Seit Januar 2005 gelten verschiedene Reinigungsklassen, die unterschiedliche Wartungshäufigkeiten erfordern:

  • C für Kohlenstoffabbau Wartung 2x pro Jahr
  • N für Nitrifikation Wartung 2x pro Jahr
  • D für Denitrifikation Wartung 2x pro Jahr
  • +P für zusätzliche Phosphateliminierung Wartung 3x pro Jahr
  • +H für zusätzliche Hygienisierung Wartung 3x pro Jahr

Fast alle bis zu diesem Datum eingebauten Kleinkläranlagen müssen mindestens 2x pro Jahr gewartet werden. Meist wird bei Kleinkläranlagen lediglich die Reinigungsklasse C gefordert. Nur in bestimmten Fällen, in denen besondere Maßnahmen zum Schutz der Gewässer erforderlich sind, können weitergehende Reinigungsanforderungen gestellt werden. Bei Anlagen für Kohlenstoffabbau ist bei jeder Wartung nur noch der CSB im Ablauf der Kläranlage zu messen.
Bei Anlagen mit Nitrifikation ist zusätzlich NH4-N und bei Anlagen mit Denitrifizierung der N-anorg. zu messen. Bei der Phosphoreliminierung und der Hygienisierung kommen noch weitere Parameter hinzu.

Die neuen Wartungsregeln gelten seit Januar 2005.

Neuzulassungen beinhalten bereits diese neuen Regeln. Damit werden bei der Wartung von Kleinkläranlagen die Kosten reduziert. Möglich wurde diese neue Regelung durch die Europanorm EN 12566 T3 die neue Festlegungen hinsichtlich der Betriebssicherheit ausweist. Hier heißt es: "Die Anlagen müssen mit einer Alarmvorrichtung ausgestattet sein, die Betriebsstörungen (beispielsweise elektrisches, mechanisches oder hydraulisches Versagen) anzeigt. Der Hersteller muss angeben, welche Art von Versagen durch die Alarmgebung nachgewiesen wird."

Bei der Absetzprobe wird gemessen, wieviele Schwebstoffe in der Abwasserprobe sich innerhalb einer bestimmten Zeit am Boden eines Gefäßes absetzen. Die Menge dieser abgesetzten Stoffe wird nach 30 Minten in dem Verwendeten Imhoff-Trichter abgelesen.

Bedeutet, daß ein Klärbehälter aus einem Stück (plus Konus der oben aufgesetzt wird) gefertigt / gegossen ist. Es müssen keine Ringe mehr vermörtelt werden.

Vorteile sind außerdem das geringe Einbau- und Transportgewicht, 100% Dichtigkeit und eine extrem lange Lebensdauer (mehrere 100 Jahre).

Nachteil die normalerweise höheren Preise im Vergleich zur Ringbauweise.

Falls das Haus des Kläranlagenbetreibers unter der Stelle liegt, in welche das Abwasser eingeleitet werden soll (z.B. ein Fluss oder Vorfluter), so muss das Abwasser mittels einer Pumpe angehoben werden.

Das normale Verfahren des freien Gefälles funktioniert hier also nicht - es wird durch diese Abwasserhebeanlage technisch nachgeholfen.

Falls Sie bereits ein Dreikammersystem besitzen, so kann dieses mit Hilfe eines Nachrüstsatzes in eine vollbiologische Kleinkläranlage umgebaut werden. Dies spart Geld für einen neuen Behälter. Diese Nachrüstsätze machen aus Ihrer Sammelgrube bzw. Ausfaulgrube eine vollbiologische Kleinkläranlage.

Rüstsätze werden häufig für das SBR-System oder Festbettverfahren angeboten.

Falls das Grundwasser so hoch ist, daß der Klärbehälter zum Teil darin versetzt wäre, so könnte es passieren, daß der Klärbehälter, trotz seines enormen Gewichtes, nach oben, aus dem Boder herausgedrückt würde (Ähnlich wie ein Korken, der sich selber aus dem Wasser drückt und oben aufschwimmt). Um dies zu verhindern werden die Behälter mit einer breiteren Kante am Behälterboden versehen, so daß sich dieser sozusagen im Boden "festhakt". Diese wird als Auftriebsicherung bezeichnet.
Neuere Kläranlagen verfügen meist über eine Netzausfallerkennung. Es handelt sich dabei um ein Akku oder Batterie versorgtes Bauteil, welches bei Stromausfall oder Unterbrechung der Stromzuteilung Alarm auslöst. Unter anderem diesem Bauteil ist es zu verdanken, dass Kleinkläranlagen, deren Zulassung von 2005 oder später ist, nur zweimal jährlich gewartet werden müssen.
Es wird gemessen, wieviel Sauerstoff die im Abwasser vorhandenen Bakterien innerhalb von 5 Tagen verbrauchen. Ist der Wert hoch, verbrauchen die Bakterien viel Sauerstoff und das Abwasser ist noch nicht sehr gut geklärt worden. Der obere Grenzwert liegt in Deutschland bei 40mg/l.

Der pH-Wert ist der negative dekadische Logarithmus der H+ Ionen- Konzentration.

Oder verständlich: Er gibt den säure- oder basengehalt des Abwassers an. Scharfe Waschmittel können diesen Wert beeinflussen. Neutrales Wasser hat einen PH-Wert von 7,0.

Die biologische Abwasserreinigung durch Mikroorganismen muss zumeist im Bereich PH 6-8 erfolgen. Wenn dieser Bereichnicht eingehalten wird, stellen die Bakterien Ihre Arbeit ein oder sterben.

Deshalb ist bei den verschiedenen Stufen des Abbauprozessen darauf zu achten, dass der richtige PH-Wert im Abwasser vorhanden ist. Bestimmte Wachmittel oder fast alle WC-Steine beeinflussen den PH-Wert sehr negativ und sollten nicht verwendet werden.

Der pH-Wert kann auch selber mit handelsüblichem Indikatorpapier und deren Farbverlauf gemessen werden.

Es wird gemessen, wieviel Sauerstoff die chemischen Faulungs-/Reinigungsprozesse im Abwasser verbrauchen. Hohe Werte, also ein hoher Verbrauch an Sauerstoff bedeuten, daß das Abwasser noch nicht sehr gut geklärt wurde. Der obere Grenzwert liegt in Deutschland bei 150mg/l.
Betonbehälter die aus mehreren Betonringen zusammengesetz werden. mehr Informationen

Der Imhoff-Trichter ist das Gefäß, in welchem im Labor die absetzbaren Stoffe der Abwasserprobe gemessen werden.

Das folgende Bild zeigt solche Trichter:

Die Raktionskammer ist der Teil einer vollbiologischen Kleinkläranlage (normalerweise als zweite Kammer), in welchem die eigentliche Reinigung stattfindet. Dies geschieht z.B. durch ein istalliertes Festbett, einen SBR Reaktor oder eine Filtermembran.
(bzw. Vorklärschlamm) Gemeint ist der Schlamm, der sich in der Vorklärung absetzt. Er enthält meist auch größere Teilchen von Fäkalien, Gemüse, Obst, Textilien, Papier... Der Klärschlamm wird heute meist bedarfsgerecht geleert. Oft bestimmt die Wartungsfirma, wann abgefahren wird. Zur Leerung wird ein Entsorgungsunternehmen beauftragt, das dann die fachgerechte Entsorgung schriftlich bestätigt.
Die Vorklärung ist die erste Klär-Kammer, in welche das Abwasser gelangt (manchmal auch ein kompletter Behälter). Hier setzen sich die Feststoffe als Klärschlamm ab. Außerdem erfolgt eine erste Reinigung des Abwassers durch Faulungsprozesse.

Filteranlagen bei Filtern mit einer Porengröße > 0,1 µm werden gewöhnlich als Mikrofiltration bezeichnet wird.

Von Ultrafiltration spricht man, wenn die Porengröße des Filters noch feiner (um den Faktor 10) ist.

Dies ist ein rein physikalisches (mechanisches) Membrantrennverfahren. Die Verfahren trennen nach dem Prinzip des mechanischen Größenausschlusses (Filtrationsprinzip), d.h. alle Inhaltsstoffe im Abwasser, die größer als die Membranporen sind, werden von der Membran zurückgehalten. Der Werkstoff der Filterfläche kann je nach Anwendungsfall aus Edelstahl, Kunststoff oder textilem Gewebe bestehen.

Mehr Infos zur Membranfiltration / Mikrofiltration

Auf der aktuellen Seite erhalten Sie Fachinformationen über die wichtigsten Analysewerte für die vollbiologische Kleinkläranlage, welche im Labor ermittelt werden. CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf) Es wird g

Das SBR-Verfahren ist das neuste Reinigungsverfahren in Bereich Kleinkläranlagen. Entgegen der meisten anderen Verfahren bei denen drei Reinigungsschritte benötigt werden (Vorklärung / biologische Reinigung / N