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Bei der unterschiedlicher Techniken zur Klärung des Abwassers stellt sich unweigerlich die Frage, welches Klärsystem für Ihr Haus am besten geeignet ist. Wie steht es um den Platzbedarf der Kleinkläranlage? Wie hoch sind die laufende Kosten im Vergleich zu anderen Systemen? Wie aufwändig ist es eine bestimmte Kleinkläranlage zu errichten?

Diese und weitere Fragen werden im Folgenden geklärt. Wir möchten Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Vor- und Nachteile der aktuellen Kleinklärsysteme verschaffen. Da die Systeme von Anbieter zu Anbieter leicht verschieden sind, sollten diese Angaben hier als Richtwerte dienen und bei der Auswahl eine erste Hilfe bieten. 

Wir empfehlen Ihnen außerdem, die Angaben der Hersteller zu den jeweiligen Systemen zu beachten. Die Herstellerlinks finden Sie zugeordnet zu den Kleinklärsystemen auf folgenden Seiten:

1. Bei welchen Kleinkläranlagen ist eine Nachrüstung in eine vorhanden Klärgrube ohne Tiefbauarbeiten möglich?

Bei folgenden Systemen ist Nutzung eines vorhandenen Behälters möglich, sofern der bauliche Zustand der vorhandenen Grube dies zulässt:

Zu beachten ist, dass der Behälter verschiedene Kammern enthalten muss. Gegebenenfalls kann eine Trennwand in vorhanden Klärbehälter gemauert werden. Außerdem ist zu prüfen, ob die Bausubstanz noch ausreichend ist. Auch hier kann eine Sanierung des Behälters ermöglichen, diesen weiter zu verwenden und damit Kosten zu sparen.

Bei folgenden Systemen ist die Nutzung eines vorhandenen Behälters ohne zusätzliche Tiefbauarbeiten nicht möglich:

  • Tropfkörper: Hier wird eine zweiter Behälter benötigt. Eine einzelne vorhanden Grube ist meist vom Volumen her nicht ausreichend.
  • Pflanzenkläranlage: Selbst bei Nutzung einer vorhandenen Grube sind normalerweise weitere Tiefbauarbeiten erforderlich, da bis zu zwei Pumpenschächte benötigt werden.

2. Wie groß ist der Platzbedarf der Kleinklärsysteme?

Nehmen wir als Beispiel eine Anlage für 8 Einwohner. 

Bei folgenden Systemen werden ca. 9m² für eine entsprechende Anlage benötigt:

Eine Tropfkörperanlage dagegen benötigt ca 9-18m². Bei den meisten Herstellern werden 2 Behälter benötigt (es gibt jedoch Systeme, die mit einem auskommen).

Bei einem Pflanzenbeet werden bei gleicher Anlagengröße zwischen 0,3m³ pro EW benötigt, mindestens jedoch 3m³. Die Sammelgrube, Pumpenschacht und Kontrollschacht benötigen nochmals ca. 6m².

3. Ist eine Weiterverwendung des gereinigten Abwasser möglich?

Eine Weiterverwendung ist in jedem Fall bei einer Mikrofiltration möglich.

Tatsächlich kann aber sogar das Abwasser einer eigenen Pflanzenkläranlage so weit gereinigt sein, dass es wieder als sauberes Wasser verwenden werden kann. Ein Beispiel dafür kann man sich in diese Implementation einer Kleinkläranlage (jedoch mit zusätzlicher Umkehrosmose für das Trinkwasser) in einem Tiny-House ansehen:

4. Wodurch entstehen Kosten im Betrieb der Klärsysteme?

Ganz ohne laufende Kosten kommt das Pflanzenbeet aus. Sieht man von der Pflege einmal ab. Lediglich in extremen Hitzeperioden im Sommer kann eine zusätzliche Bewässerung der Anlage ein paar Cent an Wasser kosten. Dieses Nachbewässern kann erforderlich sein, damit die Anlage bei hoher Verdunstung nicht austrocknet.

Wir das Pflanzenbeet nicht im Gefälle gebaut, entstehen Kosten für den Strom und den späteren Austausch der vorhandenen Tauchpumpe. Dies gilt auch für Tropfkörperanlagen. Gute Tauchpumpen haben eine Lebensdauer von ca. 4-5 Jahren

Ständige Kosten entstehen auf jeden Fall bei SBR-Systemen und Festbett- Wirbelbettanlagen durch den benötigten elektrischen Strom. Außerdem werden Kosten für Ersatzteile anfallen. Es müssen hier regelmäßig Luftfilter, Lamellen des Belüfters und seltener elektrische Teile ausgetauscht werden.

Bei einer Membranfiltration kommt zu den Kosten für den elektr. Strom (ca. 20% mehr als Belebungsanlagen) noch alle 4-6 Jahre neuer Filterkörper. Damit ist bei diesen Analgen mit den höchsten laufenden Kosten zu rechnen.

5. Wie hoch ist der Wartungsaufwand im Hinblick auf 10 Jahre?

Bei SBR und Festbettanlagen haben im Vergleich den geringsten Aufwand. Es ist eine regelmäßige Wartung der elektrischen Anlage erforderlich. Dies geschieht normalerweise 2-3x/Jahr (Dauer der Wartung: ~30min).

Eine mittlerer Aufwand entsteht bei den anderen Systemen. Ein Tropfkörper hat meist einen leicht höheren Aufwand, sofern die Wartung wenn korrekt ausgeführt wird. Nötig ist hier eine regelmäßige zusätzliche Reinigung der Tauchpumpen & der Wippen. Bei der Pflanzenkläranlage ist eine Wartung pro Jahr möglich (abhängig von den Vorgaben der Wasserbehörde). Es besteht jedoch eine höhere Gefahr, dass sich die Anlage innerhalb einiger Jahre zusetzt. Möglicherweise ist ein Gärtner erforderlich. Bei der Mikrofiltration ist neben der regelmäßige Wartung der elektrischen Anlage auch eine Reinigung des Filterkörpers erforderlich (normalerweise 3x/Jahr - Dauer der Wartung: ~40min).

6. Wie groß ist der Aufwand zur Erstellung der Kleinklärsysteme?

Der geringste Aufwand entsteht bei:

  • SBR-Analgen
  • Festbett-Anlagen
  • Mikrofiltration

Erforderlich ist bei diesen Systemen das Versetzen eines Behälters und die damit verbundenen vorherigen Tiefbauarbeiten. Der eigentliche Einbau des Behälters + Inbetriebnahme des Systems kann in 3-4 Stunden erfolgen.

Ein leicht höherer Aufwand ist bei Pflanzenkläranlagen und Tropfkörpern gegeben. Hier sind weitere Tiefbauarbeiten für einen zweiten Behälter (Tropfkörper) oder Pumpen-, Kontrollschacht erforderlich. Bei Pflanzenkläranlagen gibt es vormontierte Systeme, die problemlos vom LKW in die Baugrube versetzt werden können.

Wird bei einer Pflanzenkläranlage kein vormontiertes System genutzt, so sind im Vergleich zu anderen Systemen die hier benötigten Arbeiten zu Erstellung der Kleinkläranlage am größten.

7. Welche Kläranlage ist am umweltfreundlichsten?

Hier kann man sofort auf die Pflanzenkläranlage verweisen. Diese stellt ein attraktives Milieu für ein vielfältiges Tierleben dar. Sofern die Anlage im Gefälle gebaut werden kann sind außerdem keine elektrischen Teile nötig, so dass dieses System im Vergleich zu allen anderen Klärsystemen am besten abschneidet.

Was die Behälter angeht wird bei vielen modernen Systemen auf die Vorteile von Kunststoffbehältern gesetzt. Diese sind extrem langlebig, leicht und absolut dicht. Aber leider auch extrem schwer biologisch abbaubar. Ob man nun die Herstellung von Beton oder aber Kunststoff vorzieht bleibt wohl jedem selbst überlassen.

Bei allen anderen Systemen werden jedoch neben den benötigten Behältern auch elektrische Komponenten benötigt. Außerdem wird zusätzlicher Kunststoff verarbeitet - z.B. für die Belüfter, Schläuche etc.


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