Bachelorarbeit Parameter zur Prozessbelastung

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54 Jahre 6 Monate her #4121 von
Hallo ich bin im Internet auf dieses Forum aufmerksam geworden. Ich bin Student an der Hochschule und habe im Rahmen meiner Bachelorarbeit mit der Abwasseraufbereitung zu tun. Ich bin bei einer Raffinerie angestellt welche ihr Abwasser nach dem Belebtschlammverfahren aufbereitet. Die Abwasserreinigung gestaltet sich wie folgt: Flotation-->Belebungsbecken--> Nachklärung-->Sandfilter--> Vorfluter. Ziel des Themas ist es Parameter zu finden, welche die Prozessbelastung der einzelnen Verfahrensstufen charakterisieren. Diese sollen dann für die Prozessführung genützt werden. Zu Beginn habe ich meinen Fokus auf den CSB Abbau der einzelnen Verfahrensstufen gerichtet. Nun bin ich dabei den Auslegungszustand der Anlage mit dem IST-Zustand zu vergleichen. Dies geschieh nach ATV A 131 und ATV 701. Nun ist die Frage ob hier irgendjemand noch eine Idee hat für geeignete Parameter der einzelnen Verfahrensstufen. Komm da im Moment leider nicht so richtig weiter und wäre froh, wenn mir jemand noch Denkanstösse geben könnte. Ich bedanke mich schon mal im Vorraus.

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54 Jahre 6 Monate her #4128 von
hallo schulle,

guten abend und im vorwege bitte ich um endschuldigung wenn ich etwas ruppig bin.
du bist der zweite bachelor der sich für seine finalle arbeit hierher verirrt hat. und leider auch nicht wirklich in das passende forum. hier also ein paar denkanstösse:

1) falsches forum. komplett und wenn überhaupt möglich total daneben, hier geht es um KKA. du willst informationen über industrielles abwasser. hier geht es wenn überhaupt um kommunales. das sind weltweite unterschiede. ausserdem falsche größenordnungen. es fehlen elementare grundsätze zur einordnung.
2) gerade im bereich der hochkomplexen erdölindustrie sollten dir berater aus der firma zur seite stehen können. wende dich bitte an diese, sie haben die besten und wahrscheinlich einzigen informationen für dich. auch dein professor sollte (wird aber wohl nicht) dir weiter helfen können. dafür ist er da.
3) es sind keine online messungen installiert um eine EMSR-reihe aufbauen zu können?
4) es liegen keine abwasseranalysen vor? ich möchte hier auf die ATV-DVWK-A 198 verweisen.

alleine um nur irgendeinen etwas aussagekräftiges papier für die biologie zu erstellen sind auch temperatur, volumenstrom, spitzenzufluss, sauerstoffgehalt, ts-gehalt, usw. erforderlich. mal ganz zu schweigen von der flotation. wie zum beispiel oberflächenbelastung, dosiermittel, luftzufuhr, oberfläche, etc.

5) die anlagen wurden bereits auf spezielle parameter ausgelegt. können diese zurate gezogen werden und sind diese aussagekräftig?
6) werden parameter oder summenparameter gesucht? csb ist ein summenparameter.
7) welche anforderungen hat die anlage zu erfüllen? was sind die vorgaben des landkreises bzw. der wasserbehörde?
8) bei einem ist = soll vergleich bist du also schon in einer dynamischen simulation? oder ist der versuch aus dem statischen moment eine belegrechnung zu erstellen?

ich werde leider aus deiner direkten aufgabe nicht schlau. denn wenn es wirklich so ist, das dieses darin besteht in wissenschaftlicher arbeit als student und ohne weitere jahrelanger praxiserfahrung für kläranlagentechnik oder laborant für die erdölindustrie einen neuen summenparameter zur auslegung einer kläranlage zu entwickeln.... frage ich mich wer diese aufgabenstellung erstellt und vor allem genehmigt / für gut befunden hat.

gruß
KLARA

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54 Jahre 6 Monate her #4134 von
ok, vielleicht sind meine vorigen aussagen zu irreführend und allgemein. vor allem zu aggresiv. also auf ein neues.

keine anlage hängt sich an einer sache auf. auch kein einzelner teil einer anlage. als angehende führendkraft (was ich jedem studenten unterstelle) ist ein wesentlich mehr zusammenhänges denken als im studium und vor allem ein übergordnetes denken abverlangt.

- industrielles abwasser unterscheided sich sehr stark von kommunalen.
- die dimensionen stimmen nicht überein, dasselbe für die spitzenwerte
- die belastungen sind völlig unterschiedlich
- quellen als informationsresourcen sollten auch trotz gegenteiliger entwicklung der letzten 15 jahre immer noch hinterfragt werden (zu meiner zeit gab es kein internet)
- resulte sollten immer auch gläubwürdigkeit überprüft werden
- die grundlagen (physikalisch, biologisch, chemisch) sollten bekannt sein
- die parameter sollten bekannt sein (welcher parameter beeinflusst einen summemparameter)
- absolute grundlage sind vorhandene Daten (Messungen, MESSREIHEN, Datenaufbereitung (wann wurde was wie lange gemessen, wie sicher sind die werte)). lange datenräume sind zwingend für aussagekräftige studien erforderlich

- die bestandsanlage ist auch bestimmte parameter konzipiert worden. feststellen
- die bestandsanlage wurde auch ein reinigungsziel abgestimmt. feststellen
- betriebliche abläufe, geändert?, verbleibend?

- um deinen auftrag umzuformulieren und zu präzisieren: es sind bei der bestehenden anlage die bemessungswesentlichen parameter zu erkennen und die anlage anschließend zu optimieren. richtig?

- optimierung wohin? reinigungsleistung? energiebedarf? dosiermittelverbrauch? raumanspruch?

- wie soll der anschließende ist = soll vergleich aufgestellt werden? eventuell dynamisch als sichere variante?
- ist eine kvr nach lawa geplant?

etc, und so weiter.

ich hoffe dieses hier hat dir ein paar denkanstösse gegeben.
wobei einiges den möglichen umfang sprengen wird.

gruß
KLARA

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