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Dichtigkeitsprüfung ist ein Begriff, den in letzter Zeit wohl die meisten Hausbesitzer einmal gehört haben. Doch was man genau unter der Dichtheitsprüfung versteht, wissen wohl nur wenige. Viele Hausbesitzer erschrecken vor diesem Begriff, da sie die Befürchtung haben, dass durch die neue Gesetzgebung, die Dichtigkeitsprüfungen bundesweit vorschreibt, immense Kosten auf sie zukommen. Nur wenige wissen, dass die Dichtheitsprüfung ihnen jedoch auch Vorteile verschaffen kann, da sie Schäden früh aufdeckt und so spätere Sanierungen, die in den meisten Fällen sehr kostspielig wären, zu verhindern hilft.

Erste Untersuchungen und Erfahrungen aus den bisher durchgeführten Dichtigkeitsprüfungen haben ergeben, dass etwa 90 Prozent aller Abwasserleitungen undicht sind.

Da die Wahrscheinlichkeit also recht hoch ist, dass das eigene Haus ebenfalls von einer undichten Stelle im Abwassersystem betroffen ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig die Dichtigkeitsprüfung zu absolvieren, um sich die notwendigen Rücklagen für eine Sanierung zuzulegen, bevor die Sanierung gesetzlich vorgeschrieben wird.

Nach § 18b des Wasserhaushaltsgesetzes ist bundesweit eine Erstprüfung bis zum 31.12. 2015 vorgeschrieben.

Daher müssen alle Hausbesitzer bis zu diesem Zeitpunkt Dichtigkeitsprüfungen durchführen. Wenn diese bestanden wird, ist sie 20 Jahre lang gültig, so dass der Hausbesitzer über einen längeren Zeitraum hinweg keine weiteren Maßnahmen durchführen muss.

1. Wozu dient die Dichtigkeitsprüfung ?

Die Dichtigkeitsprüfung soll undichte Stellen in der Abwasserleitung des Hauses aufdecken. Dabei wird der Bereich untersucht, der sich zwischen der Stelle liegt, an der die Abwasserleitung das Gebäude verlässt und dem Punkt, an dem sie in den öffentlichen Abwasserkanal übergeht.  dichtigkeitspruefungDabei wird durch eine computergesteuerte Drucküberprüfung getestet, ob eine undichte Stelle vorliegt. Im Laufe der Jahre ist jede Abwasserleitung vielen Belastungen ausgesetzt.

Häufige Gründe für undichte Stellen sind:
Baumwurzeln, die im Bereich der Abwasserleitung wachsen. Durch die große Kraft, die die Wurzeln ausüben, entstehen Risse in den Abwasserrohren. Weitere Gründe können Bauarbeiten in der unmittelbaren Umgebung sein. Allein die Erschütterung, die bei manchen Arbeiten entsteht, kann Rohre beschädigen, insbesondere wenn das Material bereits alt und ermüdet ist. Ein weiterer Grund für undichte Stellen ist natürlich die Materialermüdung. Wenn es sich um Altbauten handelt, sind die Abwasserleitungen oft viele Jahrzehnte alt. Das Material wird brüchig und insbesondere an den Verbindungsstücken kann Abwasser austreten. Was haben diese Stellen nun mit der Dichtheitsprüfung zu tun?

1.1. Nutzen der Dichtheitsprüfung. Welche Auswirkungen haben undichte Abwasserrohre?

Abwasser, das aus einem undichten Rohr austritt, kann mehrere negative Folgen haben. Zum einen stellt es natürlich eine Umweltbelastung dar. Das Abwasser enthält einige Stoffe, die, wenn sie nicht durch eine Kläranlage beseitigt werden, negative Auswirkungen auf die Umwelt haben und können das natürliche Gleichgewicht der Umgebung beeinträchtigen. Dies ist der Grund dafür, dass die Dichtigkeitsprüfung bald gesetzlich vorgeschrieben wird.

Ein anderer negativer Effekt undichter Abwasserleitungen sind Aushöhlungen des Bodens. Das Wasser transportiert stets eine geringe Menge des umgebenden Erdreichs ab. Im Laufe der Jahre kann es so zu beträchtlichen Hohlräumen kommen, die in manchen Fällen sogar die Bausubstanz gefährden können. Nur große Schäden machen sich direkt bemerkbar, indem sie beispielsweise eine Verstopfung verursachen. Daher ist es wichtig, durch regelmäßige Dichtigkeitsprüfungen das Abwassersystem zu überprüfen, um eventuelle Schäden rechtzeitig zu beheben.

1.2. Die Dichtheitsprüfung schützt die Umwelt

Dichtigkeitsprüfungen sind besonders wichtig, um Verunreinigungen des Grundwassers zu verhindern. Sollten Schadstoffe bis in das Grundwasser gelangen, kann das verunreinigte Wasser sogar zur Trinkwasserversorgung verwendet werden. Durch eine gezielte Dichtheitsprüfung kann also eine Belastung des Trinkwassers verhindert werden. Dies ist besonders wichtig, da dies ernsthafte Gesundheitsschäden zur Folge haben kann.

Ein weiteres Problem undichter Abwasserrohre kann der Zufluss von Wasser aus der Umgebung sein. Wasser, das eigentlich nicht für die Kanalisation bestimmt ist, kann so durch undichte Rohre in diese eindringen. Durch eine Dichtheitsprüfung kann dies verhindert werden. So trägt die Dichtigkeitsprüfung auch dazu bei, dass die Kläranlagen nicht durch eine zu große Wassermenge überlastet werden und so weniger effizient funktionieren.

Dichtigkeitsprüfungen haben also insbesondere einen positiven Effekt auf den Wasserkreislauf und auf die Umwelt. Für den Hausbesitzer dienen sie dazu, Schäden frühzeitig zu erkennen, um diese schnell zu reparieren, damit keine weiteren Kosten entstehen.

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