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Können die Anschaffungskosten einer vollbiologischen Kleinkläranlage von der Steuer abgesetzt werden?

Die Kosten, die beim Erwerb einer Kleinkläranlage enstehen, kann man prinzipiell nicht von der Steuer absetzen. Aber wie die nächste Überschrift schon anzeigt, gibt es - wie so oft - eine Ausnahme von der Regel.

Die Idee der Steuerabsetzung ist nicht so abwegig. Denn es handelt sich ja schließlich um eine "außergewöhnliche Belastung" oder eine Art "Sonderausgabe". Doch dies leider nur im Gefühl des Hausbesitzers und nicht steuerrechtlich gesehen. Gegen diesen Umstand hat ein Hauseigentümer geklagt, aber leider hat das Finanzgericht Münster dem Finanzamt Recht gegeben. Die Begründung des Gerichts liegt in der Vermögensumschichtung. Mit anderen Worten: für die Installation einer Kläranlage erhält der Bürger einen Gegenwert. Zum Beispiel steigt der Wert der Immobilie und dies macht sich im Wiederverkaufswert bemerkbar. Weiter wurde begründet, dass die Installation einer Kleinkläranlage nicht als "außergewöhnlich" zu werten ist, da es sich um eine gesetzliche Verpflichtung handele.

1. Die Ausnahme von der Regel - Kleinkläranlagen doch steuerlich geltend machen

Die Anschaffungskosten können abgesetzt werden, wenn die Immobilie Erträge abwirft. Dies trifft zum Beispiel zu, wenn das Haus oder Teile davon vermietet werden. So können die Kosten der Anschaffung über mehrere Jahre hinweg abgeschrieben werden. Handelt es sich um eine Nachrüstung finden Sie weitere Informationen in den Erklärungen weiter unten auf dieser Seite bei "Die Ausnahme von der Regel".

1.1. Anschaffungskosten - Umlage auf Mieter?

Die Kosten für die Installation und die jährliche Abschreibung lassen sich nicht auf die Mieter umlegen. Dafür zahlen sie ja bereits Miete.

2. Können die Betriebskosten einer Kläranlage steuerlich geltend gemacht werden?

Die Antwort auf diese Frage geht auch aus dem bereits erwähnten Urteil des Finanzgerichts Münster hervor. Auch hier haben die Richter entschieden, dass der Betrieb und die daraus entstehenden Kosten nicht "außergewöhnlich" seien und darum nicht abgesetzt werden dürfen. Wer sich für ein Haus oder ein Grundstück außerhalb des Anschlussgebiets an kommunale Kläranlagen entscheidet, trifft diese Entscheidung freiwillig und muss daher auch die Kosten des Unterhalts - auch die darin enthaltenen Steuern - selbst tragen. 

Als kleiner Lichtblick: wer eine Kleinkläranlage besitzt, spart sich wenigstens die Abwassergebühren.

2.1. Betreibskosten abschreiben - Die Ausnahme von der Regel

Ein kleiner Teil der Betriebskosten kann steuerlich geltend gemacht werden - und das unter Zuhilfenahme eines anderen Steuergesetzes, dem Einkommenssteuergesetz. Für Handwerkerleistungen in privaten Haushalten (Renovierung, Erhaltung und Modernisierung) kann nach § 35a Abs. 2 Satz 2 EStG eine Ermäßigung der Einkommenssteuer um 20% in Anspruch genommen werden. Dies betrifft die Arbeitskosten, die für eine Nachrüstung, Sanierung, Wartung oder Kontrolle an Ihrer Kleinkläranlage anfallen, aber keine Materialkosten.

2.2. Betriebskosten - Umlage auf Mieter?

Die Kosten, die durch den Betrieb einer Kläranlage entstehen - also bspw. die Wartungskosten -, können prinzipiell schon auf die Mieter abgewälzt werden. Allerdings muss dies im Mietvertrag oder den Nebenkosten ausgewiesen werden. Des Weiteren müssen die Arbeiten von einem Fremdunternehmen durchgeführt und mit einer Rechnung nachgewiesen werden. Erledigt der Vermieter die Wartung oder sogar tatsächlich die Schlammabfuhr in Eigenleistung, darf er keine Kosten auf die Mieter umlegen.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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