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Möchten Sie gerne wissen, ob und wie Ihre Regenwassernutzung gewartet werden muus? Und wie funktioniert die Technik bzw. Steuerung der Anlage?

Diese Fragen klären wir Schritt für Schritt auf dieser Seite.

Eine moderne Regenwassernutzung wird mit einer automatische Steuerung betrieben. Die Steuerung wird auch Regenwasserwerk, Regenwasserzentrale oder als Hauswasserwerk bezeichnet. Dessen Aufgaben ist, das Regenwasser aus dem Speicher zu den Verbrauchsstellen zu befördern. Diese sorgt außerdem für:

  • einfachen und reibungslosen Betrieb
  • Schutz der Pumpe vor Trockenlauf / Luftzutritt
  • Füllstandskontolle
  • Nachspeisung von Trinkwasser bei Regenwassermangel
  • manuelle Umschaltmöglichkeit von Regen- auf Trinkwasserbetrieb

Wichtig für die Steuerung sind:

  • dauerhafte und wartungsarme Funktion
  • Optimale Nutzung des Speichervolumens
  • optimierte / minimale Trinkwassereinspeisung (max. ein Tagesbedarf)  
  • geringer Ruhestrom (Standby-Funktion)

1. Was ist beim Thema Sicherheit der Regenwassernutzung zu beachten?

Wichtig sind:

  • Trockenlaufschutz für die Pumpen
  • Störfallanzeige
  • Kennzeichnung aller nötigen Anlagenteile mit "Kein Trinkwasser"
  • Wärme/Schwitzwasserisolierung der Leitungen  
  • Ein Entleerungsventil am tiefsten Punkt des Drucksystems
  • Sicherungseinrichtungen für die Entnahmestellen um unbefugtes Benutzen zu verhindern (damit z.B. Kinder im Garten nicht aus dem Regenwasser-Hahn trinken).

2. Wartung - Wie reinigt man die Zisterne?

Bei einer guten Anlage sollten mechanisch belastete Teile wie die Pumpe oder das Magnetventil 1 bis 2 mal jährlich, der Regenwasserfilter und -speicher 2 mal jährlich kontrolliert und gewartet werden. Voraussetzung für einen möglichst fehlerfreien Betrieb ist:

  • Die Vorfilterung, z.B. Fallrohrfilter, Steckfilter
  • Der beruhigte Zisternen-Zulauf
  • Die schwimmende Entnahmeleitung
  • Der Überlaufsiphon + Angepasste Größe der Zisterne, damit es zum Überlaufen kommt

Wichtig ist im Rahmen Ihrer Wartung, den Vorfilter und Dachrinne immer mal wieder zu reinigen.

Dass sich Schwebeteilchen am Boden absetzen ist gewollt. Tatsächlich bilden sich darin Kulturen, die zusätzlich für eine Reinigung des Wassers sorgen. Dafür ist Sauerstoff nötig, welcher aber über das neu zufließende Regenwasser (über den beruhigten Zulauf) mit in die Zisterne gelangt.

2.1. Einfache Reinigung der Zisterne, wann und wie?

Erst wenn die Sedimentschicht ca. 5cm erreicht (nach ca. 10 Jahren), kann man über eine Zisternen-Reinigung nachzudenken. Es reicht dann oft eine Schmutzwasserpumpe zur Reinigung. Folgende Schritte wären dann notwendig:

  1. Pumpe der Regenwasseranlage und Trinkwassereinspeisung abschalten
  2. Zisterne bis auf einen Bodensatz (ca. 40cm) leerpumpen
  3. Schmutzwasserpumpe in die Zisterne herunterlassen
  4. mittels Pumpfunktion und/oder Besen die Sedimentschicht aufwühlen
  5. das sedimenthaltige Wasser über die Schmutzwasserpumpe abpumpen

Der Restbodensatz, welcher dann noch verbleibt ist kein Problem!

2.2. Gründliche Reinigung des Regenwassertanks

Möchten Sie die Zisterne gründlich reinigen geht das nur von innen.

  1. Zisterne mindestens eine halbe Stunde belüften (mgl. Gase entweichen)
  2. Sicherheit: zu zweit arbeiten, Seil oder Klettergeschirr nutzen
  3. Zisterne leerpumpen
  4. grob von der Sedimentschicht befreien (siehe oben)
  5. Zisternenwand mittels Hochdruckreiniger säubern

Vor Wiederinbetriebnahme muss wieder Wasser in die Regenwasserzisterne! Also auffüllen.

2.2.1. Wie kann ein Fallrohrfilter gereinigt werden?

Alle paar Monate sollte das Filtersieb herausgenommen werden.

Dann einfach mit einem Gartenschlauch abgespritzen. Damit bleibt die gute Wasserausbeute gesichert!

Je nach Modell sind vielleicht häufigeren Reinigungsintervalle nötig. Lesen Sie dazu die Beschreibung zur Anlage.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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Einige Systeme sind hier nicht berücksichtigt: Wirbelschwebebett, Scheibentauchkörper, Belebungsanlage im Durchlaufverfahren. Informationen von Herstellern dieser Systeme finden Sie in den Präsentationen.