfirma nach möglicherweise aktuellen Fördermitteln. Klären Sie, wie Sie die Belastung steuerlich absetzen können. Auf diese Weise holen Sie finanziell oft noch einiges heraus. 

Merkblatt Kosten einer Kleinkläranlage

HIER: KOSTENLOSER DOWNLOAD DES MERKBLATTS ZUM AUSDRUCKEN

2. Wie teuer ist die Nachrüstung einer biologische Kläranlage?

Bereits bis zum Jahr 2015 mussten nach geltendem EU-Recht eine halbe Million Kläranlagen mit einer biologischen Reinigungsstufe nachgerüstet werden. Es gibt aber immer noch Systeme, bei denen auch heute noch eine Nachrüstung erforderlich ist. Bei Neubauten wird das EU-Recht natürlich sofort wirksam, sodass nur noch vollbiologische Kleinkläranlagen genehmigt werden. In Einzelfällen können aber noch alte Systeme ohne biologische Reinigungsstufe laufen, auch wenn dies nicht mehr erlaubt ist.

Falls Sie noch eine alte Faulgrube als Kläranlage verwenden, sollten Sie jetzt unbedingt aktiv werden und eine Kleinkläranlage mit biologischer Reinigungsstufe nachrüsten!

Außerdem kann es natürlich passieren, dass bereits vor Jahren nachgerüstete Kleinkläranlagen aufgrund eines Defekts ersetzt werden müssen. Auch dann kann ein Nachrüstset noch einmal interessant werden.

Die Nachrüstung geht leider ganz schön ins Geld: Realistischerweise kommen Kosten zwischen 2.000 und 4.000 Euro auf Sie zu. Gerade bei sehr alten Anlagen kann es sich deshalb lohnen, gleich eine komplett neue Kläranlage nach modernem Standard einzubauen. Lassen Sie sich gut beraten und vergleichen Sie die Angebote!

Kleinkläranlage (Nachrüstung)Preisspanne
Festbett2.400 - 4.600 €
Pflanzenkläranlagen4.100 - 5.400 €
freibewegliche Aufwuchskörpern1.900 - 2.600 €
belüfteter Biofilter  2.850 - 3.600 €
Bodenkörperfilter3.200 - 4.200 €
Rotationstauchkörper (Scheibentauchkörper)2.400 - 2.800 €
SBR2.200 - 2.800 €
Membranfiltration2.950 - 7.200 €
CBR2.800 - 3.400 €
STBR2.100 - 2.600 €

2.1. Lohnt sich eine biologische Kleinkläranlage überhaupt?

Für den Einbau und Betrieb einer Kleinkläranlage fallen einige Kosten an, das lässt sich leider nicht vermeiden. Trotzdem lohnt es sich:

Verglichen mit dem Anschluss an die Kanalisation und den damit verbundenen Abwassergebühren ist der Betrieb der eigenen Kläranlage günstiger. Häufig amortisiert sich die Anlage schon nach 8 bis 10 Jahren.

Davon abgesehen bleibt Ihnen natürlich auch nichts anderes übrig. Eine Kleinkläranlage wird schließlich nur an solchen Orten gefordert und genehmigt, an denen der Anschluss an die Kanalisation nicht möglich ist. Trotzdem tut der Gedanke gut, dass Sie im Vergleich zu anderen auf Dauer noch sparen.

3. Wie hoch sind die Betriebskosten einer vollbiologischen Kläranlage?

Mit den Anschaffungskosten und dem Einbau Ihrer Kleinkläranlage ist es leider noch nicht getan: Es kommen auch im laufenden Betrieb Kosten auf Sie zu, die Sie von vorne herein einkalkulieren sollten.
Die Kosten, um eine vollbiologische Kläranlage in einwandfreiem Betrieb zu halten, umfassen verschiedene Posten:

  • die Wartung (hier sind feste Intervalle vorgeschrieben und diese müssen auch regelmäßig nachgewiesen werden),
  • die Stromkosten (für Pumpen und Co.) und
  • die Schlammabfuhr (der Klärschlamm muss schließlich hin und wieder aus der Anlage entfernt werden, hierfür gibt es Spezialfirmen).

Auch die Betriebskosten variieren je nach Systemart, Anlagengröße, geforderter Reinigungsstufe und vielen weiteren Faktoren. Lassen Sie sich deshalb gleich bei der Planung eine Aufstellung geben, wie hoch die zu erwartenden Betriebskosten Ihrer geplanten Anlage sind! Das kann ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes System sein.

Grundsätzlich müssen Sie bei einer kleinen Anlage mit Betriebskosten von etwa 250 bis 500 Euro im Jahr rechnen.

Dieser Wert bezieht sich allerdings auf einen reibungslosen Betrieb! Müssen Teile ersetzt werden oder kommt es zu Störungen und außerplanmäßigem Wartungsaufwand, wird dieser Betrag natürlich überschritten. Solche zusätzlichen Einsätze sind nur schwer zu planen, legen Sie deshalb ein wenig Geld für solche Fälle beiseite.

Besonders günstig in den Betriebskosten sind Pflanzenkläranlagen. Sie müssen nur einmal pro Jahr gewartet werden und diese Wartung ist ziemlich günstig, teilweise unter 150 Euro. Gleichzeitig brauchen Sie in vielen Fällen gar keinen Strom. Nur wenn eine Tauchpumpe eingesetzt wird, fallen Stromkosten an, die aber nur gering sind.

3.1. Mit diesen Tipps können Sie bei der Wartung Ihrer Kleinkläranlage sparen:

  1. Ihr Umgang mit Abwasser trägt deutlich dazu bei, wie lange Ihre Kläranlage reibungslos funktioniert. Dazu gehört zum Beispiel, dass bestimmte Stoffe nicht ins Abwasser geraten dürfen. Genauere Informationen dazu finden Sie hier. Wenn Sie gut darauf achten, diese Vorgaben und Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, fallen seltener Reparaturen an.
  2. Je öfter Sie selbst sachkundige Kontrollen durchführen, umso eher können Sie Betriebsstörungen feststellen, bevor ein Schaden zum Totalausfall und zu hohen Kosten führt. Lassen Sie sich deshalb von der Wartungsfirma zeigen, worauf Sie achten müssen, und machen Sie es sich zur Gewohnheit, regelmäßig Ihre Anlage zu überprüfen. Wenn etwas nicht ordnungsgemäß läuft, fragen Sie bei der Wartungsfirma nach, welche Maßnahmen jetzt nötig werden. Selbst wenn dadurch mal eine zusätzliche Kontrolle durch die Wartungsfirma entsteht, sind die Kosten (und der Ärger) meist geringer als bei einem Totalausfall oder teuren Reparaturen.
  3. Wenn Ersatzteile teuer oder schwer zugänglich sind, werden natürlich auch Reparaturen teuer. Lassen Sie sich deshalb schon beim Angebot erklären, welche Einbauteile häufiger ersetzt werden müssen und wie gut diese dann repariert werden können.
  4. Generell gilt: Je mehr technische Komponenten verbaut sind, umso eher geht etwas kaputt und umso höher sind die Kosten für Reparaturen. Als technische Komponenten zählen zum Beispiel Pumpen, Tauchmotorbelüfter, Verdichter, Magnetventile und Schwimmerschalter. Besonders wenige (oder sogar keine) technischen Bestandteile werden bei Pflanzenkläranlagen nötig.
  5. Bei der Schlammabfuhr können Sie Geld sparen, falls eine bedarfsgerechte Abfuhr möglich ist. In diesem Fall kommt die entsprechende Firma nicht nach einem festen Zeitintervall, sondern erst dann, wenn der Behälter einen gewissen Füllstand erreicht. Wenn diese bedarfsgerechte Abfuhr möglich ist, kann es sich lohnen, die Vorklärung größer zu wählen, sodass es länger dauert, bis der entsprechende Füllstand erreicht ist. Die Mehrkosten dafür sind meist nicht so hoch. Dafür werden aber die Abfuhrintervalle länger, sodass Sie über die Jahre einiges an Anfahrtskosten der Unternehmen sparen können.
  6. Wenn es möglich ist, schließen Sie gemeinsam mit anderen Besitzern von Kleinkläranlagen einen Sammelvertrag zur Wartung ab. Die Firma fährt dann nur einmal an und kontrolliert in einem Rutsch sämtliche Anlagen, die im Vertrag inbegriffen sind. Dadurch werden die Kosten für den einzelnen Betreiber natürlich geringer.

4. Checkliste zu Angeboten für eine Kleinkläranlage

Checkliste für Ihre Bio-Kläranlage

Gleich vorweg: Die Informationen in diesem Absatz stellen wir Ihnen auch als Checkliste zum Ausdrucken bereit. Mit diesem PDF haben Sie die wichtigsten Punkte stets griffbereit.

DOWNLAD: Checkliste - Angebote zur eigenen Biokläranlage prüfen

4.1. Grundsätzliche Tipps zum Einholen von Angeboten:

  • Fordern Sie Angebote von so vielen Herstellern und Fachfirmen wie möglich an! Oft gibt es wirklich gravierende Preis- und Leistungsunterschiede.
  • Achten Sie bei den Angeboten für Bio-Kläranlagen auf Vollständigkeit! Hierzu gehören auch Frachtkosten sowie die Kosten für die Montage der Kläranlage.
  • Sind im Angebot die Tiefbauarbeiten enthalten? Wenn nicht, fragen Sie nach, ob Ihr Anbieter Tiefbauunternehmen in Ihrer Nähe vermitteln kann, mit denen er gute Erfahrungen gemacht hat. Lassen Sie sich auch für diesen Teil der Arbeit im Vorfeld ein Angebot machen, damit Sie später nicht von den Kosten überrascht sind.

4.2. Das sollten Sie vom Anbieter Ihrer Kleinkläranlage erwarten können:

  1. einen kostenlosen Besuchstermin bei Ihnen zu Hause, um die Örtlichkeiten zur Erstellung der Bio-Kläranlage zu besichtigen
  2. kostengünstige (oder sogar kostenlose) Erstellung der Antragsunterlagen oder zumindest Hilfestellung dabei
  3. Kontaktaufnahme des Anbieters zur Behörde, falls Sie nicht weiterwissen. Es wäre gut, wenn der Anbieter die Mitarbeiter Ihrer zuständigen Behörde kennt.

4.3. Prüfen Sie bei den interessantesten Angeboten folgende Punkte:

  • Fragen Sie nach den laufenden Kosten, die für das angebotene Klärsystem entstehen: Wartung, Stromverbrauch, Ersatzteile und Entleerung.
  • Viele Anbieter erledigen für Sie die Antragstellung und treten mit der Behörde in Kontakt. Das spart viel Zeit und Nerven. Fragen Sie nach, ob dieser Service für Sie kostenlos ist oder welche Kosten dadurch entstehen.
  • Fragen Sie nach, wie viel Rabatt Sie noch auf die Hauskläranlage erhalten können. (Fragen Sie tatsächlich „wie viel“ und nicht „ob“!) Erwähnen Sie dabei, dass Sie noch Angebote anderer Firmen in die engere Auswahl genommen haben. Fragen Sie dann auch bei den anderen Anbietern nach den gewährten Prozenten. Oft sind noch Preisnachlässe möglich. Seien Sie beim Verhandeln aber immer fair und freundlich! In den letzten Jahren hat der Preiskampf bei Hauskläranlagen stark zugenommen. Erwarten Sie daher nicht zu viel!
  • Bei einem späteren Gespräch mit dem Anbieter können Sie nach einer Verlängerung der Garantiezeit auf zum Beispiel drei Jahre fragen. Erwähnen Sie, dass Sie sich zwischen zwei oder drei Anbietern noch nicht entscheiden können und Ihnen die Garantiezeit ein wichtiger Faktor ist. Oft ist gerade an dieser Stelle noch Spielraum für die Anbieter.

Macht Ihr Anbieter Zugeständnisse, zum Beispiel Rabatte oder längere Garantiezeiten? Dann lassen Sie sich diese Änderungen schriftlich zusenden, also in Form eines überarbeiteten Angebots! Notieren Sie sich außerdem nach jedem Gespräch mit einem Anbieter, 
- mit wem Sie gesprochen haben,
- wann das Gespräch stattfand (Datum und Uhrzeit),
- welche wichtige Fakten (zum Beispiel Rabatte oder Lieferzeiten) besprochen wurden.

4.4. Sparen bei der Auftragsvergabe für vollbiologische Kläranlagen

Auch diese Tipps helfen Ihnen, noch ein wenig zu sparen:

  • Wenn Sie den Auftrag vergeben, versuchen Sie einen Skonto auszuhandeln. Oft sind zwei bis drei Prozent Rabatt möglich, wenn Sie bar oder per Scheck am Einbautag bezahlen.
  • Wenn Sie bereit sind, einen Teilbetrag im Voraus zu bezahlen, dann lassen sich wahrscheinlich höhere Prozente aushandeln.
  • Bietet Ihre Einbaufirma auch Wartungsverträge für vollbiologische Kleinkläranlagen an, dann können Sie versuchen, ein Jahr kostenlose Wartung zu erhalten.
  • Möchten Sie gerne wissen, welche Erfahrungen andere Betreiber mit vollbiologischen Kleinkläranlagen beziehungsweise dem Kauf einer Kleinkläranlage gemacht haben? Tragen Sie Ihre Fragen in unser Kläranlagenforum ein, um eine Antwort zu erhalten!

Noch etwas zur Antragstellung: Einen Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis zu stellen, dauert in der Regel eine bis maximal zwei Stunden. Viele Hersteller und Installateure haben in der Antragstellung normalerweise mehr Routine und helfen Ihnen. Dazu müssen Sie alle nötigen Unterlagen zur Verfügung stellen, zum Beispiel Lagepläne, Flurkarten etc. Das ist normalerweise sowieso erforderlich. Ein solcher Service kostet dann oftmals 200 bis 400 Euro, es gibt aber auch Anbieter, die diesen Service deutlich günstiger oder sogar kostenlos anbieten. Überlegen Sie, wie viel Ihnen die Zeitersparnis wert ist.

5. Wo erhalte ich die Genehmigung für meine Kleinkläranlage?

Um eine Genehmigung für Ihre vollbiologische Kläranlage zu erhalten, ist in der Regel die Untere Wasserbehörde des Kreises Ihr Ansprechpartner. Die Ausnahme bildet das Bundesland Bayern. Hier kann der Antrag auch über sogenannte private Sachverständige erfolgen.

Die zuständige Behörde erteilt die Genehmigung, die als „wasserrechtliche Erlaubnis“ bezeichnet wird. Hiermit erhalten Sie die Erlaubnis, Ihre Kleinkläranlage zu betreiben. Das sind die Voraussetzungen zur Genehmigung:

  1. Sie brauchen eine Freistellung vom Anschluss- und Benutzungszwang Ihrer Gemeinde oder dem Wasserzweckverband. Gemeint ist damit eine schriftliche Bestätigung, dass Ihr Grundstück nicht an ein öffentliches Kanalnetz angeschlossen wird.
  2. Ebenfalls notwendig ist eine geeignete Möglichkeit, das gereinigte Abwasser in die Natur einzuleiten. Das kann zum Beispiel ein Vorfluter oder Bach sein. Auch eine Versickerung im Boden ist möglich. Die Untere Wasserbehörde kann Ihnen hier weiterhelfen, was bei Ihrem Grundstück möglich ist. Außerdem genehmigt sie die gewählte Methode der Entwässerung.

5.1. Zu den Begriffen: Gibt es Unterschiede zwischen einer biologischen und einer vollbiologischen Kleinkläranlage?

Nein, diese Begriffe bezeichnen das Gleiche. Je nachdem, mit wem Sie über Kleinkläranlagen sprechen, werden unterschiedliche Bezeichnungen verwendet. Im Grunde ist aber immer das gleiche gemeint, also ein Klärsystem für Gebäude, die nicht an ein öffentliches Kanalsystem angeschlossen werden. Die Reinigung erfolgt in allen zugelassenen Kleinkläranlagen über Bakterien. Und diese sind nun einmal biologische Systeme. Voller als biologisch ist eigentlich eine merkwürdige Idee, aber bei Begrifflichkeiten in der Klärbranche dennoch normal.
Wenn Sie also nach Preisen und Angeboten zu Kleinkläranlagen suchen, sind folgende Bezeichnungen möglich:

  • Hauskläranlage
  • Kleinkläranlage
  • biologische (Klein-)Kläranlage
  • vollbiologische (Klein-)Kläranlage
  • Bio-Kläranlage

FAQ - Häufig gestellte Fragen in Kürze

  • checkWas kostet eine Kleinkläranlage?

    Eine kleine Kläranlage als Komplettsystem für vier Einwohner kostet wenige Tausend Euro. Die Preise beginnen ab ca. 3.500 € bis 4.500 €. Nach oben hin gibt es kaum eine Grenze. Abhängig sind die Preise von der Größe der Anlage (also den maximalen Einwohnern), der verwendeten Technik und den Gegebenheiten vor Ort. Eine Nachrüstung einer vorhandenen Grube, die weiter verwendet werden kann, spart Geld. In diesem Fall wird nur der Nachrüstsatz benötigt. Die meisten Hersteller haben Komplettsysteme im Angebot, sodass die einzelnen Komponenten gut aufeinander abgestimmt arbeiten. Beachten Sie, dass in den meisten Fällen Tiefbauarbeiten nötig werden und diese im Angebot enthalten sein sollten.

  • checkWie hoch sind die Kosten der Nachrüstung für eine biologische Kläranlage?

    Aktuell muss man mit Kosten zwischen 2.000 und 4.000 Euro rechnen, abhängig vom genutzten System. Die Anschaffung und der Betrieb einer vollbiologischen Kleinkläranlage rentieren sich. Verglichen mit dem Anschluss an die Kanalisation und den damit verbundenen Abwassergebühren ist der Betrieb der eigenen Kläranlage günstiger. Er amortisiert sich in den meisten Fällen schon nach etwa acht bis zehn Jahren. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die ungefähren Preise je nach installiertem Klärsystem.

  • checkWie hoch sind die Betriebskosten einer vollbiologischen Kläranlage?

    Die Kosten betragen pro Jahr ca. 250 bis 500 Euro. Als groben Richtwert kann man ca. 60 bis 80 Euro pro Jahr und Einwohner anlegen, wenn alles in Ordnung ist. Wenn Störungen auftreten und Ersatzteile benötigt werden, steigen die Betriebskosten natürlich an. Pflanzenkläranlagen müssen nur einmal im Jahr gewartet werden. Dadurch sind die Wartungskosten geringer, teilweise sogar unter 150 Euro pro Jahr. Darüber hinaus verbrauchen sie bei der Verwendung einer Tauchpumpe nur geringen Strom, ansonsten gar keinen. Sie sind also die günstigste Lösung, was die Betriebskosten angeht.

  • checkWie bekommt man die Genehmigung für eine Kleinkläranlage?

    Um eine Genehmigung für Ihre vollbiologische Kläranlage zu erhalten, müssen Sie sich in der Regel an die Untere Wasserbehörde Ihres Landkreises wenden. Nur in Bayern kann der Antrag auch über sogenannte private Sachverständige erfolgen. Die zuständige Behörde erteilt die „wasserrechtliche Erlaubnis“, damit Sie Ihre Kleinkläranlage betreiben dürfen. Voraussetzung ist eine schriftliche Bestätigung, dass Ihr Grundstück nicht ans öffentliche Kanalnetz angeschlossen wird, die sogenannte Freistellung vom Anschluss- und Benutzungszwang. Außerdem muss eine geeignete Möglichkeit vorliegen, das Abwasser einzuleiten, zum Beispiel in einen Bach oder durch Versickerung im Boden.

Geschrieben von: Jascha Schmitz , 23. September 2021


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