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Auf dieser Seite erklären wir Ihnen die Funktion von Kleinkläranlagen mit Festbetten und ähnlich funktionierenden Systemen wie dem Wirbelbettverfahren oder sogenannten Tauchkörpern. Wir beschreiben die Unterschiede und die Vor- und Nachteile, damit Sie einen Überblick bekommen, ob das entsprechende System für Sie infrage kommt. Hier haben wir außerdem einen Vergleich der einzelnen Arten vollbiologischer Kleinkläranlagen für Sie zusammengestellt.

1. Wie funktioniert eine Kleinkläranlage mit Festbett, Wirbelbett oder Tauchkörpern?

Bei einer vollbiologischen Kläranlage (und dabei handelt es sich bei allen Kleinkläranlagen) reinigen Bakterien das Abwasser. Sie leben im Wasser und ernähren sich von den Schmutzstoffen. Auf diese Weise entfernen sie den Dreck aus dem Wasser und reinigen es. Die Herausforderung besteht darin, den Bakterien optimale Lebensbedingungen zur Verfügung zu stellen. Nur dann vermehren sie sich fleißig und tun ihre Arbeit so gründlich, dass gut gereinigtes Wasser übrig bleibt.

Beim Festbett, Wirbelbett und bei Tauchkörpern leben die Bakterien auf einer Kunststoffoberfläche. Sie bilden einen sogenannten Biofilm. Dabei handelt es sich um eine schleimige Schicht, die aus unzähligen Bakterien entsteht.

Neben diesem geeigneten und möglichst großen Lebensraum brauchen die Bakterien vor allem Sauerstoff. Dieser muss ihnen also auf irgendeine Weise zur Verfügung gestellt werden. Das gelingt beim Festbett, Wirbelbett und Tauchkörper nach unterschiedlichen Methoden.

In allen drei Fällen werden drei getrennte Kammern benötigt:

  1. Das Abwasser gelangt in die erste Kammer, die das größte Fassungsvermögen aufweist. Hier trennen sich die Feststoffe im Abwasser von der Flüssigkeit, indem sie ganz einfach auf den Boden absinken. Dieser Schlamm beginnt zu faulen, wodurch sein Volumen deutlich abnimmt. Von Zeit zu Zeit wird er von einem Saugfahrzeug abtransportiert.
  2. Über eine Öffnung gelangt das Abwasser in die zweite Kammer (oder bei größeren Anlagen in den zweiten Behälter). Hier findet die eigentliche biologische Reinigung statt, hier leben also die Bakterien. Dementsprechend sind auch die Wirbelbetten, Festbetten oder Tauchkörper in der zweiten Kammer untergebracht.
  3. Schließlich gelangt das Wasser über einen Überlauf in die Nachklärkammer. Hier können sich noch einmal letzte Sedimente absetzen und das Wasser kann von hier aus abfließen oder versickern. Die dritte Kammer sorgt dafür, dass keine neuen Verschmutzungen mehr in das eigentlich schon gereinigte Wasser geraten. Bei einigen Anlagen werden die restlichen Feststoffe, die hier noch auf den Grund absacken, wieder zurück in die erste Kammer gepumpt.

2. Was sind die Unterschiede zwischen Festbett, Wirbelbett und Tauchkörpern?

Wie Sie schon erfahren haben, handelt es sich bei allen drei Systemen um Methoden, Biofilme auf festen Körpern entstehen zu lassen. Diese sehen jedoch unterschiedlich aus und werden auch auf andere Weise belüftet:

2.1. Wie funktioniert eine Kleinkläranlage mit Festbett?

festbett Festbetten sind Kunststoffkörper in unterschiedlichen Formen, die eine möglichst große Oberfläche bilden. Sie werden in der zweiten Kammer der Kläranlage fest angebracht und befinden sich dauerhaft unter Wasser.

Damit die Bakterien trotzdem genügend Sauerstoff bekommen, gibt es eine Belüftung, die das Festbett regelmäßig mit Luft durchströmt. Dazu wird ein Gebläse verwendet, das irgendwo im Keller oder im Garten montiert wird.

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2.2. Wie funktionieren Tauchkörper für Kleinkläranlagen?

Tauchkörper funktionieren im Groben wie ein Festbett. Allerdings ist dieses nicht komplett unter Wasser angebracht, sondern auf Rollen oder Kreiseln. Ähnlich wie ein Wasserrad ragt der Tauchkörper zur Hälfte aus dem Wasser.

Das Festbett wird beim Tauchkörper also jeweils durch die Luft und durch das Abwasser gedreht und erhält so jederzeit genügend Sauerstoff.

2.3. Wie funktionieren Wirbelbetten für Kleinkläranlagen?

Auch bei den Wirbelbetten (auch Wirbelschicht oder Wirbelschwebebett genannt) bildet sich ein Biofilm auf Plastikoberflächen. Anders als beim Festbett oder beim Tauchkörper sind die Kunststoffkörper jedoch nicht fest im Klärbehälter installiert, sondern schwimmen frei im Wasser. Bei den Aufwuchskörpern handelt es sich oft um Kugeln, manchmal aber auch um andere Formen. Diese werden bei der Montage des Systems in die Behälterkammer geschüttet. Auch bei dieser Variante muss es Belüftungsphasen geben, um die Mikroorganismen mit Sauerstoff zu versorgen. Beim Belüften wirbeln die Aufwuchskörper im Wasser auf und mischen sich so mit dem Abwasser. Auf diese Weise gelangen die Schmutzstoffe schnell an den Biofilm und können dort abgebaut werden.

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3. Vor- und Nachteile von Hauskläranlagen mit Festbett, Wirbelbett und Tauchkörpern

Wie Sie nun wissen, funktionieren Festbett-, Wirbelbett- und Tauchkörper-Kläranlagen nach den gleichen Prinzipien. Sie haben deshalb auch ähnliche Vor- und Nachteile im Vergleich zu anderen Systemen:

Vorteile:

  • Durch den fest aufwachsenden Biofilm sind die Anlagen sehr robust, die Mikroorganismen gehen nicht so leicht verloren.
  • Dadurch ist der Betrieb auch bei Unterlast ohne Probleme möglich.
  • Festbett- oder Wirbelbett-Anlagen zeigen eine gute Reinigungsleistung.
  • Die Nachrüstung ist ohne bauliche Änderungen an der Grube möglich. Es können also bei ausreichender Größe und guter Bausubstanz auch alte Gruben wiederverwendet werden.
  • Das System ist bewährt und wird schon seit Anfang der 90er-Jahre vieltausendfach eingesetzt.
  • Der Strombedarf der Anlagen ist verhältnismäßig niedrig.
  • Vor allem Wirbelbett-Anlagen verursachen nur wenig Schlamm.
  • Viele Anlagen kommen mit nur zwei Wartungen pro Jahr aus.

Nachteile:

  • Im Vergleich zu SBR-Systemen sind Festbett- und Wirbelbett-Anlagen etwas teurer in der Anschaffung.
  • Überlastungen können nur begrenzt abgepuffert werden, die Anlage muss also groß genug dimensioniert sein.
  • Es kann Totzonen geben, die dann die Reinigungsleistung herabsetzen können.

4. Hersteller von Kleinkläranlagen mit Festbett-, Wirbelbett- und Tropfkörper-Verfahren

Damit Sie weiter recherchieren und die optimale Lösung für Ihre Kleinkläranlage finden können, haben wir Ihnen die wichtigsten Hersteller für Festbett-, Tauchkörper- und Wirbelbettanlagen zusammengestellt:

HerstellerSystemReinigungsklassen Videos
Delphin Water Systems GmbH & Co.KGKompaktkläranlage im KunststoffbehälterC,N,D,H+ 
Bluevita TORNADO Kleinkläranlage - Wirbel-Schwebebett-Klärverfahren  
KingspanBioficient+C 
BioDisc (Tauchkörper)C,N,D 
BioSafe (Wirbelschwebebett) - Infobroschüre BioSafeC.N 
Martin Bergmann UmwelttechnikWSB cleanC, N, D, N+P, N+H, N+P+H 
PMT GmbHEcodisk®-Serie mit Kompaktanlage und Trommelfilter, GroßscheibenanlagenC,N,P 
PPU UmwelttechnikClearFox® FBS  

FAQ - Häufig gestellte Fragen in Kürze

  • checkWie funktioniert eine Festbett-Kleinkläranlage?

    Kleinkläranlagen mit Festbett benötigen immer drei getrennte Kammern. Das Abwasser gelangt zuerst in die erste, größte Kammer. Hier sinken die Feststoffe auf den Boden, das Wasser gelangt durch einen Überlauf in die zweite Kammer. Dort findet die eigentliche biologische Reinigung durch Mikroorganismen wie Bakterien statt. Auf einem fest installierten Kunststoffkörper mit sehr großer Oberfläche bildet sich ein Biofilm aus diesen wertvollen Mikroorganismen. Das Festbett wird mit Luft durchströmt. Dazu wird ein Gebläse verwendet, das irgendwo im Keller oder im Garten montiert wird. Abschließend gelangt das Abwasser in eine dritte Kammer, die als Nachklärung dient.

  • checkWie funktioniert eine Wirbelbett-Kleinkläranlage?

    Auch bei einem Wirbelbett werden drei Kammern benötigt. In der zweiten Kammer (der biologischen Reinigungsstufe) schweben Kugeln oder andere Kunststoffkörper im Wasser, auf denen sich der Biofilm bilden kann. Ein Gebläse durchströmt die Kammer regelmäßig mit Luft, sodass die Mikroorganismen genügend Sauerstoff bekommen und sich Schmutzwasser und Aufwuchskörper gut vermischen. Auch bei dieser Methode wird das Abwasser anschließend in die dritte Kammer zur Nachklärung geführt.

  • checkWie funktioniert eine Tauchkörper-Kleinkläranlage?

    Im Grunde genommen ist ein Tauchkörper ebenfalls ein Festbett, auf dem sich ein Biofilm bilden kann. Allerdings ist dieser Kunststoffkörper nicht fest unter Wasser angebracht, sondern auf einem Kreisel oder einem Rad. Der Aufwuchskörper ragt teilweise aus dem Wasser und ist in ständiger Bewegung. Außerhalb des Wassers können die Bakterien Sauerstoff atmen, unter Wasser zersetzen sie dann die Schmutzstoffe. Ein Gebläse zur Sauerstoffversorgung ist bei dieser Methode nicht nötig.

  • checkWelche Vorteile haben Festbett-, Wirbelbett- und Tauchkörperverfahren?

    Durch den fest aufwachsenden Biofilm sind die Systeme sehr robust. Ein Betrieb ist auch bei Unterlast ohne Probleme möglich. Wenn eine alte Klärgrube vorhanden ist, können Festbett- und Wirbelbettsysteme meist ohne Probleme nachgerüstet werden. Die Kleinkläranlagen mit diesen Verfahren haben eine gute Reinigungsleistung und müssen meist nur zweimal pro Jahr gewartet werden. Außerdem handelt es sich um bewährte Systeme, die seit Anfang der 90er-Jahre eingesetzt werden.


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