Nach einer nicht bestandenen Dichtigkeitsprüfung entstehen mitunter hohe Kosten für die Rohrsanierung. Bleibe ich auf den Kosten sitzen?

0.1. Springt bei der Kanalsanierung meine Versicherung ein?

Gemeinhin sind Rohrbrüche über einige Gebäudeversicherungen abgesichert. Wird eine Undichtigkeit festgestellt und muss beseitigt werden, stellen sich trotzdem viele Versicherungen quer. Jennefer Fricke vom Bund der Versicherten, erklärte in der Financial Times Deutschland: "Wer glaubt, dass im Sanierungsfall die Wohngebäudeversicherung einspringt, kann eine böse Überraschung erleben. Bei der Gebäudeversicherung sind nur Rohrbrüche versichert." Darunter fallen leider nicht undichte Rohre, Rohrverbindungen, Dichtungsmaterialien oder Wurzeleinwuchs. "In diesen Fällen bleibt der Eigentümer auf den Kosten sitzen." Manche Versicherung akzeptiert mittlerweile eine Einbindung des Rohrsystems in die Versicherungspolice nach einer bestandenen Dichtheitsprüfung. Allerdings darf der Nachweis nicht älter als 5 Jahre sein.

0.2. Was kostet eine Rohrsanierung?

Das hängt ganz davon ab, ob eine Sanierung überhaupt möglich ist. Kleinere Schäden lassen sich gewiss ausbessern, bei großen Beeinträchtigungen hilft leider nur noch eine Erneuerung, welche richtig teuer wird. Aber selbst eine Ausbesserung der Rohre kann schon mehrere Tausend Euro kosten. Abhängig ist die Gesamtrechnung logischerweise vom Aufwand und der Länge der zu reparierenden Leitung. Privateigentümer dürfen 20% des Arbeitskostenanteils bei einem Höchstbetrag von bis zu 1.200 EUR absetzen.