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Auf dieser Seite möchten wir kurz einige Hinweise zum Betrieb Ihrer Kleinklaeranlage geben. Im Grunde genommen funktionieren die Anlagen nach der Fertigstellung ja ganz von alleine, aber wir möchten Ihnen ein paar spezielle Dinge verraten.

1. Wie kann ich Geld sparen, wenn die Kleinklaeranlage gut funktioniert?

Sie merken ob Ihre Kleinklaeranlage gut funktioniert, wenn das Wartungsprotokoll bzw. die Laboruntersuchung vorliegt. Je niedriger die Werte beim CSB und BSB5 sind, desto sauberer ist das Abwasser.

Die oberen Grenzwerte liegen bei:
CSB = 150mg/l
BSB5 = 40mg/l
Gute Werte wären also zum Beispiel: CSB = 28mg/l und BSB5 = 7mg/l.

Hat die eigene Kleinklaeranlage solche guten Werte, so kann bei vielen modernen Systemen (SBR, Festbett, Mikrofiltration) unter Umständen die tägliche Laufzeit der Anlage verringert werden.

Sprechen Sie wegen der Verringerung der Laufzeit unbedingt mit der Wartungsfirma, oder besser noch vor Einbau eines solchen Klärsystems mit dem jeweiligen Hersteller. Hier erfahren Sie, ob Ihr System "gedrosselt" werden kann.
Hat Ihre Anlage jedoch schlechte Ablaufwerte oder sogar überschrittene Grenzwerte, so drohen Zusatzkosten durch zusätzliche Arbeiten / Anfahrten der Wartungsfirma, Abwasseruntersuchungen oder - im schlimmsten Fall - Vergrößerung der Kleinkläranlage und Bußgelder von den Behörden.

Bedenken Sie jedoch: die Anlagen sind mit den werksseitig eingestellten Laufzeiten zugelassen. Weder der Hersteller noch die Wartungsfirma sind verpflichtet, gut laufende Anlagen zu drosseln. Aber Fragen kostet bekanntlich nichts.

2. Worauf muss ich achten, damit meine Kleinklaeranlage eine gute Reinigungsleistung erzielt?

2.1. Folgende Stoffe sollten auf keinen Fall in das Abwasser gelangen:

  • Lacke, Farben
  • Schwimmbad-Abwasser, Regenwasser, Milchkammerabwasser
  • sehr scharfe Reinigungsmittel
  • Alkohol (Reinigung), Spiritus
  • Feststoffe (Ohrenstäbchen, Folien, Hygieneartikel)

2.2. Folgende Stoffe sollte man sparsam, oder besser gar nicht verwenden:

  • Weichspüler
  • Toilettensteine
  • Starke Badezusätze

Die Reinigungsleistung der Kleinklaeranlagen wird außerdem durch Einnahme mancher Medikamente stark gestört. Dazu gehören Antibiotika (wie der Name schon sagt "anti bio" - es werden Bakterien, auch die in der Kläranlage, vernichtet) und starke Medikamente zum Beispiel bei Krebserkrankungen.

Weitere Informationen finden Sie auf folgendem Merkblatt : Download - Betrieb von Kleinkläranlagen

3. Meine Kläranlage stinkt - Was kann ich tun?

Auf mehrfachen Wunsch unserer Leser möchten wir Ihnen einige Ratschläge zu schlecht riechenden Kleinkläranlagen geben. Zunächst sei gesagt, dass eine gut funktionierende Anlage normalerweise nicht riecht. Trotzdem sollte der Standort der Anlage schon bei der Planung sorgfältig ausgewählt werden. Wenn möglich sollte sie nicht unmittelbar im Bereich einer Terasse oder Ähnlichem platziert werden.

Dauerhafte Geruchsprobleme lassen sich daher in den allermeisten Fällen auf zwei Ursachen zurück führen:

3.1. Keine oder fehlerhafte Entlüftung

Jede Hausentwässerung ist entlüftet. In der Regel über das Dach. Solche Dachentlüftungen sind pilzförmige Rohrenden, die sich meist irgendwo am Rand des Daches befinden. Die in der Kläranlage entstehenden Biogase werden durch den Kamineffekt abgezogen. Sämtliche Stellen im Haus an denen Abwasser anfällt (Waschbecken, Toiletten), sollten mit Siphons ausgerüstet sein. So wird verhindert, dass schlechte Gerüche ins Haus dringen. Treten Geruchsprobleme vordringlich IM Haus auf, ist ein Fehler in der Entlüftung die wahrscheinlichste Ursache. Sollte die Rohrstrecke zwischen Haus und Kleinkläranlage sehr lang sein, kann ein zusätzlicher Entlüftungspilz in den Zulauf der Anlage eingebaut werden.

3.2. Mangelhafte Klärung in der Anlage

Schlechte Abbauleistung der Kleinkläranlage ist die zweite mögliche Ursache. Sie kann meist leicht erkannt werden. Schauen Sie sich einfach das letzte Wartungsprotokoll mit der Laboruntersuchung an. Sollte der Wert für den Chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) über 150 mg/l liegen, so ist der Grenzwert überschritten. Das macht sich meist auch bei Trübung und Geruch bemerkbar. Mögliche Ursachen für die schlechte Leistung der Anlage sind entweder technische Probleme oder die durch den Betreiber eingeleiteten Stoffe.

Bei starker Geruchsbildung empfehlen wir dringend die Ursache ausfindig zu machen. Leichte und vorwiegend erdige Gerüche in der Nähe der Anlage sind unbedenklich.

4. Weitere Fragen zum Betrieb der Kleinkläranlage

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen. Sollte Ihre Frage nicht beantwortet werden, dann schreiben Sie sie in unser Forum. Dort wird Ihnen schnell weitergeholfen!

4.1. Woher kommt der viele Schaum in der Kläranlage?

Schaum entsteht zum Beispiel aus Waschmitteln und Haushaltsreinigern ... oder aus Eiweißverbindungen, die in der Kläranlage entstehen. Falls die Anlage vor kurzem (max. 3 Monaten) in Betrieb genommen wurde, so ist die Schaumbildung noch normal. Sollte die Inbetriebnahme schon länger her sein, sollten Sie versuchen den Gebrauch von Waschmitteln etwas einzuschränken.

4.2. Warum ist so viel Schlamm in der Nachklärung?

Schlamm in der Nachklärung weist im Regelfall auf eine gute Reinigungsleistung hin.

4.3. Es gibt viele Mücken im Umfeld der Anlage - Was kann ich dagegen machen?

Mücken weisen darauf hin, dass Ihre vollbiologische Kläranlage gut arbeitet. Obwohl die in der Kläranlage geschlüpften Büschelmücken nicht stechen, kann man in der Klärgrube von innen (vor die Lüftungslöcher) Fliegengitter anbringen.

4.4. Kann ich das Wasser meines Schwimmbades oder mein Regenwasser in biologische Kläranlagen einleiten?

Nein! Zum einen enthält das Wasser eines Schwimmbades Chlor, und zerstört damit die benötigten Mikroorganismen in der Kläranlage. Zum anderen würde die große Menge Wasser (auch bei Regen) die Anlage komplett durchspülen. Das Wasser muss jedoch in jeder Kammer eine Zeit lang stehen, um richtig gereinigt zu werden.

4.5. Das Wasser ist unnormal gefärbt oder riecht "chemisch".

Färbemittel für die Wäsche, WC-Steine, Blondierungen, Dauerwellflüssigkeit oder Tönungen für die Haare sind meistens die Ursache hierfür. Die Inhaltsstoffe dieser Produkte sind sehr aggressiv und sollten nicht in biologische Kläranlagen gelangen.

4.6. Meine vollbiologische Kläranlage (die Elektrik) ist zu laut - was kann ich tun?

Der Steuerschrank Ihrer Kläranlage ist zu laut? Falls der Schrank an der Wand hängt, nehmen Sie ihn probeweise ab. Die Schallwellen und Schwingungen übertragen sich nämlich oft über die Wand. Stellen Sie den Schrank auf eine dämmende Unterfläche (zum Beispiel Styropor). Es können auch "Schwingmetalldämpfer" oder "Schalldämpfer" eingebaut werden. Fragen Sie hierzu Ihre Wartungsfirma. Zur Not hilft meist nur noch eine Verlegung des Steuerschrankes an einen anderen Ort.

Möglich ist auch eine zusätzliche Dämmung durch Schaumstoff oder Glaswolle. Dabei sollten Sie unbedingt darauf achten, die Lüftungsgitter des Steuerschrankes nicht zu verdecken, damit es nicht zu Hitzestaus kommt.

4.7. Was bedeutet Überlast bzw. Unterlast?

Die biologische Reinigungsstufe in einer Kleinkläranlage basiert auf der Arbeit von Bakterien. Diese ernähren sich von der zugeführten Masse. Wird die Anlage saisonal, zu selten oder garnicht gebraucht, fehlt den Bakterien die Nahrung und man spricht von Unterlast. Das Gegenteil ist die Überlast, wobei die Bakterien mit zu viel Masse konfrontiert werden und diese daher nur dürftig geklärt wird.

4.8. Darf man in eine Kleinkläranlage einsteigen?

Nein, auf keinen Fall darf man in Kleinkläranlagen einsteigen. Das kann tödlich enden.

Was darf eine biologische Kläranlage kosten? Es ist ziemlich sich schwierig eine genaue Angabe zu den Kosten der Anschaffung für eine Kleinkläranlage zu machen. Denn der Kläranlagen-Preis hängt von sehr v

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