Angebote für eine Kleinkläranlage einholen
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Was darf eine biologische Kläranlage kosten? Es ist ziemlich sich schwierig eine genaue Angabe zu den Kosten der Anschaffung für eine Kleinkläranlage zu machen. Denn der Kläranlagen-Preis hängt von sehr vielen Faktoren ab:
  • Für welches Kläranlagen-System entscheide mich?
  • Welche Klärbehälter möchte ich erwerben?
  • Wie groß muss die Anlage ausgelegt werden? 
  • Müssen örtliche Gegebenheiten beachtet werden (Installationsaufwand, Lieferentfernung, ...)? Ist genug Platz für einen Klärbehälter vorhanden? Wie hoch ist der Grundwasserstand? Wie ist die Bodenart und die Bodenverhältnisse?
  • Welche rechtliche Anforderungen stellt der Gesetzgeber für mein Grundstück (höhere Reinigungsklassen)
  • Möchte ich Zubehör erwerben (z.B. eine Fernüberwachung)?

1. Wie hoch sind die Anschaffungskosten einer vollbiologischen Kläranlage?

Grob kann man sagen, dass man eine kleine Kläranlage für 4 Personen schon für wenige Tausend Euro erwerben kann (ab 3.300 für eine 2-4 EW Anlage). Nach oben hin gibt es aber eigentlich kaum eine Grenze, je nach verwendeter Technik und Anzahl der Einwohner im Haus.

Die meisten Hersteller haben Komplettsysteme im Angebot, so dass die einzelnen Komponenten gut aufeinander abgestimmt arbeiten.

Selbstverständlich kann man auch die einzelnen Bestandteile von unterschiedlichen Herstellern beziehen. Dann muss man allerdings die Abstimmung selbst vornehmen oder einen unabhängigen Installateur beauftragen. Die letztere Methode hat sich als große Herausforderung erwiesen, weswegen die meisten auf ein Komplett-System eines Herstellers zurückgreifen. 

Hier noch ein paar Beispiele, wie sich die Preise von Kleinkläranlagen unterscheiden. 

Preise für Kleinkläranlagen als Komplettsystem
... bei Kleinkläranlagen mit Biofilmverfahren
FestbettTropfkörper
3.600 - 4.500 €4.400 - 5.700 €  
Pflanzenkläranlagen 
4.900 - 6.600 € 
freibewegliche Aufwuchskörpernbelüfteter Biofilter  
3.400 - 4.900 €3.850 - 4.900 €
BodenkörperfilterRotationstauchkörper (Scheibentauchkörper)
4.300 - 5.400 €3.600 - 5.300 €
... bei Kleinkläranalgen mit Belebungsverfahren
SBRMembranfiltration
3.200 - 4.500 €4.800 - 7.700 €
CBRSTBR
 4000 - 4800 €3000 - 3.900 €

2. Wie hoch sind die Kosten der Nachrüstung für eine biologische Kläranlage?

Bereits bis zum Jahr 2015 musste in Deutschland aktuelles EU-Recht zum Betrieb von Kläranlagen umgesetzt werden. Das bedeutete, dass insgesamt eine halbe Millionen Kläranlagen mit einer biologischen Reinigungsstufe nachgerüstet werden mussten.

Mit dem Formular oben auf der Seite können Sie unverbindlich Vergleichsangebote anfordern!

Es gibt aber immer noch Systeme, bei denen auch heute eine Nachrüstung erforderlich ist. Bei Neubauten wird das EU-Recht natürlich sofort wirksam, so dass nur noch vollbiologische Kleinklärsysteme genehmigt werden. Ein Einzelfällen müssen auch bereits vor Jahren nachgerüstete Kleinkläranlgen aufgrund eines Defekts ersetzt werden. 

Welche Kosten entstehen nun bei einer bio Kläranlage für den Betreiber? Die Nachrüstung geht leider ganz schön ins Geld. Realistischerweise muss man mit Kosten zwischen 2.000 und 4.000 EUR rechnen.

Bei allen Kosten, kommt jetzt die positive Nachricht. Die Anschaffung und der Betrieb einer vollbiologischen Kleinkläranlage rentiert sich. Verglichen mit dem Anschluss an die Kanalisation und den damit verbundenen Abwassergebühren, ist der Betrieb der eigenen Kläranlage günstiger und amortisiert sich daher. Meist schon nach 8 bis 10 Jahren.

Kosten der Nachrüstung bestehender Kläranlagen
... bei Kleinkläranalgen mit Biofilmverfahren
FestbettPflanzenkläranlagen
2.400 - 4.600 €4.100 - 5.400 €
freibewegliche Aufwuchskörpernbelüfteter Biofilter  
1.900 - 2.600 €2.850 - 3.600 €
BodenkörperfilterRotationstauchkörper (Scheibentauchkörper)
3.200 - 4.200 €2.400 - 2.800 €
... bei Kleinkläranalgen mit Belebungsverfahren
SBRMembranfiltration
2.200 - 2.800 €2.950 - 7.200 €
CBRSTBR
2.800 - 3.400 €2.100 - 2.600 €

2.1. So sparen Sie bei der Anschaffung:

Hier: Kostenloser Download des Merkblatts zum Ausdrucken

3. Wie hoch sind die Betriebskosten einer vollbiologischen Kläranlage?

Die Kosten, um eine vollbiologische Kläranlage in einwandfreiem Betrieb zu halten, umfassen die Wartung, die Schlammabfuhr und die Stromkosten. Auch hier variieren die Preise je nach Systemart, Anlagengröße und vielen weiteren Faktoren.

Grundsätzlich muss man aber mit 250 bis 500 EUR pro Jahr rechnen. Als groben Richtwert könnte man ca. 60 bis 80 Euro pro Jahr und Einwohner anlegen. Doch dieser Wert bezieht sich auf einen reibungslosen Betrieb.

Müssen Teile ersetzt werden oder kommt es zu Störungen und außerplanmäßigem Wartungsaufwand wird dieser Betrag natürlich überschritten. Pflanzenkläranlagen erzeugen sehr geringe laufende Kosten. Diese müssen nur einmal im Jahr gewartet werden und kosten dabei auch teilweise sogar unter 150 Euro. Darüber hinaus verbrauchen sie bei Verwendung einer Tauchpumpe nur geringen Strom, ansonsten gar keinen.

3.1. Tipps zum Sparen bei der Wartung der Kleinkläranlage

  1. Je öfter der Betreiber selbst eine sachkundige Kontrolle durchführt (im Unterschied zu einer fachkundigen Kontrolle durch die Wartungsfirma), desto eher können Betriebsstörungen festgestellt werden, bevor ein Schaden zum Totalausfall und hohe Kosten führt. Dazu gehört auch, darauf zu achten, dass keine Stoffe in das Abwasser gelangen, welche den Bakterien schaden und so die Reinigungsleistung verringern oder komplett stören.
  2. Lassen Sie sich die  Wartung von mehreren Firmen anbieten.
  3. Reparaturen werden teuer, wenn Ersatzteile schwer zugänglich sind und deren Preise hoch. Lassen Sie sich deshalb alle Einbauteile erklären und klären Sie, wie gut diese falls nötig repariert werden können (Die Kosten für Reparaturen erhöhen sich mit der Anzahl der technischen Komponenten: Pumpen, Tauchmotorbelüftern, Verdichtern, Magnetventilen und Schwimmerschaltern).
  4. Bei der Schlammabfuhr können Sie Geld sparen, falls eine bedarfsgerechte Abfuhr möglich ist. Dann sollte die Vorklärung größer gewählt werden. Damit werden die Abfuhrintervalle länger und Sie sparen je nach Unternehmen die zusätzlichen Anfahrtspauschale.
  5. Wie bei den Kosten der Anschaffung bereits erwähnt, kann auch für die Wartung ein Sammelvertrag für ortsnahe Kleinkläranlagen abgeschlossen werden.

4. Checkliste zu Angeboten für eine Kleinkläranlage

Checkliste für Ihre Bio-KläranlageVorab: Die Checkliste zur Prüfung der erhaltenen Angebote können Sie auch downloaden und ausdrucken. Wir haben das folgende PDF für Sie erstellt, welches die wichtigsten Punkte auflistet.

DOWNLAD: Checkliste - Angebote zur eigenen Biokläranlage prüfen

  • Fordern Sie Angebote von so vielen Herstellern wie möglich an. Es bestehen oftmals gravierende Preis- und Leistungsunterschiede.
  • Achten Sie bei den Angeboten für Bio-Kläranlagen auf Vollständigkeit. Hierzu gehören Frachtkosten, sowie Kosten für die Montage der Kläranlage.
  • Sind im Angebot die Tiefbauarbeiten enthalten? Wenn nicht, fragen Sie nach ob Ihr Anbieter Tiefbauunternehmen in Ihrer Nähe vermitteln kann, mit denen gute Erfahrungen gemacht wurden.

Das sollten Sie vom Anbieter der Kleinkläranlage erwarten können:

  1. Ein kostenloser Besuchstermin bei Ihnen zu Hause, um die Örtlichkeiten zur Erstellung der Bio-Kläranlage zu besichtigen.
  2. Kostenlose Erstellung der Antragsunterlagen oder zumindest Hilfestellung hierbei.
  3. Kontaktaufnahme des Anbieters zur Behörde, falls Sie nicht weiter wissen. Es wäre gut, wenn der Anbieter die Mitarbeiter Ihrer zuständigen Behörde kennt.

Nehmen Sie die interessantesten Angebote und prüfen Sie folgende Punkte.

  • Fragen Sie nach den laufenden Kosten, die für das angebotene Klärsystem entstehen - Wartung, Stromverbrauch, Ersatzteile, Entleerung.
  • Einige Anbieter erledigen für Sie kostenlos die Antragstellung und treten mit der Behörde in Kontakt. Das spart viel Zeit und Nerven - fragen Sie nach, ob dieser Service für Sie kostenlos ist.
  • Erkundigen Sie sich, wie viel Rabatt Sie auf die Hauskläranlagen erhalten (nicht ob, sondern wie viel Rabatt ist die Frage!) - erwähnen Sie hierbei, dass Sie noch Angebote anderer Firmen in die engere Auswahl genommen haben. Fragen Sie danach bei den anderen Anbietern nach den gewährten Prozenten. Sobald Sie bei den günstigen Anbietern angekommen sind, erwähnen Sie nur noch die Prozente der anderen Firmen und nicht mehr die Preise.
    Seien Sie beim Verhandeln immer fair und freundlich! In den letzten Jahren hat der Preiskampf bei Hauskläranlagen stark zugenommen. Erwarten Sie daher nicht zu viel!
  • Bei einem späteren Gespräch mit dem Anbieter fragen Sie nach einer Verlängerung der Garantiezeit auf zum Beispiel 3 Jahre. Erwähnen Sie, dass Sie sich zwischen zwei oder drei Anbietern noch nicht entscheiden können, und Ihnen die Garantiezeit noch ein wichtiger Faktor ist.

Macht Ihr Anbieter Zugeständnisse, gewährt er Rabatte, oder längere Garantiezeiten?

Lassen Sie sich diese Änderungen schriftlich - also ein überarbeitetes Angebot - zusenden!

Notieren Sie sich bei jedem Gespräch mit einem Anbieter...

  1. mit wem Sie gesprochen haben
  2. wann das Gespräch stattfand (Datum und Uhrzeit)
  3. wichtige Fakten des Gesprächs, zum Beispiel einen Rabatt

5. Sparen bei der Auftragsvergabe für vollbiologische Kläranlagen

  • Wenn Sie den Auftrag vergeben, versuchen Sie weiter zu sparen, indem Sie Skonto aushandeln. Zum Beispiel: "Ich würde Ihnen gerne den Auftrag erteilen, wenn Sie mir 3% Skonto bei Barzahlung bzw. Scheckzahlung am Einbaudatum gewähren."
  • Sind Sie bereit, einen Teilbetrag sogar im Voraus zu zahlen, lassen sich wahrscheinlich höhrere Prozente aushandeln!
  • Bietet Ihre Einbaufirma auch Wartungsverträge für vollbiologische Kleinkläranlagen an, dann sollten Sie versuchen ein Jahr kostenlose Wartung zu erhalten.
  • Möchten Sie gerne wissen, welche Erfahrungen andere Betreiber mit vollbiologischen Kleinkläranlagen bzw. dem Kauf einer Kleinkläranlage gemacht haben? Tragen Sie Ihre Fragen in unser Kläranlagen-Forum ein, um eine Antwort zu erhalten!

5.1. Noch etwas zur Antragstellung!

Einen Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis zu stellen dauert in der Regel eine bis maximal zwei Stunden.

Viele Hersteller und Installateure haben in der Antragstellung normalerweise mehr Routine und helfen wenn Sie alle nötigen Unterlagen, wie zum Beispiel Lagepläne, Flurkarten, usw. zur Verfügung stellen, was normalerweise sowieso erforderlich ist. Allerdings kostet solch ein Service für Biokläranlagen oftmals 200 bis 400 Euro.

6. Wo erhalte ich die Genehmigung für die Kleinkläranlage?

Um eine Genehmigung für Ihre vollbiologische Kläranlage zu erhalten, ist in der Regel die Untere Wasserbehörde des Kreises / Landkreises Ihr richtiger Ansprechpartner. Die Ausnahme bildet das Bundesland Bayern, da der Antrag hier auch über sogenannte private Sachverständige erfolgen kann.

Die zuständige Behörde erteilt jeweils die Genehmigung, welche als "wasserrechtliche Erlaubnis" bezeichnet wird. Hiermit erhalten Sie die Erlaubnis Ihre Kleinkläranlage zu betreiben. Voraussetzungen zur Genehmigung ist:

  1. Eine Freistellung vom Anschluss- und Benutzungszwang (von der Gemeinde oder dem Zweckverband). Gemeint ist eine schriftliche Zusage, dass Ihr Grundstück nicht an ein öffentliches Kanalnetz angeschlossen wird.
  2. Eine geeignete Möglichkeit das gereinigte Abwasser einzuleiten z.B. in einen Vorfluter / Bach oder eine Versickerung im Boden.
    Die Untere Wasserbehörde kann Ihnen hier weiterhelfen, was bei Ihrem Grundstück möglich ist und genehmigt außerdem diese Methode der Entwässerung.

6.1. Sind eine biologische und vollbiologische Kleinkläranlage das gleiche?

Ja das ist der Fall. Je nachdem, mit wem Sie über Kleinkläranlagen sprechen, werden unterschiedliche Bezeichnungen verwendet. Im Grunde ist aber immer das gleichte gemeint, also ein System für Gebäude, welche nicht an einem öffentlichen Kanalsystem angeschlossen sind.

Die Reinigung erfolgt in den Kleinkläranlagen über Bakterien - und diese sind nun einmal biologische Systeme. Voller als biologisch ist eigentlich eine merkwürdige Idee, aber in der Klärbranche dennoch normal.

Wenn Sie also nach Preisen zu Kleinkläranlagen suchen, sind folgende Bezeichnungen möglich:

  • Hauskläranlage
  • biologische oder vollbiologische Kläranlage - oder Kleinkläranlage
  • Bio-Kläranlage

FAQ - Häufig gestellte Fragen in Kürze

  • checkWas kostet eine Kleinkläranlage?

    Eine kleine Kleinkläranlage als Komplettsystem für 4 Einwohner kostet wenige Tausend Euro. Die Preise beginnen ab ca. 3.500€ bis 4.500€, nach oben hin gibt es aber eigentlich kaum eine Grenze. Abhängig sind die Preise von der Größe der Anlage, also den maximalen Einwohnern und der verwendeten Technik. Eine Nachrüstung einer vorhandenen Grube, welche weiter verwendet werden kann spart Geld, da nur der Rüstsatz benötigt wird. Die meisten Hersteller haben Komplettsysteme im Angebot, so dass die einzelnen Komponenten gut aufeinander abgestimmt arbeiten.

  • checkWie hoch sind die Kosten der Nachrüstung für eine biologische Kläranlage?

    Aktuell muss man mit Kosten zwischen 2.000 und 4.000 EUR rechnen abhängig vom genutzten System. Die Anschaffung und der Betrieb einer vollbiologischen Kleinkläranlage rentiert sich. Verglichen mit dem Anschluss an die Kanalisation und den damit verbundenen Abwassergebühren, ist der Betrieb der eigenen Kläranlage günstiger und amortisiert sich daher meist schon nach 8 bis 10 Jahren. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die ungefähren Preise je nach installiertem Klärsystem.

  • checkWie hoch sind die Betriebskosten einer vollbiologischen Kläranlage?

    Die Kosten pro Jahr betragen ca. 250 bis 500 EUR. Als groben Richtwert könnte man ca. 60 bis 80 Euro pro Jahr und Einwohner anlegen (höher, wenn Störungen auftreten & Ersatzteile benötigt werden. Pflanzenkläranlagen müssen nur einmal im Jahr gewartet werden womit die Wartungskosten geringer sind (teilweise sogar unter 150 Euro). Darüber hinaus verbrauchen sie bei Verwendung einer Tauchpumpe nur geringen Strom, ansonsten gar keinen. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, bei den Wartungskosten zu sparen.

  • checkWer genehmigt Ihre Kleinkläranlage?

    Um eine Genehmigung für Ihre vollbiologische Kläranlage zu erhalten, ist in der Regel die Untere Wasserbehörde des Kreises / Landkreises Ihr richtiger Ansprechpartner. Die Ausnahme bildet das Bundesland Bayern, da der Antrag hier auch über sogenannte private Sachverständige erfolgen kann. Die zuständige Behörde erteilt jeweils die 'wasserrechtliche Erlaubnis', damit Sie Ihre Kleinkläranlage betreiben dürfen.

Geschrieben von: Jascha Schmitz , 15. September 2020


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