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Standort der geplanten Anlage
Natürlich existieren auf diesen Grundstücken schon bisher private Kläranlagen und -gruben, aber keine "vollbiologischen". So haben im Donau-Ries-Kreis circa 400 betroffene Hausbesitzer ein Informationsschreiben des Landratsamts bekommen, in dem ihnen genau das mitgeteilt wurde, denn die Bezuschussung für den Einbau solcher Anlagen endet 2008. Im Donauwörther Stadtteil Nordheim beispielsweise gibt es Häuser, die nicht an die örtliche Kläranlage angeschlossen sind. Dort wurden kürzlich vollbiologische Anlagen in zwei Grundstücke in der Rainer Straße eingebaut. Vorteil der neuen Anlagen sei unter anderem, dass die Grundwasser-Verschmutzung um bis zu 96 Prozent gestoppt werde, so Udo Schiemann, Fachberater einer der Firmen, die die Kleinkläranlagen verkaufen und einbauen. Bewährt habe sie sich schon, da keine Schlammrückführung nötig sei. Dank kompakter Bauweise und einfacher Funktionsabläufe seien Bau- und Betriebskosten minimiert worden. "Als regionaler Anbieter tragen wir als Firma auch eine gewisse Verantwortung. Deshalb stellen wir eine einfache und zuverlässige Anlage zur Verfügung, um unsere Kunden zufriedenzustellen", so Schiemann. Die Funktionsweise der Kläranlagen - das "Wirbel-Schwebebett-Biofilmverfahren" - wurde in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden entwickelt. Die reinigenden Mikroorganismen siedeln sich dem Unternehmen zufolge als dünner "Biofilm" auf kleinen Kunststoffteilchen an, die unter der Wasseroberfläche schweben. Alle fünf bis zehn Minuten wirbeln diese Teilchen durch Einblasen von Sauerstoff durch das Abwasser. Die Wirkmechanismen der Reinigungsleistung eines Bachs hätten so auf das Miniklärwerk übertragen werden können. Damit werde eine hohe Reinigungsleistung erzielt, das System komme ganz ohne Stromzuführung aus. Die Kosten tragen die Eigentümer Rund 12 000 bis 15 000 Euro kostet so eine Anlage inklusive Einbau. Dieses Geld müssen die Betroffenen selbst aufbringen. Etwa 2800 Euro bekommen sie durch Zuschüsse mindestens zurückerstattet, wenn die Anlage ordnungsgemäß läuft. Die Anwohner in Nordheim sind nicht unbedingt glücklich darüber, diesen Umbau vornehmen zu müssen. Sie hätten es wie Günther Basmann lieber gesehen, an das städtische Klärwerk angeschlossen zu werden. Aber auch die Kosten hierfür müssten selbst getragen werden, so Helmut Strassner vom Landratsamt. Basmann meinte: "Die alte Kläranlage hat tadellos funktioniert. Ich bin eigentlich sehr unglücklich über die Situation." Natürlich könnten weder die Stadt noch der Freistaat Bayern etwas an der Sachlage ändern und den Aspekt des Umweltschutzes begrüße er auch, aber es sei "teilweise finanziell untragbar, sein Haus an eine solche Anlage anschließen zu müssen."Quelle: Augsburger Allgemeine 24.07.07