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Planen Sie Ihre Regenwassernutzung und fragen sich, welche Pumpe nun die richtige Wahl ist? Hier erfahren Sie die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Pumpen.

Generell sind Pumpen ja dafür da, das Wasser aus der Zisterne in den Garten oder ins Haus zu befördern. Dafür sind separate Rohrleitungen nötig, da es ja nur für Toiletten / Waschmaschine und Garten benutzt wird, aber nicht als Trinkwasser!

Welche Pumpe sollte man nun aber verwenden. Unterscheiden kann man:

  • trocken aufgestellten Pumpen
  • und Tauchdruckpumpen (Unterwasserpumpen).

Hier die Übersicht.

1. Saugpumpe

  • Aufstellung frostsicher außerhalb der Zisterne (Keller / Schuppen)
  • Entfernung maximal 8 Höhenmeter

Als Saugpumpe gibt es die einfache Gartenwasserpumpe oder aber ein Hauswasserwerk mit eingebauter automatischer Trinkwassernachspeisung. Damit kann das Regenwasser in Garten und auch im Haus genutzt werden. Diese Art Pumpe saugt über ein Rohr das Wasser aus der Zisterne und pumpt es dann über die Brauchwasserleitung zu den Verbrauchsstellen.

Diese trocken aufgestellten Pumpen werden als Teil des Hauswasserwerks also meist da verwendet, wo ein Keller vorhanden ist (Hausanschlussraum).

1.0.1. Tauchdruckpumpe

  • Bei großen Höhenunterschieden ist eine Tauchpumpe vorzuziehen.
  • Tauchdruckpumpen sind in der Zisterne im Wasser.
  • Platzsparend, da kein externer Aufstellungsort nötig ist (wenn z.B. kein Keller da ist).
  • keine wahrnehmbare Lärmemission

Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie eine Tauchdruckpumpe benötigen. Es gibt nämlich auch die Bezeichnung “Tauchpumpe”. Diese sind aber zu schwach, um das Wasser in die Höhe zu pumpen!

Die Steuerung kann über ein Modul im Haus erfolgen. Tauchpumpen verursachen in der Regel keine wahrnehmbaren Lärmemissionen. Deshalb finden sie meist auch bei Häusern ohne Keller Verwendung.

1.1. Und so funktioniert die Tauchdruckpumpe

Sie werden in der Zisterne direkt in das Wasser gehängt - das Material der Pumpe (oft Edelstahl) schützt vor Korrosion. Die Pumpe saugt das saubere Wasser unterhalb der Oberfläche an und dreht es innerhalb des Gehäuses schnell im Kreis (simpel ausgedrückt). Jetzt wird die physikalische Zentrifugalkraft. Außen an diesem Wirbel ist wird der Druck im Vergleich zur “Mitte” dieses künstlichen Strudels ist der Druck dann höher. Mit diesem Unterschied wird zum einen das Wasser weggedrückt, bzw. in die Leitung zum Haus gepumpt zum anderen wird Wasser aus der Zisterne angesaugt.

Folgende Zusätze werden oft genutzt:

  • Elektronischer Druckschalter: Zur Steuerung des Verbrauchs. Damit ist der automatischen Betrieb möglich.
  • Schwimmerschalter: Dieser schaltet die Pumpe bei niedrigen Pegelständen ab.

2. Generelle Anforderungen an eine Pumpe

  • geringe Leistungsaufnahme
  • hoher Wirkungsgrad  
  • hochwertige Materialien zur Vermeidung von Korrosion
  • leise
  • Sicherung gegen Trockenlauf (an der Pumpe)

Da auf der Wasseroberfläche immer Schwebstoffe zurückbleiben (trotz guter Filter), sollte man eine schwimmende Entnahme nutzen. Hierbei wird der Ansaugschlauch unter der Wasseroberfläche gehalten. Damit werden die Schwebstoffe nicht mit angesaugt.

Folgende Faktoren spielen bei der Auswahl der Pumpe eine Rolle:

  1. Zisternengröße
  2. Verbraucher, die über die Pumpe versorgt werden
  3. Aufstellungsort der Pumpe
  4. Entfernung zu den Verbrauchern

Die Leistung der Pumpe selber wird primär durch folgende drei Werte bestimmt:

    1. Fördermenge in Liter pro Sekunde:
      Bei zunehmender Förderhöhe sinkt dieser Wert!
      Je mehr Verbrauchsstellen versorgt werden, um so höher muss dieser Wert sein!
    2. Förderhöhe:
      Maximaler Höhenunterschied zwischen Wasseroberfläche und Verbraucher.
    3. Druck in bar
      Je geringer die Förderhöhe, um so höher ist der Druck an den Verbrauchsstellen.
    4. Bei der Saugpumpe kommt noch die Ansaughöhe dazu:
      Maximaler Höhenunterschied zwischen Wasseroberfläche und Pumpe.

Vorsicht: Gartenpumpen aus dem Baumarkt sind billg. Meist in jeglicher Hinsicht. Für den Dauerhaften betrieb sind solche Pumpen meist nicht geeignet. Für die Gartenbewässerung hier und da könnte man jedoch eine solche Pumpe nutzen. Meist lohnt sich aber die teurere und qualitativ hochwertige Pumpe.

2.0.1. Eimer & Muskelkraft - die Handschwengelpumpe

Wenn Sie die romantische und historische Variante bevorzugen, können Sie eine Handschwengelpumpe als Zisternenpumpe nutzen.

  • sieht gut aus
  • leicht montiert
  • gut als Ergänzung zur automatischen Pumpe
  • maximale Förderhöhe 6-7 Meter
  • sehr wartungsarm

Falls tatsächlich gar kein Stromanschluss vorhanden ist oder gelegt werden kann, und auch keine Solarpumpe gewünscht ist, dann ist die Schwengelpumpe die perfekte Lösung.

Schwengelpumpen sind Kolbenpumpen. Und im Prinzip funktioniert ein Seifenspender genauso wie die große Variante. Auch die Montage einer Handschwengelpumpe ist einfach. Eine Stein- oder Betonplatte ist das Fundament. In dieses wird ein Loch gebohrt und der  Saugschlauch eingeführt, der dann unter der Wasseroberfläche das Wasser ansaugt. Das andere Ende des Schlauchs wird an die Pumpe angeschlossen.

Abgesehen von einer Lederdichtung, die alle 1-2 Jahre gewechselt werden sollte muss keine Wartung erfolgen. Die Dichtung kann man selber ersetzen, muss dafür aber die Pumpe auseinanderbauen. Das Video hier zeigt, wie das funktioniert.

Ob die Handschwengelpumpe winterfest ist, erfahren Sie vom Hersteller bzw. in der Anleitung der Pumpe.

Auf jeden Fall muss vor dem Winter das Wasser aus der Saugleitung gelassen werden (Saugleitung abschrauben, damit das Wasser herausfließt).

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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