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Wenn Sie auf der Suche nach einer Regentonne bzw. einem kleinen Regentank für Ihren Garten sind, dann haben wir hier die wichtigsten Infos für Sie. Ihre Idee ist goldrichtig! Die Gründe werden wir hier noch einmal kurz aufführen. Was ist aber bei der Regentonne und dem Aufstellen zu beachten? Muss der Behälter irgendwie gepflegt werden? Diese und weitere Fragen sind hier beantwortet. Außerdem gibt es zusätzliche Tipps für die Praxis.

1. Gute Gründe für eine Regentonne

Mit dem Sammeln von Regenwasser liegen Sie voll im Trend. Jeder spricht über Nachhaltigkeit und Schutz der Umwelt. Wasserkosten und Abwassergebühren sind damit auch immer häufiger im Gespräch. Hier kann man gut sparen!

Für längere Trockenperioden im Sommer können Sie nämlich Ihren eigenen Regenwasservorrat anlegen - Wasser ist ein kostbarer Rohstoff. Um den Trinkwasserverbrauch möglichst gering zu halten, gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten. Dazu gehört dann auch das richtige Bewässern des Gartens. 

Wenn kein Platz oder Mittel für den großen Bruder (ein Hauswassersystem mit Zisterne im Erdreich) da ist, sind Regentonnen, Regenfässer bzw. Regentanks von 200 bis zu 1500 Liter oft eine gute Alternative!

  • Ihre Pflanzen werden mit dem gesammelten Wasser versorgt.
  • Sie sparen kostbares Trinkwasser!
  • Die perfekte Alternative ,wenn eine unterirdische Zisterne nicht möglich ist.
  • Für die Garten- bzw. Pflanzenpflege ist Regenwasser perfekt! Denn:
    Es ist frei von Kalk und hat einen geringeren Härtegrad als Leitungswasser.
  • Leitungswasser enthält oft einen hohen Kalkanteil und manchmal auch Konservierungszusätze wie Chlor und Ozon. Das ist für das Wachstum empfindlicher Pflanzenarten, etwa Rhododendren negativ. Ihr Regen aus der Tonne ist das bessere Gießwasser!

In der Regel unterscheidet man übrigens:

  • Regentonne / Regenfass
    Fassungsvolumen: durchschnittlich 200 Litern.
    Sie können durch eine zweite Tonne und ein Verbindungsstück die gesammelte Regenmenge ganz leicht verdoppeln.
  • Wassertank
    Fassungsvermögen: circa 1000 Liter.
    Nimmt mehr Platz weg. Ein stabiles Fundament ist wegen des hohen Gewichts eine Voraussetzung.

1.1. Wie viel Wasser benötigt mein Garten?

Einige Statistiken gehen von ca. 60 Litern pro Quadratmeter für die Gartenbewässerung aus. Pro Jahr käme man bei einem einem Grundstück von mittlerer Größe (100m² Garten) summiert sich der Bedarf im Jahr dann z.B. auf 60.000 und mehr Liter.

Abhängig ist das natürlich von:

  • der Große des Gartens
  • Art und Wasserbedarf der Pflanzen
  • den jeweiligen Wetterbedingungen (im heißen Sommer ist mgl. mehr nötig)

Um die tatsächlich von Ihnen benötigte Wassermenge zu bestimmen, kann man so vorgehen. Sie gießen Ihre Blumen wie bisher und berechnen anschließend die genutzte Wassermenge. Das geht entweder über:

  1. Den Wasserzähler oder ...
  2. Wenn Sie mit einem Gartenschlauch gießen, dann füllen Sie einen 10 Liter-Eimer mit Wasser und stoppen die Zeit. Danach stoppen Sie die Zeit beim Gießen und rechnen damit den Verbrauch aus. Dann wissen Sie, wie viel Wasser Sie bei 1x Gießen benötigen.

Beispiel:

Sie benötigen Sie z.B. 1 Minute um den 10 Liter Eimer zu füllen.
Sie gießen den Garten 3,5 Minuten.
3,5 + 10 Liter = 35 Liter Verbrauch

Haben Sie eine Regentonne mit z.B. 500 Liter Fassungsvermögen dann können Sie bei einer vollen Regentonne maximal 35 (500L /35 L) mal Ihren Garten bewässern.

1.2. Wie viel Regenwasser liefert denn mein Dach?

Eine 25m² große Dachfläche liefert in einem Jahr mit durchschnittlichem Niederschlag um die 1000 Liter Wasser. Das ist aber nur ein Richtwert. Genauer finden Sie die Berechnung auf unser Seite:

https://www.klaeranlagen-vergleich.de/wie-gross-muss-der-regenwassertank-sein-tipps.html

Regenwasser von kupfer- oder zinkgedeckten Dächern sollte nicht gesammelt werden. Auch Blei sollte nicht vorhanden sein. 

2. Was zeichnet eine gute Regentonne aus?

Der wichtigste Faktor ist hier auf jeden Fall das Volumen der Regentonne.

Dieses sollte zu Ihrem Garten passen. Speziell große Rasenfläche benötigen mehr Wasser und damit auch einen größeren Regentank als Speicher.

Als Faustformel gilt: Für 100 Quadratmeter ca. 1.500 Liter.

2.1. Braucht die Tonne einen Deckel?

Ja! Der Deckel ist aus folgenden Gründen wirklich sinnvoll:

  • er verhindert, dass Laub und Ungeziefer in die Tonne fallen
  • Auch größere Tiere (Katzen) sich damit sicher. Im schlimmsten Fall könnten sie sonst in die Tonne fallen und aufgrund der glatten Wände ertrinken.
  • Man verhindert Wasserverlust durch Verdunsten.

2.2. Muss das Wasser gefiltert werden?

Der Filter ist auf jeden Fall sinnvoll. Wenn ein Filter im Einlauf der Tonne Schmutzt vom Dach zurückhält, bleibt das gesammelte Regenwasser sauber und frisch. Selbst dann, wenn es mal länger steht.

2.3. Wie wird das Wasser entnommen?

Die Wasserentnahme geschieht über einen am Boden der Tonne angebrachten Hahn.

Regenwasser entnehmen

Daher sollten Sie sich beim Aufstellen der Tonne schon Gedanken machen, ob die Regentonne leicht erhöht aufgestellt wird. Teilweise erleichtert das die Wasserentnahme. Prüfen Sie also vor dem Kauf, wie bei der ausgesuchten Regentonne das Wasser entnommen wird.

2.4. Wie soll die Regentonne aussehen?

Vor einigen Jahren waren noch große grüne Plastiktonnen der Standard. Mittlerweile gibt es aber eine große Auswahl an Regentonnen, welche von einfach bis edel reichen.

Es gibt als Fels oder Baumstamm getarnte Tanks, rustikale Holzfässer oder Regentanks, die gleichzeitig mit Blumen bepflanzt werden können.

Es gibt also garantiert auch eine Regentonne, die sich in Ihrem Garten optisch gut macht und zur Dekoration beitragen kann!

Hier ein paar Beispiele:

3. Wo kann ich die passende Regentonne kaufen?

3.1. Preise für Regentonnen mit 200 Litern:

3.2. Preise für Regentonnen mit 500 Litern:

Preise für Varianten mit ausgefallener Optik:

4. Eigenbau: Was muss ich beim Aufstellen einer Regentonne beachten?

Um Regenwasser effektiv nutzen zu können, benötigen kurz gesagt ja folgende  drei Dinge:

  1. Dachrinne mit Fallrohr
  2. einen Regensammler
  3. eine Regentonne

4.1. Dachrinne

Vor dem Aufstellen können Sie erst einmal die Regenrinne und das Fallrohr reinigen. Dann ist der Regenfluss auch garantiert.

Falls Ihr Ihr Haus in der Nähe von Bäumen steht und viel Laub herumfliegt, kann ein sogenannter Laubfilter oder Dachrinnenschutz sinnvoll sein:

Dieser wird meist einfach eingehängt und verhindert, dass die Dachrinne sich immer wieder zusetzt.

4.2. Regensammler

In oder an das Fallrohr wird nun der “Regensammler” (auch Regendieb genannt) installiert und leitet das Regenwasser direkt in die Tonne oder das Fass.

  • Ein qualitativ hochwertiger Regensammler filtert das Dachwasser und hält Dreck, Laub, Insekten usw. zurück.
  • Viele Regensammler sind für Dachgrößen von 50 bis 80 m² ausgelegt.
  • Wichtig ist der integrierte Überlaufstopp, der verhindert das die Tonnen überläuft.
  • Damit fließt nur sauberes Wasser in die Tonne.
  • Die meisten Filter lassen sich auf Sommer- oder Winterbetrieb einstellen.

Tipp: Die Einbauhöhe des Regensammlers im Fallrohr bestimmt die die maximale Füllhöhe der Regentonne. Also besser etwas zu hoch als zu niedrig einzubauen!

Aufbocken der Regentonne ist einfacher als ein Loch in den Boden zu buddeln!

Bei vielen Regensammlern kann das vorhandene Fallrohr genutzt werden. Wie Sie im Video sehen ist es bei einigen Modellen noch  nötig, mit einem Kronenbohrer ein Loch ins Rohr bohren. Die Überlaufkante des Regensammlers sollte immer unterhalb des Tonnenrands liegen. Dann können Sie den Speicher korrekt von oben abdecken.

4.3. Regentonne aufstellen

Der beste Standort für Ihren Behälter ist direkt an einem Fallrohr. Normalerweise wird genau hier das Wasser in die Kanalisation geleitet. Jetzt kommt aber der Regenspeicher dazwischen!

Fundament für die Regentonne

Wenn Sie auf Ihrem Grundstück eine Gartenhütte oder ein Gewächshaus haben, bringe Sie dort eine Dachrinne an. Diese Regen-Auffangfläche kann dann auch genutzt werden.  

  • Außerdem sollten Sie auf einen stabilen Untergrund achten! Eine volle Regentonne wiegt ein paar hundert Kilo und sollte sich nicht in weiches Erdreich drücken können! Im schlimmsten Fall stände die Tonne dann schief und könnte kippen!
  • Perfekt als Untergrund wäre ein kleiner Sockel aus Beton, Ziegelsteinen oder z.B. passenden Pflanzenkübeln (auch sehr günstig).
  • Hat die Regentonne mit Zapfhahn, muss der Sockel hoch genug sein! Die Gießkanne soll ja darunter passen!
  • Wenn möglich sollte der Behälter schattig stehen. Wenn die Regentonne nämlich in praller Sonne steht, erwärmt sie sich - je nach Farbe der Tonne unterschiedlich schnell. Die Wärme lässt Wasser verdunsten und fördert Algen und Keime.

Sockel für den Regenwassertank

4.4. Benötige ich eine Pumpe für die Regentonne?

Entweder Sie haben einen Zapfhahn an der Regentonne und stellen die Gießkanne darunter  oder Sie nutzen eine Regenfasspumpe.

Mit dieser Pumpe können Sie dann auch per Gartenschlauch bewässern, da die Pumpe den dafür nötigen Druck erzeugt.

Man kann auch im Garten unterirdisch Rohre verlegen, um Entnahmestellen für das Wasser oder Anschlussstellen für den Schlauch zur Verfügung zu stellen. Ein wenig handwerkliches Geschick, ein paar Rohre und Verbindungen aus dem Baumarkt und etwas Muskelkraft und man kann sich so seine eigene Gartenbewässerung bauen.

Ein gut durchdachtes Beispiel können Sie sich hier im Video von “Der Gartenfreund TV” ansehen. Ein Jugendlicher erklärt hier sein eigenes Regenwasser-System (mit Pumpe):

4.5. Kann man Regentonnen verbinden?

Über einen seitlichen Auslauf lassen sich entweder von Werk her oder mit ein wenig Bastlerverstand mehrere Tanks zusammenschließen.

Hier mal ein privater Heimwerker, der zeigt, wie er sehr günstig seine Regentonnen aufgestellt und verbunden hat!

Wenn man die Regentonnen am Boden miteinander verbindet, dann steigt und fällt der Wasserstand in allen Tonnen gleichzeitig. Das Regenwasser bleibt damit besser durchmischt und man beugt z.B. Algenbildung vor.

5. Was ist bei der Pflege der Regentonne zu beachten?

Der Regentank ist im Grunde sehr fast ohne Wartung und Pflege zu betreiben und hält viele Jahrzehnte. Hier einige wenige Tipps, die Sie beachten sollten:

  • Kündigt sich starker Regen an, leeren Sie die Tonne und sammeln Sie sauberes Regenwasser! Nutzen: Sie tauschen damit das Regenwasser regelmäßig aus. Belag in der Tonne kann beim Leeren einfach über die Pflanzen verteilt werden.
  • Wenn der Regensammler bei voller Tonne nicht automatisch sperrt, bauen Sie einen Überlauf ein.
    Nutzen: Wenn der Tank voll ist können Sie das Wasser gezielt ableiten, statt den Boden unter Tonne durchzuspülen (könnte das Fundament der Regentonne aufweichen). Sie können auch eine zweite Tonne befüllen!
  • Direkte Sonne schadet dem Kunststoff und lässt ihn porös werden.
    Haben Sie keinen Schattenplatz, dann decken Sie die Tonne mit Holz oder einer Plane ab!
  • Regentonne im Winter leeren. Bei starkem Frost, wenn der Tank durchfriert könnte dieser sonst platzen! Es gibt auch Wintersichere Regentonnen, wo das nicht nötig ist - einfach beim Kauf darauf achten.

5.1. Was mache ich bei Insekten / Mückenlarven in der Regentonne?

Wenn es in der Regentonne vor kleinen Tieren nur so wimmelt, haben Sie meist ein Problem mit Mückenlarven.

Für die Eiablage brauchen Mücken stehendes Wasser. Die Regentonne ist also eine perfekte Brutstätte für diese Insekten.

5.1.1. Entstehung verhindern - Regentonne abdecken:

Wie bereits geschrieben, ist die beste Methode erst gar keine Mücken in der Regentonne zu “züchten”, einen Deckel auf die Tonne zu legen. Das spart den Ärger und Aufwand mit den Mücken!

5.1.2. Mückenlarven entfernen

Bis die Mückenlarven als Mücken fliegen können, brauchen sie ca. drei Wochen. Wenn Sie die Regentonne in diesem Zeitraum vollständig leeren, ist das Problem gelöst.

Nach dem Schlüpfen bleiben die Mücken noch eine Zeit lang auf der Wasseroberfläche. Hier können Sie ansetzen. Ist die Oberflächenspannung des Wassers weg, dann werden Sie die Insekten los. Dazu 3 Möglichkeiten:

  1. Pflanzenöl:
    Ein paar Tropfen Pflanzenöl (aus der Küche) in das Wasser geben.
  2. Spülmittel:
    Ein Esslöffel Spülmittel (nur 100% biologisch abbaubares) auf eine große Regentonne geben.
  3. Fachmittel aus dem Baumarkt gegen Mücken

Im Baumarkt gibt es Präparate, die speziell dazu da sind, Mücken und Larven zu entfernen. z.B.

6. Tipps zum Gießen mit dem Regenwasser:

  • Bei starker Sonne oder Wind auf das Gießen verzichten.
    Der größte Teil des Wassers verdunstet sonst ungenutzt
    Gießen bei praller Sonne kann auch Blattverbrennungen erzeugen.
    Die Temperaturdifferenzen von kaltem Wasser zu erhitzten Blättern kann das Wachstum bremsen!
  • Im Sommer Abends gießen.
    Die Sonne steht schräg, die Blätter können aber noch trocknen. Das schützt vor Pilzbefall.
  • Oder früh morgens.
    Verhindert, dass sich nachts die Schnecken über die Feuchtigkeit freuen.
  • Pflanzen erziehen.
    Weniger oft, aber kräftig gießen. Dies wirkt nachhaltiger & fördert die Bildung tiefer Wurzeln. Damit werden die Pflanzen unempfindlicher gegen Trockenperioden.
  • Erdbeeren und Hortensien
    Kein kalkhaltiges Wasser verwenden. Regenwasser ist ideal!
    Kalkhaltiges Leitungswasser „weicher“ machen. Eine 10l Gießkanne mit 4ml Essigessenz oder 20ml Essig vermischen.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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