{autotoc addNumbering=false|addNumberingToc=false}Die Bodenkörperfilteranlage wird zur Behandlung von häuslichem Abwasser eingesetzt. Dieses gelangt zunächst in eine Mehrkammerausfaulgrube.
Hier werden feste Abwasserbestandteile entfernt und im Volumen reduziert. Die  nachfolgende Bodenkörperfilteranlage  (BKF)  besteht  aus mehreren,
übereinandergeordneten Filtertassen. Jede Tasse beinhaltet eine spezielle unverrottbare  Filterschicht,  bei Betriebsunterbrechungen  verhindert  eine
feuchtigkeitsspeichernde Zusatzschicht  über  längere Zeiträume  ein Austrocknen. Der Boden der Tasse ist aus durchlässigem Beton.

0.1. Ohne Fremdenergie

Auf der obersten Filtertasse ist eine verstopfungssichere Verteileinrichtung angebracht, die von der hydraulischen Kraft des Wassers angetrieben wird.
Diese sogenannte Verteilerwippe - robust mit wartungsfreier Lagerung - ist das einzige mechanische Anbauteil der Anlage Durch den  ,,kaskadenarti-
gen“ Durchfluß siedeln sich im Tassenfüllmaterial unterschiedliche Mikroorganismenkulturen an. Diese ermöglichen bei einem nur einmaligen Durchlauf
- auch bei schwankenden Abwasserzuflüssen - einen Abbau der organischen Verschmutzung  soweit, daß der Ablauf  versickert  oder  in  einen Vorfluter
eingeleitet werden kann.

0.2. Niedriger Wartungsaufwand

Es genügt den Bodenkörperfilterschacht zweimal pro Jahr zu warten (gemäß allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung Absatz Nr. 4.4). Durch  den Abschluß  eines Wartungsauftrages werden  die  notwendigen Arbeiten  fachgerecht,  kostengünstig  und  schnell  erbracht,  sowie die Ablaufwerte ermittelt.

0.3. Minimale Betriebskosten

Die Zeiträume zwischen den einzelnen Entsorgungsintervallen für die Klärschlammabfuhr sind lang, da im biologischen Teil kein zusätzlicher Schlamm anfällt und das Speichervolumen für den Fäkalschlamm großzügig dimensioniert ist. Dadurch ergeben sich neben geringem Wartungsaufwand nur wenig zusätzliche Kosten und damit insgesamt niedrige Betriebskosten. (Keine Stromkosten, keine Wiederbeschaffungskosten von Pumpen oder Verdichtern)

0.4. Hohe Betriebssicherheit

Auch bei schwankenden Zuflüssen oder z. B.  längerem Betriebsstillstand erreicht der Bodenkörperfilter  innerhalb  kürzester Zeit  seine  volle Reini-
gungsleistung. Dies gewährleistet die hohe Pufferwirkung der biologischen Stufe und die robuste Ausführung ohne Maschinentechnik. Lärm, Mückenplagen, bzw. Geruchsbelästigungen werden durch geschlossene unterirdische Bauweise und gezielte Entlüftung, ausgeschlossen. Eine schnelle Anlagenerstellung ist durch werkmäßig vormontierte Anlagenteile gewährleistet. Die Betonbehälter sind nach DIN 4034 Teil 2, aus güteüberwachten Beton C35/45 (wu) in überwiegend fugenlosen Fertigteilen hergestellt.

0.5. Renommiertes Verfahren

In  langjähriger Praxis hat sich der Bodenkörperfilter bei vielen Anwendungen bewährt, zahlreiche Untersuchungen haben das  immer wieder bestätigt:  z.B.  stellte der  Lehrstuhl  und Prüfamt  für Wassergütewirtschaft  und Gesundheitsingenieurwesen an der TU München unter Leitung von Prof. Dr. Ing. Bischofsberger schon 1988 fest daß: ,,die errechneten Mittelwerte der Abbaukonzentration ... noch deutlich unter den Angaben des Herstellers liegen“. Bei ordnungsgemäßem Betrieb werden die Ablaufkonzentrationen  nach Ablaufklasse „N“ nicht nur sicher eingehalten, sondern je nach Auslastung weit unterschritten. Durch neuere wissenschaftliche Untersuchungen wurde die Leistungsfähigkeit des Bodenkörperfilters mehrmals bestätigt.

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Lauterbach-Kießling GmbH
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