Auf was muss geachtet werden wenn eine Kleinkläranlage betrieben wird und das Trink- Brunnenwasser über eine Wasserenthärtungsanlage aufbereite wird? Ab 2016 muss jede Kleinkläranlage in Europa vollbiologisch betrieben werden, umso wichtiger ist hierbei zu beachten, das dass Abwasser / Regenerierwasser aus Wasserenthärtungsanlagen nicht in die Kleinkläranlage eingeleitet werden darf.

1. Warum schadet das Abwasser aus Enthärtungsanlagen meiner Kleinkläranlage?

Der Regenerationsprozess / Reinigungsprozess der Wasserenthärtungsanlage erfolgt über eine sich im Solebehälter gebildete gelöste gesättigte Salzsole welche aus Regeneriersalztabletten gewonnen wird. Die Salzkonzentration ist so hoch, das damit die vom Enthärterharz aufgenommenen Kalziumkarbonate während der Regeneration abgelöst und ausgespült werden. Gelangt nun dieses Abwasser in die Kleinkläranlage so zerstört es die Biologie und die Kleinkläranlage arbeitet nicht mehr richtig und stellt ihre Funktion ein.

1.1. Was muss ich tun wenn ich dennoch mein Trink- und Brauchwasser mittels Wasserenthärtung aufbereiten will und kleine öffentliche Einleitung von Abwässern möglich ist?

Hier muss für eine separate Entsorgung vom Abwasser aus der Wasserenthärtung gesorgt werden, dieses kochkonzentrierte Abwasser was lediglich Salzfracht und Kalkfracht enthält kann durch verdünnen um den fünffachen Wert über eine Sickergrube abgeleitet werden.

1.2. Warum kann ich das um den fünffachen Wert stark verdünnte Abwasser nicht in die Kleinkläranlage einleiten?

Dieses Abwasser würde die sehr empfindliche Biologie immer noch schädigen.

1.3. Auf was sollte bei der Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage aus Betreibersicht für ein Einfamilien- oder Mehrfamilienhaus bei Betrieb einer Kleinkläranlage geachtet werden?

Die Entwicklung hat hier gewaltige Fortschritte gemacht. Wichtig ist, dass die Wasser-Enthärtungsanlage richtig ausgelegt wird. Bei richtiger Auslegung der Enthärtungsanlage mit Sparbesalzung fällt bei der Regeneration weniger Abwasser an. Durch das so genannte Gegenstromverfahren wird das Wasser in der Entkalkungsanlage von unten nach oben geführt, hierbei wird eine bessere Harzausnutzung erzielt wie beim herkömmlichen Gleichstromverfahren wo das Wasser von oben nach unten über das Harzbett geführt wird. Durch dieses Verfahren sind bis zu 50% Regeneriersalz pro Regeneration einzusparen. Beim Kauf eines Wasserenthärters ist unbedingt darauf zu achten das hier eine echtes Gegenstromsteuerventil verbaut wird. Bei vielen herkömmlichen Enthärtern wird den Kunden jedoch nur die Sparbesalzung in Form einer verringerten Kapazitätsangabe vorgegaukelt.

1.4. An wen kann man sich für die richtige Beratung, Auslegung wenden?

Kadotec.de baut zunächst alle Anlagen Auftragsbezogen in Deutschland genau nach Auslegung und ihren Wünschen. Also keine Anlagen aus China oder Importware. Hier können sie ihr Anliegen genau vortragen und werden kompetent beraten. Die Spezialisten bei Kadotec Wassertechnik kennen die Problematik. Für den Notfall hilft ihnen der werkseigene bundesweite Kundendienst.