Pro Jahr werden in Deutschland rund 10 Milliarden Kubikmeter Abwasser produziert. Knapp 9.307 in Deutschland Kläranlagen sorgen dafür, dass ein Großteil dieser Wassermenge aufbereitet und dem gesellschaftlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt werden kann. Das Herzstück von Abwasser- und Kläranlagen wird dabei von leistungsstarken Pumpen gebildet. Doch welche Herausforderung stellt die Reinigung von Abwasser an die Technik?

Warum sind Abwasser- und Kläranlagen so wichtig?

Abwasser- und Kläranlagen sind ein Grundpfeiler der gesellschaftlichen Wasserversorgung. So ist Wasser, dass nach der Nutzung den Abfluss hinunter fließt ein wichtiger Rohstoff. In den Kläranlagen des Landes werden jedes Jahr 99,98 Prozent des anfallenden Abwassers durch die Nutzung biologischer Verfahren gereinigt. Hierbei werden nicht nur unerwünschte Stoffe aus dem Wasser entfernt, sondern ebenfalls wichtige Ressourcen gewonnen.

Aktuell wird daran gearbeitet, aus dem nährstoffreichen Klärschlamm Stoffe wie Phosphor zurückzugewinnen. Auch aus umwelttechnischer Sicht ist diese Maßnahme von großer Bedeutung. So würde die gezielte Rückgewinnung von Stoffen wie Phosphor dabei helfen, einen nachhaltigen Stoffkreislauf zu erzeugen.

Mit welchen Herausforderungen müssen moderne Aufbereitungsanlagen fertig werden?

An moderne Abwasser- und Kläranlagen werden heute zahlreiche Anforderungen gestellt.

  • An erster Stelle stehen hierbei natürlich die Effizienz und Qualität der Abwasserreinigung. So muss eine möglichst große Menge an Abwasser pro Zeit gereinigt werden, ohne dass dabei die Reinheit des aufbereiteten Wassers nachlässt.
  • Auch die Wirtschaftlichkeit ist bei Abwasser- und Kläranlagen ein wichtiger Punkt. Insbesondere in Zeiten von zunehmenden Umweltproblemen muss eine Abwasser- bzw. Kläranlage möglichst wenig Energie verbrauchen.
  • Dieser Punkt hängt des Weiteren eng mit der Höhe der Betriebskosten zusammen.
  • Weiterhin stellt auch die bereits erwähnte Möglichkeit der Rückgewinnung von Rohstoffen aus dem Schlamm neue Anforderungen an die Funktionsweise der Anlagen. So müssen Mechanismen in den Ablauf integrieren, welche die Rückgewinnung überhaupt erst möglich machen.

Welche Rolle spielt eine hochwertige Pumpentechnik im Zusammenhang mit Abwasser- und Kläranlagen?

Fantagu - German Wikipedia

Egal ob öffentliche Kläranlage oder private Kleinkläranlage: Damit eine Kläranlage zuverlässig arbeiten kann, stellen leistungsfähige Pumpen eine Grundvoraussetzung dar. Hersteller von professioneller Pumpentechnik bieten für Kläranlagen verschiedene Kreiselpumpen und Verdrängungspumpen an.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Pumpen, stellt die Umwälzung von Abwasser besondere Anforderungen an die Technik. Vor allem die im Wasser enthaltenen Feststoffe sind hier eine der größten Herausforderungen. So weist insbesondere das Toilettenbecken aufgrund des großen Durchgangsquerschnitts eine hohe Feststoffbelastung auf.

In diesem Zusammenhang ist unter anderem die Verstopfungssicherheit der eingesetzten Pumpen von großer Bedeutung. Selbstverständlich muss auch die Motorisierung und Bauart individuell auf die Leistungsanforderungen einer Klär- oder Abwasseranlage angepasst werden.

Zu welchen Problemen kann es bei einer fehlerhaften Planung von Kläranlagen kommen? 

Die Funktionsweise einer Kläranlage wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst, was die Anfälligkeit für Fehler erhöht. Aufgrund der Komplexität von Anlagen dieser Art ist eine genaue Planung sehr wichtig. Vor allem die falsche Wahl der Pumpen hat hier häufig gravierende Auswirkungen.

Minderwertige oder nicht geeignete Pumpen erhöhen nicht nur den Wartungs- und Reparaturaufwand, sondern können eine Anlage im schlimmsten Fall vollständig lahmlegen. Auch die Kalkulation der zu fördernden Abwassermenge ist essentiell für die einwandfreie Funktion einer Kläranlage. Ist die Pumpe zu schwach, kommt der gesamte Kreislauf zum Stehen.

Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

Wie sich zeigt, weisen Abwasser- und Kläranlagen einen hohen Stellenwert auf und leisten zusätzlich einen wichtigen Beitrag in Bezug auf die Nachhaltigkeit. Bei der praktischen Umsetzung ist vor allem die Wahl der richtigen Technik entscheidend. Um hier kein Risiko einzugehen, sollten Verbraucher ausschließlich auf hochwertige Pumpentechnik vertrauen.

Quelle: Vlothoer Anzeiger 20.03.09

Firma Kordes präsentiert in Frühjahrsseminaren ihre Neuerungen / Geringer Energieverbrauch spart Kosten Vlotho-Uffeln (G.S.). Technische Innovationen in der gesamten Produktpalette, ein neuer Belüfter sowie eine spezielle komfortable Fernbedienung präsentiert die heimische Kordes KLD Wasser- und Abwassersysteme GmbH im soeben begonnenen Frühjahr. Von Gisela Schwarze

An zwei Tagen erhielten 50 Gäste aus Norddeutschland, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Uffelner Unternehmen einen Überblick über die aktuellen Produkte und Vertriebsaktivitäten.

Vor einer 50-köpfigen Teilnehmergruppe aus der Kläranlagen-Fachwelt beendete die Kordes GmbH in dieser Woche die Reihe ihrer Frühjahrsseminare. Mit Veranstaltungen am Donnerstag und Freitag in den Seminarräumlichkeiten auf dem Buhn klang die vierzehntägige Reihe der Schulungen aus, in der Willi Kordes und seine beiden Söhne Christian und Sebastian die Produkte des Hauses von Süddeutschland bis zum Saarland hin vorstellten.

Mitarbeiter von Genehmigungsbehörden, Vertreter der Wasserwirtschaft und Händler gaben sich abschließend an der Möllberger Straße ein Stelldichein. Vor allem drei Neuentwicklungen faszinierten die Fachwelt: Die von Kordes konzipierte Kleinkläranlage "Aqua Simplex Regulant" mit automatischer Energieregelung konnte in den vergangenen zwei Jahren weiterhin optimiert werden. Für acht bis 50 Personen ist diese Anlage konzipiert, doch sie könne mehr, denn sie besitze ein automatisches Konzept für Sparsamkeit, so erklärte Willi Kordes. "Ist eine Kläranlage für acht Personen ausgelegt und es leben in dem dazugehörigen Wohnhaus lediglich zwei Menschen, so passt sich die Anlage vollautomatisch dem geringeren Bedarf an. Sie verbraucht nur soviel Energie wie nötig, spart dadurch Kosten, verschleißt nicht und arbeitet immer im optimalen Bereich."

Als zweite Neuerung präsentierte das Unternehmen einen neuen Belüfter, der 50 Prozent an Energiekosten einspart. Eine Konsequenz des geringeren Energieverbrauchs sei eine längere Lebensdauer. "Das Gerät ist zum Patent angemeldet", bekundete Willi Kordes.

Eine Fernbedienung für Wartungsarbeiten

Die dritte der aktuellen Kordes-Neuentwicklungen ist die "Aqua-Log-Fernbedienung", eine Fernbedienung, die bei Wartungsarbeiten zum Zuge kommt. "Wartungsarbeiten können durch sie schneller und komfortabler erfolgen, weil zeitraubende Wege von der Kläranlage zum Steuergerät durch diese Fernbedienung entfallen", so erklärten Christian und Sebastian Kordes.

Kleinkläranlagen mit modernsten Technologien sind die Qualitätsprodukte des heimischen Unternehmens, das bereits 1937 gegründet und vor 70 Jahren als Lieferant von Betonelementen aus der Taufe gehoben wurde.

Mit eigenen Technologien spezialisierte sich der Betrieb auf dem Buhn inzwischen als Hersteller qualitativ hochwertiger, umweltschonender, energiesparender Kleinkläranlagen, bei denen man die Reinigungsleistungen ständig verbesserte.

Quelle: Schweriner Volkszeitung 06.11.08 BÜTZOW/GÜSTROW -

Wer von seinem Grundstück Klärschlamm abfahren lässt, soll künftig nicht mehr für die tatsächlich abgefahrene Menge an Schlamm bezahlen, sondern die Abrechnung über die Trinkwassermenge erfolgen. Der Wasser- und Abwasserzweckverband Güstrow-Bützow-Sternberg (WAZ) will damit Missbrauch vorbeugen.

Nach dem bisherigen Berechnungsmodus würden Grundstückseigentümer mit einer abflusslosen Grube dazu "verleitet", einige Kubikmeter ihres Abwassers nicht ordnungsgemäß zu entsorgen und so Geld zu sparen. "Die Praxis zeigt, dass dies zunehmend vorkommt", heißt es in der Begründung des WAZ. "Es gab Fälle, da wurde jahrelang nicht abgefahren", berichtet Bützows Bürgermeister Lothar Stroppe, der im WAZ-Vorstand sitzt.

Abrechnung soll über Menge an Trinkwasser erfolgen Der Zweckverband geht davon aus, dass die bezogene Trinkwassermenge auch wieder als Abwasser anfallen muss und will deshalb künftig auch so abrechnen. Kommende Woche entscheidet die Verbandsversammlung darüber.

Rund 30 Prozent der Grundstücke im WAZ-Gebiet werden zurzeit dezentral, also nicht über eine öffentliche Kläranlage, entsorgt. "Erschließungen wird es auch kaum noch geben", sagt WAZ-Geschäftsführerin Katja Gödke. Die Wasserbehörden fordern dort, wo eine dezentrale Entsorgung bleibt, Grundstückseigentümer dazu auf, ihre alten Kleinkläranlagen auf den Stand der Technik zu bringen, sprich biologische Kleinkläranlagen zu bauen. "Erlaubt sind aber auch abflusslose Gruben, eigentlich die teuerste Variante", erläutert Gödke. Angesichts der Investitionskosten für eine biologische Kleinkläranlage würden sich aber immer mehr Grundstückseigentümer für eine Umrüstung ihrer alten Anlagen zu abflusslosen Gruben entscheiden. Momentan gibt es rund 1000 im WAZ-Gebiet. Gödke rechnet damit, dass es mehr werden, und fürchtet, dass nicht jeder Kubikmeter aus diesen Gruben ordnungsgemäß entsorgt wird. Dem könnte der WAZ mit einer Änderung der Berechnungsmethode vorbeugen. "Wer bisher regulär entsorgt, wird auch dann nicht mehr zahlen", sagt Gödke.

Der Hauptausschuss der Bützower Stadtvertretung lehnte die Satzungsänderung in dieser Woche mehrheitlich ab. Ein Grund: "Der Umweltgedanke ist für mich kein Argument", sagt UBB-Fraktionschef Ralf-Peter Katzer. Abwasser sei inzwischen nicht mehr nur Abfall, sondern auch ein Rohstoff. "Abwasser verdünnt im Garten auszubringen, ist besser als reinen Urin aus Ställen auf den Acker zu kippen", so Katzer.

Am Montag entscheiden Bützows Stadtvertreter über die Satzung und beauftragen damit Bürgermeister Stroppe, wie er auf der WAZ-Versammlung abzustimmen hat. Die findet am 12. November, 18 Uhr, im Gemeindezentrum in Rühn statt.

Quelle: Schweriner Volkszeitung 18.08.08 Güstrow

Bis 2013 sollen alle im Landkreis Güstrow anfallenden Abwässer ordentlich entsorgt werden. Größere Erschließungsmaßnahmen plant der zuständige Zweckverband aber nicht mehr. Das heißt für die mehreren tausend Grundstücksbesitzer, die eigene Kleinkläranlagen oder abflusslose Gruben betreiben: Sie müssen in den kommenden Jahren ihre Anlagen, falls nicht schon geschehen, modernisieren. Nur noch bis 2013 gibt es dafür Fördermittel von der EU.

Der Wasser- und Abwasserzweckverband Güstrow-Bützow-Sternberg (WAZ) schreibt gegenwärtig das Abwasserbeseitigungs-Konzept fort, zum dritten Mal seit der Wende. Ein Entwurf liegt jetzt vor. "Es wird die letzte Fortschreibung sein", sagt Olaf Danneberg aus der Geschäftsführung des WAZ. "Damit ist auch für die letzten Gemeinden eine Entscheidung gefallen", sagt Landkreissprecherin Petra Zühlsdorf-Böhm. Jeder Einwohner habe dann Klarheit darüber, wie seine Abwässer in Zukunft entsorgt werden, ob zentral oder dezentral.

Landkreis prüft Abwasser-Konzept

Die Untere Wasserbehörde des Landkreises sichtet gegenwärtig den Entwurf des Abwasserbeseitigungs-Konzeptes. Ihr obliegt die Zustimmung. "Da gibt es sicher auch noch Diskussionsbedarf. Ob zentral oder dezentral entsorgt wird, da spielen auch wasserrechtliche Fragen eine Rolle", erläutert Zühlsdorf-Böhm. Die Geschäftsführung des WAZ jedenfalls plant "keine größeren Erschließungsmaßnahmen mehr", sagt Olaf Danneberg. Darüber müsse man aber auch noch mit den Gemeinden und in der Verbandsversammlung reden. Über Einzelheiten des Entwurfs will Danneberg daher auch noch nicht sprechen.

Bisher würden knapp 70 Prozent der Abwässer im WAZ-Gebiet zentral, in modernen Kläranlagen entsorgt. Wo dies nicht der Fall ist, gibt es 4350 Kleinkläranlagen und 1069 abflusslose Gruben. "Wie viele davon schon auf dem Stand der Technik sind, wissen wir nicht, das ist Sache des Landkreises", sagt Danneberg. Der Kreis ist für die Einhaltung der Wasserrahmenrichtlinie verantwortlich. "Wir gehen davon aus, dass es bis 2013 zu schaffen ist, dass alle Anlagen nach modernem Stand arbeiten", sagt Petra Zühlsdorf-Böhm. Auch im Interesse der Einwohner, da sie nach 2013 keine Fördermittel mehr für die Umrüstung bekommen. Die Wasserbehörde prüfe fortlaufend, schreibe Grundstückseigentümer an und fordere sie auf, ihre Anlagen umzurüsten.

Münster (SMS) Kleinkläranlagen müssen regelmäßig gewartet werden. Fachfirmen schauen bis zu dreimal im Jahr bei den Betreibern vorbei, um die Anlagen genau in Augenschein zu nehmen. Die hohe Qualität der Wartung gewährleistet, dass das Abwasser klar bleibt, Grenzwerte eingehalten und Gewässer geschützt werden. Einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und viele praktische Informationen rund um Kleinkläranlagen erhielten jetzt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von rund 50 Wartungsfirmen bei einer Informationsveranstaltung in Münster. Eingeladen hatten das städtische Amt für Grünflächen und Umweltschutz und die Unteren Wasserbehörden der Münsterlandkreise. Fragen zum Thema beantwortet bei der Stadt Münster Wolfgang Friebe im Amt für Grünflächen und Umweltschutz, Tel. 4 92-67 86.

Quelle: Stadt Münster, Presse- und Informationsamt

utp umwelttechnik pöhnl aus Seybothenreuth entwickelt hydrocontrol – ein vollautomatisches und flexibles Steuerungssystem für Kleinkläranlagen, das nachweislich höhere Reinigungsleistung, weniger Energieverbrauch und mehr Flexibilität bringt.

Für viele abgelegene Wohnhäuser ist ein Anschluss an eine zentrale Kläranlage sehr teuer. Solche Häuser werden mit eigenen kleinen Kläranlagen ausgestattet, die mittlerweile in Ihrer Leistung den Großen in nichts nachstehen.

Hersteller von Kleinkläranlagen tüfteln jedoch schon seit längerem an der Problematik der Unterlast und Überlast - wenn die ankommende Abwassermenge die Normallast von 150 Liter pro Tag und Einwohner unter- oder überschreitet. „Normallast“ ist tatsächlich jedoch unnormal, denn ständig gleich bleibende Abwassermengen, sind eher selten: Feiert eine Familie beispielsweise eine Geburtstagsparty, erhöht sich die Anzahl der Bewohner und damit die Menge des Abwassers kurzfristig auf ein vielfaches. Unterlast entsteht, wenn die Familie im Urlaub ist und für mehrere Tage gar kein Abwasser bei der Kleinkläranlage ankommt. Solch eine Änderung tritt langfristig ein, wenn wegen dem demografischen Wandel im Haus eine Generation weg fällt oder dazu kommt. Noch komplizierter wird es bei Gaststätten oder Ferienhäusern; hier fällt meist am Wochenende weit mehr Abwasser an, als unter der Woche. Eine flexible, jedoch sichere Lösung muss also her!

utp umwelttechnik stellt die Neuheit im Steuerschrank klärcontrol seinen Partnerbetrieben vor

Bisher gab es lediglich Systeme, die neben der Normallast entweder nur mit einer Überlast oder aber nur mit einer Unterlast zurecht kamen - jedoch nicht mit beidem. Dies führte zu Reinigungsergebnissen unter den zugelassenen Mindestwerten und verhältnismäßig hohem Energieaufwand und damit steigenden Betriebskosten. Dem wirken viele Hersteller durch eine Reduzierung des Lufteintrages ohne Änderung der Betriebsführung entgegen. Leider schwindet dann die Betriebssicherheit, die erforderlichen Reinigungswerte können nicht eingehalten werden. Ferner führt diese simple Energiespartaktik zu der Begleiterscheinung, dass bei überbelasteten Kleinkläranlagen unbehandeltes Abwasser in die Natur fließt.

Dem Hersteller der Kleinkläranlage klärofix (utp umwelttechnik pöhnl) ist es nun gelungen, durch ein neues Steuerungsmodul namens hydrocontrol diesem unbefriedigenden Zustand Abhilfe zu leisten. Die Entwicklung und Erprobung der revolutionären Kleinklärtechnik erfolgte mit finanzieller und ideeller Unterstützung aus dem Technologieförderungs-Programm (BayTP) der bayerischen Staatsregierung.

Was kann dieses hydrocontrol? Kurz gesagt - es misst die ankommende Wassermenge und stimmt den kompletten Reinigungszyklus und nicht nur den Lufteintrag darauf ab. Dadurch werden Kosten und Energie gespart, ohne Verlust der Betriebssicherheit. Vergleichen kann man das mit einer modernen Waschmaschine. Anfangs stand hier lediglich die Anpassung der Wassermenge an die Wäschemenge – moderne Maschinen kennen heute unterschiedliche Waschprogramme für jede Schmutzmenge. Die Waschmaschinen – wie nun auch klärofix durch das neue hydrocontrol bei Kleinkläranlagen - erkennen Ihre Belastung selbständig und passen das Programm automatisch an.

Das Energieeinsparpotential beträgt bis zu 1,7 kWh pro Tag gegenüber anderen marktüblichen 4-Einwohnerkleinkläranlagen. Somit entscheidet die eingesetzte Technik nicht nur über eine mögliche jährliche Ersparnis von über 120,00 Euro pro Haus, sondern in der Summe von 1.000.000 deutschen Anlagen über das riesige jährliche Einsparpotential für die Volkswirtschaft von 620,5 GWh. Legt man diese Summe auf nachwachsende Rohstoffe um, so könnten bei einer angenommenen Leistung von durchschnittlich 1,54 GWh/a rund 400 Biogasanlagen in Deutschland eingespart werden, und das ohne Qualitätseinbußen beim Gewässerschutz.

Die Leistung dieser innovativen Neuheit auf dem Gebiet der Kleinkläranlagen wurde bei dem Prüfinstitut für Abwassertechnik (PIA) nachgewiesen. Dort wurde 60 Wochen lang alle möglichen Lastfälle, die auch im wirklichen Leben vorkommen, simuliert: ob Stromausfall oder Urlaubszeit, Unter- oder Überlast in unterschiedlichen Ausprägungen - dem Testobjekt klärofix® blieb nichts erspart. Aber es hat sich gelohnt, denn die Ergebnisse sprechen für sich: In allen Fällen wurde die vorgeschriebene Reinigungsleistung eingehalten und unterschritten - und das bei höchster Energieeffizienz.

Solche guten Ergebnisse bei unterschiedlichen Belastungen wurden bisher von noch keiner Kleinkläranlage erreicht.

Den ausführlichen technischen Bericht, den PIA-Prüfbericht und weitere News von utp finden sie hier

Quelle: Leipziger Volkszeitung Online am 07.10.2011 Der Betreiber einer Kleinkläranlage ist gesetzlich verpflichtet eine biologische Reinigungsstufe bis zu einem bestimmten Stichtag nachzurüsten.  Gegen diesen Sanierungsbescheid wurden diverse Klagen beim Verwaltungsgericht in Leipzig eingereicht. Hier wurde ein - vielleicht wegweisendes - Urteil gesprochen. Im konkreten Fall klagte ein Grundstückseigentümer gegen den Sanierungsbescheid des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain (Landkreis Leipzig) und beantragte "vorläufigen Rechtsschutz", also Maßnahmen, die ein Gericht vor dem Hauptverfahren trifft, um kurzfristig Rechtsschutz zu gewähren. Für den Stadtteil Ebersbach sieht das Konzept keine zentrale Abwasserbeseitigung vor. Grundstückseigentümer müssen hier für eine dezentrale Klärung sorgen. Dies betrifft die Installation, Instandhaltung und jetzt auch die Sanierung einer Vor-Ort-Klärung. All das soll finanziell vom Betreiber der jeweiligen Kleinkläranlage getragen werden. In Ebersbach sieht man aber den Versorgungsverband in der Pflicht, solche Anlagen zu bauen, zu betreiben und zu finanzieren, per Gebühr, nicht über private Baukostenzuschüsse. Das Urteil: es bestünden „keine ernstlichen Zweifel an der Rechtmäßigkeit" des Vorgehens des Versorgungsverbandes. Und auch nicht daran, dass die erforderlichen Grenzwerte nur durch eine biologische Kläranlage erreicht werden könnten. Ohne die seien die in der wasserrechtlichen Erlaubnis vermerkten Werte nicht einzuhalten. Der Verband darf den Einbau einer biologischen Reinigung fordern. Inwiefern ist dieses Urteil wegweisend? Ebersbach ist nur eine von vielen Ortschaften in Deutschland, die derzeit einen ähnlichen Streit ausfechten. Es ist davon auszugehen, dass andere Gerichte in Deutschland ähnlich entscheiden würden. Wer sich also mit dem Gedanken einer Klage trägt, ist gut beraten zu überprüfen, ob vergleichbare Grundvoraussetzungen wie im betreffenden Urteil vorliegen.

Die weltweiten Klimaveränderungen machen sich auch in Deutschland bemerkbar. Das Jahr 2018 wird mit seiner extremen Trockenheit im Gedächtnis bleiben. Klimaexperten sehen künftig einen Trend zu trockeneren Sommern. Dies wirkt sich nicht nur auf die Natur und Landwirtschaft negativ aus.

Selbst die Energieversorger mussten im Sommer Stromproduktion um ca. 30 % reduzieren, da durch den Rückgang des Wasserstands in den Flüssen und die dadurch ansteigenden Wassertemperaturen die Kühlung der Kraftwerke oft nicht mehr ausreichend war. Die Bereitstellung einer ausreichenden Trinkwassermenge erfordert unter diesen klimatischen Bedingungen erheblich mehr Anstrengungen. Doch warum sollte man Trinkwasser auch noch für den Garten verschwenden? Zudem teures, zumeist kalkhaltiges Trinkwasser für den Garten gar nicht so gut ist.

Vernünftig wäre doch, Regenwasser für die Gartenbewässerung zu verwenden. Weiches Regenwasser lässt Pflanzen optimal wachsen und kostet nichts. Die Einsparung von Trinkwasser ist aus ökologischer und wirtschaftlicher Notwendigkeit eine sinnvolle Maßnahme und wird auch für industrielle Betriebe zunehmend interessanter. Regenwassernutzungsanlagen werden häufig staatlich gefördert bzw. von manchen Städte und Gemeinden bezuschusst.

Wenn alte Heizöltanks wegen Rostschäden nicht mehr benutzbar sind oder wegen der Umstellung auf andere Energieträger nicht mehr benötigt werden, lassen sich diese z.B. kosten- und zeitaufwändig ausbauen oder mit Sand befüllen.

Alte Öltanks können aber auch von einem Fachbetrieb gereinigt und mit einer speziellen Tankinnenhülle ausgerüstet werden. In Verbindung mit einem Umrüstset, bestehend aus Kunststoff-Domdeckel, Patronenfilter und einem Topf für beruhigten Zulauf, besteht für Besitzer ausgedienter Heizöltanks die Möglichkeit, mit geringem Investitionsvolumen eine ökologisch und wirtschaftlich sinnvolle Regenwassernutzungsanlage für den Garten zu installieren.

Kernstück ist der Domdeckel, dessen 2 Öffnungen eine einfache und saubere Verrohrung ermöglicht. Diese wird vom Fallrohr in den Tankdom geleitet und an den Patronenfilter angeschlossen. Die Verbindung des Filterelements erfolgt durch Rapidverbinder. Bei der Verrohrung an die Kanalisation ist darauf zu achten, dass mit den Kanalgrundrohrbögen ein Siphon ausgeformt wird.

Ein Topf sorgt innerhalb des Regenwasserspeichers für einen ruhigen Zulauf des Regenwassers. Dadurch wird ein Aufwirbeln der Sedimentationsschicht verhindert und dem Speicherwasser Sauerstoff zugeführt. Für die Entnahme des Regenwassers eignet sich die Pumpe Forta Duo 1100.

Solche Umrüstsets werden für Dachflächen oft bis 150 m² konzipiert. Das System ist sofort nach dem ersten Regen betriebsbereit; der Trinkwasserverbrauch sinkt.

Infos zu solchen Umrüstungen finden Sie z.B. in diesem PDF.

 Wasser ist überlebenswichtig. Doch nicht nur der Körper braucht Wasser, auch im täglichen Leben wird Wasser benötigt: Zum Baden, Kochen, Spülen und Wäsche waschen. Mit all diesen Tätigkeiten verbraucht eine Familie im Durchschnitt täglich einige Hundert Liter Abwasser. Kein Wunder also, dass der Entwässerung des Grundstücks eine besondere Bedeutung zukommt – und das sowohl bei Alt- als auch bei Neubauten.

Die richtige Abwasserpumpe auswählen

Abwassersysteme setzen sich aus Rohren, Formstücken, Verbindungen, Befestigungen und Dämmungen zusammen. Die Herkunft und Beschaffenheit des Abwassers entscheidet darüber hinaus über die Auswahl der Abwasserpumpe und die zu erwartenden Betriebsbedingungen. Bei häuslichem Schmutzwasser ist die benötigte Pumpengröße zum Beispiel maßgeblich davon abhängig, ob das Abwasser Fäkalien enthält. Grundsätzlich müssen Abwasserpumpen jedoch immer so ausgewählt werden, dass ihr Durchgang für die jeweilige Abwasserart ausreichend groß ist, damit Verstopfungen vermieden werden können.

Dichtheitsprüfung von Abwasserleitungen

Doch nicht nur bei Neubauten spielen Abwasserleitungen eine große Rolle. Auch bei älteren Häusern sind sie ein wichtiges Thema – nicht zuletzt aufgrund der Dichtheitsprüfung von Abwasserleitungen gemäß der DIN Norm 1986, die Hauseigentümer dazu verpflichtet, die Kanäle auf ihrem Grundstück in gewissen Zeitabständen überprüfen zu lassen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Schäden an den Leitungen rechtzeitig erkannt und behoben werden können, bevor sich aus den Lecks Schäden für die Umwelt ergeben.

Getrennte Leitungen für Abwasser und Trinkwasser

Trinkwasser und Abwasser werden nicht nur in der Nebenkostenabrechnung getrennt aufgelistet. Auch im Haus muss man für beide Systeme getrennte Leitungen verlegen. Wer seine Abwasserleitungen dabei in Eigenregie verlegt, kann viel Geld sparen – zumal dafür noch nicht einmal besondere handwerkliche Fähigkeiten notwendig sind. Benötigt werden sogenannte PE-Rohre aus Polyethylen, die leicht zu montieren sind und über eine lange Lebensdauer verfügen, sowie diverse passende Formteile wie Bögen mit verschiedenen Winkeln und T-Stücke.

Abwasserleitungen selbst verlegen

Zunächst muss der geplante Verlauf der Abwasserleitungen markiert werden. PE-Rohre können dabei immer nur geradlinig verlegt werden. Für Richtungsänderungen werden entsprechende Rohrbögen benötigt. Aus dem Verlauf kann dann ermittelt werden, wie viel Material benötigt wird. Ist dies geschehen, beginnt man mit dem Aushub des Rohrkanals. Die Rohre müssen mindestens 80 cm tief im Erdreich verlegt werden, um vor Frost geschützt zu sein. Zudem muss man beim Ausheben auf ein Gefälle von einem Zentimeter pro Meter Rohrlänge achten. Das eigentliche Verlegen der Rohre geschieht dann recht einfach. Jedes Rohr ist mit einem Spitzende und einem Muffenende ausgestattet. In Letzterem befindet sich eine Nut, in der ein entsprechender Dichtungsring eingelegt werden muss. So werden die Rohre nach und nach montiert. Danach füllt man den Kanal wieder mit Erde – am besten schichtweise. Das bedeutet, dass eine Erdschicht von etwa 30 Zentimetern eingefüllt und dann leicht verdichtet wird, indem man die Erdschicht festtritt. So verfährt man, bis die Kanäle wieder vollständig mit Erde aufgefüllt sind. Foto: djd/Kanal-Türpe GmbH & Co. KG

Für jeden Unternehmer ist es eine Notwendigkeit die Kundeninteressen zu kennen und zu beachten. Das ist auch in der Klärbranche nicht anders. Hier stellt sich die Frage, was dem zukünftigen Betreiber einer Kleinkläranlage am wichtigsten ist. Aus diesem Grund wurde auf klaeranlagen-vergleich.de eine Umfrage gestartet, an welcher insgesamt 680 Personen teilgenommen haben. 

Gefragt wurde "Was ist Ihnen beim Einbau Ihrer Kleinkläranlage am wichtigsten?". Bevor wir eine kleine Analyse starten, wollen wir Ihnen hier erst einmal die Ergebnisse präsentieren.

Analyse der Umfrage

Es dürfte wohl kaum überraschen, dass dem Endkunden ein günstiger Preis am wichtigsten ist. Da eine Kleinkläranlage in der Regel kein Hobby und schon gar kein Prestige- oder Luxusgut ist, sondern eher als vom Staat vorgeschriebenes notwendiges Übel gesehen wird möchte der Endkunde hier logischerweise sparen, wo auch immer möglich. Da es sich hier um eine Kleinkläranlage handelt, überrascht aber die mit 38% relativ niedrige Zahl aber ein wenig. Vermutet hätten wir einen höheren Prozentsatz an künftigen Betreibern, welche das "Projekt Kläranlage" schnell und günstig abhaken möchten.

Öffentliche Kläranlagen sorgen dafür, dass das Abwasser aus den Haushalten geklärt wird. Dies erfolgt in verschiedenen Klärstufen. Zuerst erfolgt die mechanische Klärung, in dieser Phase sollen die groben Stoffe zurückgehalten werden. Sie sinken auf den Boden der Klärkammer ab und können dort abgeschöpft werden. Die im Wasser verbleibenden, leichteren Partikel gelangen zur nächsten Klärstufe. In der biologischen Abwasserbehandlung werden die organischen Stoffe abgebaut. Diese Stufe wird durch Bakterien erreicht, diese vermehren und ernähren sich von den Inhaltsstoffen des Abwassers. Hierzu verarbeiten sie Kohlenstoff zu Wasser und Kohlendioxid. Eine weitere Aufgabe der Kläranlage ist die Umwandlung von Verbindungen aus Ammonium zu reinem Ammonium. Diese wird durch die Bakterien zu Nitrat verarbeitet. Je nach Ausführung und Klasse der Kläranlage wird ein bestimmter Reinigungsgrad des Abwassers erreicht, zum Teil müssen nachfolgende Gewässer Reinigungsarbeiten übernehmen. Um die Stoffe im Wasser abzubauen, benötigen die Bakterien Sauerstoff. Dieser wird durch entsprechende Komponenten eingeblasen.

Wer außerhalb einer Stadt oder Gemeinde wohnt, ist teilweise nicht an die öffentliche Kläranlage angeschlossen. In diesem Fall gibt es die Möglichkeit, eine Kleinkläranlage einzubauen, die das Abwasser auffängt. Auch bei Ferienhäusern, Kleingärten, Campingplätzen, Sportstätten, Vereinshäusern oder Dauerbaustellen ist oftmals kein Anschluss ans öffentliche Abwassernetz vorhanden. Hier ist eine eigene Kleinkläranlage erforderlich. Wie bei den großen Kläranlagen, ist auch hier ein fachmännischer Anschluss der Anlage erforderlich. Die Hersteller geben Tipps zum Einbau der Klein-Kläranlagen, doch sollte ein Fachmann diese Arbeiten ausführen. Sowohl die Anlage selbst als auch die Komponenten zum Anschlus müssen den erforderlichen technischen Vorschriften entsprechen, damit sie zuverlässig ihren Dienst verrichten. Zudem sollten sie so eingebaut werden, dass die Zufahrt eines Fahrzeugs zum Absaugen des Klärschlammes bei der Entleerung problemlos möglich ist. Der Ausfall der Abwassersammelanlage kann unangenehme Folgen haben, welche die Gesundheit beeinträchtigen können.

Die optimale Reinigung des Abwassers ist ein wichtiger Faktor, eine einwandfreie Funktion sollte garantiert sein. Um dies zu gewährleisten, ist ein fachgerechter Anschluss der Komponenten erforderlich. Spezialkabel für Kläranlagen sorgen für die richtige Verbindung. Unter anderem bietet Scherer Kabel solche Spezialkabel an, welche die hohen Ansprüche in punkto Material und Ausführung erfüllen. Sie entsprechen den vorgegebenen Spezifikationen und eignen sich für diesen Verwendungszweck. Dabei stehen Spezialkabel in unterschiedlichen Konstruktionen, Querschnitten und Mantelmaterial zur Auswahl. Sie sind beständig gegen Hitze, Kälte, Chemikalien und andere Einwirkungen.

Es ist ein Thema, das was fast jeden Hausbesitzer betrifft. Die Dichtheitsprüfung privater Abwasserrohre, auch Dichtigkeitsprüfung genannt. Als letztes Bundesland hat jetzt NRW die Pflicht ausgesetzt - allerdings mit einigen Ausnahmen und Schlupflöchern. Nach der Landtagswahl 2012 herrschte viel Verwirrung zur Position der rot-grünen Landesregierung. Es gab keine klare Aussage zur Dichtheitsprüfung. Im Oktober ist die Entscheidung gefallen: es gibt keine grundsätzliche Anordnung zur Dichtigkeitsprüfung privater Kanäle. Viele Bürger sind erleichtert, wären doch hohe Kosten auf sie zugekommen. Die Kanalprüfungs- und reinigungsfirmen sind hingegen entsetzt.

Die Ausnahmen der Dichtigkeitsprüfung

Während die einen jubeln, zittern andere weiterhin. Eine Kanalsanierung nach einer nicht bestandenen Dichtheitsprüfung ist nämlich eine teure Angelegenheit. Man mag  sich streiten, ob die Ausnahmen von der gesetzlichen Vorschrift wirklich notwendig sind. Tatsache ist, dass die Pflicht weiterhin für folgende Gebäude besteht:

  • es liegt ein konkreter Verdacht undichter Rohre vor
  • Gebäude in Wasserschutzgebieten (Dichtheitsprüfung bis Ende 2015 oder 2020)
  • Gebäude mit gewerblicher Nutzung (Dichtheitsprüfung bis Ende 2020)

Darüber hinaus drängen die Grünen darauf, dass beim Besitzerwechsel eines Gebäudes eine Abwasserprüfbescheinigung zur gesetzlichen Vorschrift wird. Wird bei einer Dichtheitsprüfung eine defekte Abwasserleitung entdeckt, muss laut neuem Gesetz unterschiedlich schnell gehandelt werden.  Geringfügige Schäden unterliegen keiner Reparatur-Pflicht. Bei mittelgroßen Schäden hat man bis zu zehn Jahre Zeit, bei einsturzgefährdeten Rohren muss umgehend saniert werden.

Warum wurde die Pflicht zur Dichtheitsprüfung gekippt?

Hochrechnungen ergaben, dass mit Sicherheit über 90% aller privaten Abwasserrohre in Deutschland undicht sind. Von daher würde eine gesetzliche Vorschrift zur Prüfung Sinn machen.  Allerdings bestehe laut Sachverständigen des Bundes und des Landes keine Gefahr für die Umwelt, weswegen eine generelle Pflicht eine unnötige Kostenbelastung für die Haushalte wäre.

Des einen Freud, des anderen Leid

Während sich die Bevölkerung weitestgehend darüber freut, dass die Dichtheitsprüfung nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist, sehen sich einige Prüfungs- und Sanierungsfirmen in NRW in Ihrer Existenz bedroht. Man hat in weiser Voraussicht neue Prüfungstechnik angeschafft, welche jetzt durch die ausbleibenden Aufträge nicht abgezahlt werden kann. Ein Prüfwagen kann bis zu 100.000 EUR kosten. Auch fühlen sich Hauseigentümer, die relativ zügig auf die Vorschrift zur Dichtigkeitsprüfung reagiert haben, zu Recht unfair behandelt. Der ein oder andere Kanal hat nicht bestanden und muss jetzt teuer saniert werden, es liegt ja schließlich ein konkreter Schaden vor.

In Melbourne (Australien) ist im Oktober 2012 eine 50 Jahre alte Hauptwasserleitung gebrochen. Das Wasser schoss 80 Meter in die Höhe. 35.000 Liter Wasser regneten auf die umliegenden Häuser nieder. So etwas wird mit privaten Wasser und Abwasserkanälen eher nicht passieren. Dennoch: wer vorsorgt kann sich viel Kosten und Ärger ersparen.

Wie entstehen Rohrbrüche?

Rohrbrüche sind häufig auf Materialermüdung zurückzuführen. Das Material ist im Laufe der Jahre vielen Einflüssen wie Temperaturschwankungen, Ablagerungen, Vibrationen, Chemikalien, Bakterien und so weiter ausgesetzt. Irgendwann gibt ein Rohr dann nach und kann brechen. Weitere Ursachen für einen Rohrbruch können auch Produktions- oder Installationsfehler sein. Und dann noch die menschliche Hand: zum Beispiel durch Fehlbohrungen in die Wand oder die Erde oder Verstopfungen.

Oft leckt es zuerst

In der Erde liegende lecke Kanäle und Rohre sind meist nur im Rahmen einer Dichtheitsprüfung erkennbar. Im Bereich von Gebäuden, beispielsweise im Badezimmer oder Kellerräumen, sind rissige Rohre teils an Schimmel, Stockflecken, Holzfäule, abblätternder Farbe oder Bewegungen am Wasserzähler trotz geschlossener Wasserhähne zu erkennen. Jetzt darf keine Zeit verloren werden. Es wird empfohlen einen Sanitär-Fachmann zu rufen. Denn bricht das Rohr erst einmal komplett, ist der Schaden immens. Da kann man dann nur hoffen, dass es ein Wasserrohr und kein Abwasserkanal mit Fäkalien ist.

Wer zahlt im Falle des Falles?

Im besten Fall natürlich die Versicherung. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Es hängt auch davon ab ob Sie Mieter oder Eigentümer sind, ob Sie den Schaden verursacht haben oder nicht, und ob Eigentum dritter durch den Rohrbruch beschädigt wurde. Versicherungen, die im Falle des Falles greifen sind die Gebäude-, die Hausrat- und / oder die Haftpflichtversicherung.

Wie kann man vorsorgen?

Eine Möglichkeit wäre die Installation eines Wasserwächters mit Überwachungselektronik (ein sogenanntes Leckageschutz-Gerät). Dieser sperrt bei ungewöhnlichem Wasserverbrauch die Leitungen. Darüber hinaus sollten keine Gegenstände in der Toilette oder in Abflüssen entsorgt werden. Sehr beliebt, aber unbedingt zu unterlassen: Essensreste die Toilette runter spülen. Auch Verstopfungen nicht lange ignorieren, sondern umgehend handeln. Aber trotz aller Maßnahmen: einen 100% Schutz gibt es nicht.

Das Blockheizkraftwerk im Keller, die Photovoltaikanlage auf dem Dach, die Kleinkläranlage im Garten – in Punkte Energie, Ver- und Entsorgung bieten sich dem Hausbesitzer heute so viele Möglichkeiten wie nie zuvor. Sich die Ressourcen der Natur zunutze machen, einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und auch wirtschaftlich profitieren. Investieren, vergleichen, wechseln – abhängig von individuellen Begebenheiten kommen verschiedene Lösungsansätze in Frage.

Strom: Ökostrom erzeugen, verkaufen, kaufen

Die Solarstromanlage, das Blockheizkraftwerk, ein Windrad, oder Biomasse? Ökostrom wird staatlich gefördert, unabhängig davon ob der erzeugte Strom vollständig in das Netz eingespeist oder auch selbst verbraucht wird. Unter Umständen kann es sich lohnen den Strom komplett zu verkaufen – und sich gleichzeitig einen günstigen Stromanbieter zu suchen, um den benötigten Strom möglichst günstig kaufen zu können. Hierzu empfehlen sich Vergleichsportale: www.im-vergleich-24.de beispielsweise offeriert nebst Vergleichsmöglichkeiten für Strom / Ökostrom auch jene für Erdgas, Heizöl oder Versicherungen aller Art an.

Heizung: Ressourcen vor Ort nutzen

Der Heizöltank in Garten oder Keller ist meist nicht mehr der Jüngste – gerade hier lohnt es, sich Gedanken über eine andere, energieeffizientere, nachhaltigere und günstigere Möglichkeit fürs Heizen nachzudenken. Besteht die Möglichkeit, günstig an Brennholz zu kommen? Ist ein Anschluss an das Gasnetz möglich? Die Solarthermieanlage auf dem eigenen Dach sollte natürlich auch nicht außer Acht gelassen werden. Ebenso wie die Frage, inwiefern sich in den nächsten Jahren die Energiepreise entwickeln werden – gerade Bezug nehmend auf Gas und Öl ein wichtiger Faktor. Auch können neue Technologien interessant werden: Ein Blockheizkraftwerk welches mit Erdgas betrieben wirkt erzeugt Strom und Wärme gleichermaßen. Eine Investition, welche staatlich bezuschusst wird, sich eventuell recht schnell rechnen kann. Und darauf kommt es (nebst dem Umweltaspekt) ja auch an: Eine Investition muss sich in absehbarer Zeit amortisieren.

Wasser fällt gratis vom Himmel

Nicht jeder Tropfen Wasser muss aus der Leitung kommen und bezahlt werden. Regenwasser kann eine Option darstellen, gerade für Toilettenspülung, Gartenwässerung etc. Schade, wenn das teure Nass einfach so im Boden versickert. Dabei kann es leicht aufgefangen gefiltert und im Haus genutzt werden.

Möglichkeiten erkennen, Ideen haben, autonomer werden

Längst ist das Plus-Energie-Haus machbar, wirtschaftlich wie auch ökologisch kann es interessant sein Energie zu erzeugen, selbst zu nutzen und auch weiter zu kaufen. In Kombination mit entsprechenden Investitionen, beispielsweise in Hausdämmung, kann zusätzlich der eigentliche Energiebedarf optimiert werden. Ein weiterer Schritt hin zur Autonomie, welche gleichzeitig mit geringeren Kosten verbunden ist.

Auf was muss geachtet werden wenn eine Kleinkläranlage betrieben wird und das Trink- Brunnenwasser über eine Wasserenthärtungsanlage aufbereite wird? Ab 2016 muss jede Kleinkläranlage in Europa vollbiologisch betrieben werden, umso wichtiger ist hierbei zu beachten, das dass Abwasser / Regenerierwasser aus Wasserenthärtungsanlagen nicht in die Kleinkläranlage eingeleitet werden darf.

Warum schadet das Abwasser aus Enthärtungsanlagen meiner Kleinkläranlage?

Der Regenerationsprozess / Reinigungsprozess der Wasserenthärtungsanlage erfolgt über eine sich im Solebehälter gebildete gelöste gesättigte Salzsole welche aus Regeneriersalztabletten gewonnen wird. Die Salzkonzentration ist so hoch, das damit die vom Enthärterharz aufgenommenen Kalziumkarbonate während der Regeneration abgelöst und ausgespült werden. Gelangt nun dieses Abwasser in die Kleinkläranlage so zerstört es die Biologie und die Kleinkläranlage arbeitet nicht mehr richtig und stellt ihre Funktion ein.

Was muss ich tun wenn ich dennoch mein Trink- und Brauchwasser mittels Wasserenthärtung aufbereiten will und kleine öffentliche Einleitung von Abwässern möglich ist?

Hier muss für eine separate Entsorgung vom Abwasser aus der Wasserenthärtung gesorgt werden, dieses kochkonzentrierte Abwasser was lediglich Salzfracht und Kalkfracht enthält kann durch verdünnen um den fünffachen Wert über eine Sickergrube abgeleitet werden.

Warum kann ich das um den fünffachen Wert stark verdünnte Abwasser nicht in die Kleinkläranlage einleiten?

Dieses Abwasser würde die sehr empfindliche Biologie immer noch schädigen.

Auf was sollte bei der Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage aus Betreibersicht für ein Einfamilien- oder Mehrfamilienhaus bei Betrieb einer Kleinkläranlage geachtet werden?

Die Entwicklung hat hier gewaltige Fortschritte gemacht. Wichtig ist, dass die Wasser-Enthärtungsanlage richtig ausgelegt wird. Bei richtiger Auslegung der Enthärtungsanlage mit Sparbesalzung fällt bei der Regeneration weniger Abwasser an. Durch das so genannte Gegenstromverfahren wird das Wasser in der Entkalkungsanlage von unten nach oben geführt, hierbei wird eine bessere Harzausnutzung erzielt wie beim herkömmlichen Gleichstromverfahren wo das Wasser von oben nach unten über das Harzbett geführt wird. Durch dieses Verfahren sind bis zu 50% Regeneriersalz pro Regeneration einzusparen. Beim Kauf eines Wasserenthärters ist unbedingt darauf zu achten das hier eine echtes Gegenstromsteuerventil verbaut wird. Bei vielen herkömmlichen Enthärtern wird den Kunden jedoch nur die Sparbesalzung in Form einer verringerten Kapazitätsangabe vorgegaukelt.

An wen kann man sich für die richtige Beratung, Auslegung wenden?

Kadotec.de baut zunächst alle Anlagen Auftragsbezogen in Deutschland genau nach Auslegung und ihren Wünschen. Also keine Anlagen aus China oder Importware. Hier können sie ihr Anliegen genau vortragen und werden kompetent beraten. Die Spezialisten bei Kadotec Wassertechnik kennen die Problematik. Für den Notfall hilft ihnen der werkseigene bundesweite Kundendienst.
In Hamburg wird derzeit ein Stadtviertel mit 770 Wohneinheiten geplant, welches die Fäkalien der Bewohner zur Produktion von Strom und Wärme nutzt. Diese umweltfreundlich erzeugte Energie wird wiederum direkt von den Bewohnern verbraucht. Die Idee der umweltfreundlichen Energiegewinnung aus Abwasser wird über das stadteigene Unternehmen "HAMBURG WATER Cycle" in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wissenschaft realisiert. Finanziert wird das ehrgeizige Projekt mit Förderungen der EU (EU-Life-Programm) und des Forschungs- und Wirtschaftsministeriums des Bundes. Die Grundstücke werden auf einem 35 Hektar großen, stillgelegten Gelände der Bundeswehr erschlossen. 630 der 770 Wohneinheiten werden in den nächsten drei Jahren neu errichtet. So entsteht moderner Wohnraum. Doch der eigentliche Höhepunkt des Stadtteils ist die intelligente Energie- und Wärmeproduktion. Fäkalien des gesamten Stadtviertels werden aus dem Abwasser extrahiert und mit Bioabfall in einem Faulturm zur Gärung gebracht. Bei diesem Vorgang entsteht das Biogas Methan, welches zum Antrieb eines Blockheizkraftwerks verwendet wird. Da das Abwasser jetzt nur noch Grauwasser ist, dass heißt fäkalienfrei, hat die Kläranlage nicht mehr viel zu tun. Das Abwasser ist leicht klärbar. Diese Idee ist umweltfreundlich und kostensparend zugleich. In Kombination mit der Installation von Vakuumtoiletten wird auch wenig Wasser bei den Spülvorgängen verbraucht.
Als Eigentümer eines Hauses ist jeder dazu verpflichtet, darauf zu achten, dass auch die Hausanschlüsse überprüft und ggf.  instandgesetzt werden. Die Folge könnten schwere Schäden an den Leitungen selbst sein, wenn die regelmäßigen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten nicht ausgeführt werden. Eine sehr wichtige Aufgabe kommt dem Abwasseranschluss zu. Wenn dieser nicht wirklich technisch einwandfrei ist, wie er es sollte, dann kann das Abwasser nicht mehr zu den Kläranlagen gelangen und versickert schon im Vorfeld im Boden und gelangt ggf. ins Grundwasser. So können dann Schadstoffe aus dem Abwasser direkt und ungefiltert in das Grundwasser gelangen. Eigentlich haben Kläranlagen die Aufgabe dafür zu sorgen, dass das Abwasser ordentlich gereinigt in den Wasserkreislauf zurückfließen kann. Denn nur so ist gesichert, das das Wasser die höchste Qualität haben kann. Wasser ist ein Lebensmittel und sollte daher auch mit Sorgfalt behandelt werden. Aus dieser Sicht sollte es als oberste Pflicht eines jeden gelten, dass der Abwasseranschluss optimal funktioniert. Einen Schaden am eigenen Eigentum möchte sicherlich niemand verantworten. Wer seinen Hauswasseranschluss nicht überprüft und instand setzt, der riskiert nicht nur einen Schaden an dem eigenen Hab und Gut, sondern auch einen Umweltschäden und das betrifft uns alle. Dabei ist es einfach, mittels einer fahrbaren Kamera die Rohre zu untersuchen. Auch die Sanierung von beschädigten Rohren ist mittels dem Schlauchlining-Verfahren sehr einfach und leicht zu bewerkstelligen. Bei diesem Verfahren  wird ein, mit speziellem Kunstharz durchtränkter Schlauch, mittels Luft- oder auch Wasserdruck an die jeweiligen Rohrwandungen des zu sanierende Rohres gepresst und härtet dann aus.. Weitere Informationen zu Dichtheitsprüfung von Hausanschlüssen finden Sie auf  www.dichtigkeitsprüfung4you.de
Nach einer nicht bestandenen Dichtigkeitsprüfung entstehen mitunter hohe Kosten für die Rohrsanierung. Bleibe ich auf den Kosten sitzen?

Springt bei der Kanalsanierung meine Versicherung ein?

Gemeinhin sind Rohrbrüche über einige Gebäudeversicherungen abgesichert. Wird eine Undichtigkeit festgestellt und muss beseitigt werden, stellen sich trotzdem viele Versicherungen quer. Jennefer Fricke vom Bund der Versicherten, erklärte in der Financial Times Deutschland: "Wer glaubt, dass im Sanierungsfall die Wohngebäudeversicherung einspringt, kann eine böse Überraschung erleben. Bei der Gebäudeversicherung sind nur Rohrbrüche versichert." Darunter fallen leider nicht undichte Rohre, Rohrverbindungen, Dichtungsmaterialien oder Wurzeleinwuchs. "In diesen Fällen bleibt der Eigentümer auf den Kosten sitzen." Manche Versicherung akzeptiert mittlerweile eine Einbindung des Rohrsystems in die Versicherungspolice nach einer bestandenen Dichtheitsprüfung. Allerdings darf der Nachweis nicht älter als 5 Jahre sein.

Was kostet eine Rohrsanierung?

Das hängt ganz davon ab, ob eine Sanierung überhaupt möglich ist. Kleinere Schäden lassen sich gewiss ausbessern, bei großen Beeinträchtigungen hilft leider nur noch eine Erneuerung, welche richtig teuer wird. Aber selbst eine Ausbesserung der Rohre kann schon mehrere Tausend Euro kosten. Abhängig ist die Gesamtrechnung logischerweise vom Aufwand und der Länge der zu reparierenden Leitung. Privateigentümer dürfen 20% des Arbeitskostenanteils bei einem Höchstbetrag von bis zu 1.200 EUR absetzen.
Die Dichtigkeitsprüfung kann entweder über eine Druckprüfung (Luft oder Wasser) oder eine TV-Inspektion durchgeführt werden.

Druckprüfung

Das zu prüfende Rohr wird durch Gummimanschetten verschlossen und es wird Wasser oder Druckluft eingelassen. Das Rohr muss einen vorgegebenen Druck aushalten können und diesen auch über einen bestimmten Zeitraum aufrechterhalten. Sind die Rohre undicht oder spröde wird Wasser oder Luft entweichen, der Druck lässt nach und der Kanal-Inspekteur hat eine Undichtigkeit ermittelt.

TV-Inspektion

Die TV-Inspektion ist oft die logische Konsequenz aus einer nicht bestandenen Druckprüfung. Erstere stellt nämlich nur eine Undichtigkeit fest, aber nicht unbedingt, wo genau diese aufgetreten ist. Um eine Rohrsanierung durchzuführen, muss der Schaden lokalisiert werden können. Bei der TV-Inspektion wird durch den Kontrollschacht des Rohrsystems ein kleiner lenkbarer Fahrwagen herab gelassen, welcher mit einer Videokamera ausgestattet ist. Die Steuerelektronik und ein Fernseher befinden sich im Kanalwagen. So kann das Rohrsystem Stück für Stück inspiziert werden. Manche Gemeinden akzeptieren eine reine TV-Inspektion, welche oftmals günstiger ist. Vor Beauftragung sollte man sich hierüber informieren.
Auf Grundstücken und in Gebäuden gibt es ein großes Rohrsystem. Diese wiederum unterscheiden sich in Zu- und Ableitungen. Müssen alle Rohre einer Dichtheitsprüfung unterzogen werden? Ein Überblick. Die Wassergesetze der einzelnen Bundesländer regeln alles rund um den Schutz und die Nutzung deutscher Gewässer, sowie die Wasserver- und Entsorgung. Ergänzt werden diese durch die wasserrechtlichen Vorschriften des Bundes und der EU. Große Gefahr für unsere Gewässer geht von Schmutzwasser aus und daher wollen die Vorschriften auch genau hier eingreifen. Geprüft werden müssen also Abwasserrohre (keine Zuleitungen), die auf dem Grundstück und unter der Bodenplatte (Fundament) des Gebäudes liegen. Leitungen innerhalb des Gebäudes unterliegen keiner Prüfungspflicht. Wird Regenwasser in separaten Leitungen transportiert, werden auch diese von der Vorschrift nicht erfasst. Grundsätzlich endet die Prüfpflicht des Eigentümers beim Kontrollschacht an der Grundstücksgrenze. Örtliche Satzungen der Gemeinde dürfen aber verlangen, dass die Prüfung bis zum öffentlichen Kanalanschluss erweitert wird.
Auch wer Arbeitslosengeld II bezieht kommt nicht um die Nachrüstung einer vollbiologischen Kleinkläranlage umhin. Manche trifft das Leben sehr hart: erst verliert man seine Arbeit und bezieht Hartz IV, dann droht man auch noch sein Eigenheim zu verlieren. Denn dies kann demjenigen passieren, der nicht die Mittel für die Nachrüstung einer vollbiologischen Kleinkläranlage aufbringen kann. Hierzu ist der Hausbesitzer nämlich verpflichtet. Nicht in allen Teilen Deutschlands gelten die gleichen Fristen, doch grundsätzlich gilt: die Umrüstung muss über kurz oder lang stattfinden. Wer das Geld auf keinem Wege beschaffen kann, dem mögen folgende Tipps helfen: - Prüfen Sie ob in Ihrem Bundesland eine Förderung für die Nachrüstung oder den Neubau von privaten Kläranlagen besteht  und beantragen Sie diese: Förderung für Kleinkläranlagen - Gibt es für Ihr Bundesland einen Förderkredit? - Nutzen Sie den kostenlosen Angebotsvergleich um zu sparen. - Prüfen Sie ob Sie sich mit Bekannten, Freunden oder Nachbarn zusammenschließen können, um eine Sammelanfrage zu starten: - Sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft, beantragen Sie bei der Arge im Rahmen einer Einzelfallentscheidung die Überprüfung einer anteiligen Bedarfsanerkennung.
Quelle: Biallo.de - Das Verbraucherportal für private Finanzen Die Kosten für eine biologische Kleinkläranlage kann man steuerlich nicht als außergewöhnliche Belastung oder Sonderausgabe geltend machen. Soweit die schlechte Nachricht vorweg. Das Finanzgericht Münster entschied so, da Hauseigentümer für die Anschaffung einer Kleinkläranlage einen Gegenwert erhalten, Stichwort "Vermögensumschichtung". Außerdem erhöhe dies den Wert des Hauses, was sich bei einem möglichen Verkauf des Hauses positiv auswirke. Weiter hieß es, dass die Kosten für den Einbau und den Betrieb einer Kleinkläranlage nichts "außergewöhnliches" seien, sondern eine gesetzliche Verpflichtung. Doch wie so oft, gibt es eine Ausnahme von der Regel. Nämlich wenn mit der Immobilie Einkünfte erzielt werden, beispielsweise Mieteinnahmen. So dürfen die Anschaffungskosten steuerlich als Abschreibung über mehrere Jahre hinweg angesetzt werden. In diesem Zusammenhang ist ein Entscheidung des Bundesfinanzhofs von Interesse: Mieter und Eigenheimbewohner können die Kosten für Handwerkerarbeiten und haushaltsnahe Dienstleistungen in Höhe von 20% bei der Einkommenssteuererklärung geltend machen, allerdings nur bis maximal 6.000 Euro. Eine Anmerkung von Michael Fritzsch, Vizepräsident der Steuerberaterkammer Nürnberg: " Die Zahlung muss auf dem Konto des Empfängers eingehen, also entweder per Überweisung oder Direkteinzahlung"
Kleinkläranlagen müssen von Gesetzeswegen regelmäßig gewartet werden. Dies darf nur von zertifizierten Wartungsunternehmen durchgeführt werden. Wie finde ich so ein Unternehmen? Arbeitet eine Kleinkläranlage nicht einwandfrei, kann die Umwelt in erheblichem Maße geschädigt werden. So verpflichtet der Gesetzgeber (europäisches Recht) den Betreiber einer Anlage zu regelmäßigen Kontrollen (meist zwei bis drei mal pro Jahr). Da diese oft selbst nicht fachkundig sind, müssen die Wartungen durch Fachbetriebe und Fachhandwerker, Abwasserzweckverbände, Betreibergesellschaften oder Anlagenhersteller, die die notwendige Fachkunde besitzen müssen, durchgeführt werden. Prinzipiell kann jeder diese Fachkunde erwerben, beispielsweise durch den Besuch eines Kurses der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) und wenn darüber hinaus eine technische Mindestaustattung zur Verfügung steht. In der Regel wird eine Wartung aber in Auftrag gegeben. Vor Abschluss eines Wartungsvertrags empfehlen wir daher zu überprüfen, ob das betreffende Unternehmen zertifiziert ist. Nutzen Sie hierzu das kostenlose Angebot der DWA:  http://www.dwa.de/rwservice/kka/index.htm
Wie heißt es noch in dem Sprichwort: "Vorbeugen ist besser als Heilen". Dies trifft auch auf Kanäle und Rohre auf dem eigenen Grundstück zu. Vielfach muss bei der Dichtheitsprüfung tief in die Tasche gegriffen werden. Die Rohre sind nicht dicht und es bedarf einer Sanierung. Doch manches Mal sind die Probleme hausgemacht: Bäume und Sträucher werden zu dicht an die Rohre gepflanzt und das Wurzelwerk dringt ein. Hier können Pflanzen ungeheure Kräfte entwickeln. Wer von Vornherein klug pflanzt, dürfte später weniger Sorgen haben. Fachleute empfehlen daher Pflanzen mit starken und tiefen Wurzeln nicht über den Verlauf der Kanäle zu setzen, möglichst zwei Meter Abstand wäre das Beste.  Warum nicht Kräuter und Rasen im Bereich der Rohrverläufe pflanzen? Wer nicht den Platz hat auszuweichen, sollte ausreichend gießen, damit die Pflanzen nicht tiefer im Erdreich nach Wasser suchen.
Für den ein oder anderen Hausbesitzer mag die Beauftragung der Dichtigkeitsprüfung eine große finanzielle Belastung darstellen. Wer Vorbereitungen trifft, kann ein bisschen sparen. Das für die Dichtheitsprüfung beauftragte Unternehmen muss wissen, wo die Kanäle und Rohre auf dem Grundstück verlaufen. Vielleicht hat man die entsprechenden Unterlagen zuhause oder kann sie sich über das zuständige Tiefbauamt besorgen.  Wer damit nicht dienen kann, sollte wenigstens eine Skizze erstellen. Dies spart Zeit und so können die vorbereitenden Tätigkeiten schneller abgeschlossen werden. Aufschlussreich wäre es hier auch Abmessungen und Rohrdurchmesser zu notieren. Bestenfalls liegen die Unterlagen, bzw. die Skizze schon bei Angebotseinholung vor. Da speziell die optische Untersuchung nur bei gereinigten Rohren durchgeführt werden kann, sollte erst dafür gesorgt werden, dass die Leitungen alle gesäubert werden. Über hohen Wasserdruck werden die Rohre ausgespült und der Rest mit Rohrfresen entfernt. Wer bereits im Vorfeld weiß, dass die Kanäle nicht die Dichtheitsuntersuchung bestehen werden, tut gut daran, diese erst reparieren zu lassen. Ansonsten muss man im schlimmsten Fall zwei Dichtigkeitsprüfungen bezahlen.
Der Paderborner Stadtentwässerungsbetrieb warnt vor Betrügern, die sich als städtische Mitarbeiter ausgeben und behaupten eine Dichtheitsprüfung durchführen zu müssen. Sie behaupten im offiziellen Auftrag unterwegs zu sein, um die Kanäle zu überprüfen und zu spülen. Möglicherweise wollen die Betrüger danach Geld kassieren oder bei Einlass in das Haus lange Finger machen. Der Paderborner Stadtentwässerungsbetrieb stellte aber klar: es werden keine Hausbesuche gemacht und es werden auch keine Firmen dazu beauftragt dies zu tun. Die Paderborner Polizei rät niemanden ins Haus zu lassen. Leider konnten die Täter nicht gefasst werden. In allen Teilen Deutschlands mögen Schurken mit der gleichen Masche unterwegs sein. Darum ist höchste Vorsicht gefragt. Auch andere Stadtentwässerungsbetriebe oder -behörden werden wahrscheinlich keine Beauftragten senden und um Einlass ins Haus bitten. Darüber hinaus würden die wenigsten Mitarbeiter bar kassieren. Zu mal in den meisten Fällen im oder unter dem Gebäude liegende Kanäle gar nicht im Rahmen einer Dichtheitsprüfung untersucht werden müssen.  Und: Fragen Sie gezielt nach dem Sachkundenachweis nach §61a des Landeswassergesetzes!
Quelle: Printausgabe von Paderborn am Sonntag, Ausgabe 09/2010, Seite 15 Die gesetzlich vorgeschriebene Dichtheitsprüfung kann entweder über eine optische Inspektion mit Kamera oder die physikalische Druckprüfung durchgeführt werden. Doch unter Umständen müssen sogar beide Methoden verwandt werden. Vorab sollte man sich informieren welche Prüfmethode von der Kommune gefordert, bzw. anerkannt wird. So lassen sich unnötige Kosten sparen. Die eigentliche Prüfung mag dann unvollständige Ergebnisse liefern. Eine optische Inspektion mit der Kamera im Sommer bei trockenem Wetter beispielsweise kann anzeigen, dass alles dicht ist. Aber wie sieht das ganze im Frühjahr bei hohem Grundwasserstand aus? Die optische Prüfung mag auch falsch angeschlossene Regenfallrohre oder Bodenabläufe nicht aufspüren. Heißt das, die Druckprüfung ist also dieser Vorgehensweise vorzuziehen? Absolut nicht. Die physikalische Druckprüfung liefert nämlich nur zwei Ergebnisse: dicht oder eben nicht. Aber wo befindet sich die Undichtigkeit? Wodurch ist sie entstanden? Kann repariert oder muss ausgetauscht werden? Unter Umständen muss dann noch eine Kamerainspektion gemacht werden. Beide Methoden für sich sind also nicht unbedingt eindeutig. Dem Betreiber der Kleinkläranlage mag das egal sein ... solange der Gesetzgeber zufrieden gestellt ist. Doch ein Wort zur Vorsicht: wer die Dichtigkeitsprüfung zu lange vor sich herschiebt, mag Probleme bekommen. Je näher der Zeitpunkt zur Abgabe der bestandenen Dichtheitsprüfung rückt, desto ausgelasteter werden die Fachfirmen sein: die Preise steigen und die Qualität leidet.
Quelle: Neue Zürcher Zeitung vom 07.11.10 Diese alte Aussage könnte für die Landwirtschaft bald ihren sprichwörtlichen Charakter verlieren. So berichtete die Neue Zürcher Zeitung, dass Schweizer Forscher im menschlichen Urin viele wichtige Nährstoffe, die als Dünger eingesetzt werden, entdeckt haben. Dies umfasst Stickstoff, Schwefel, Kalium oder Phosphor. Die Entdeckung mag in einigen Jahren interessant werden, denn die Phosphorvorkommen in der Natur gehen zu neige und es gibt keine Alternative. Doch wie den Harn nutzbar machen? Einfach auf Felder urinieren wird wohl nicht in Frage kommen. Denkbar wären Trockentoiletten mit separater Urinableitung. Michael Wächter vom Wasserforschungsinstitut Eawag kommentiert: "Der Urin ist zu wertvoll, um ihn einfach wegzuspülen."  Man hat bereits im Labor Urin mit Hilfe von Bakterien chemisch stabilisieren können. Durch Verdampfen erhielt man ein Pulver. "In Pulverform – oder noch besser als Granulat – lassen sich die Nährstoffe leichter transportieren und ausbringen, zudem ist der Geruch nach Urin verschwunden." Unabhängig davon welche Methode man finden wird, höchstwahrscheinlich wird die Nährstoffgewinnung aus Harn dezentral vonstatten gehen. Vielleicht in einigen Jahren integriert in der heimischen Kleinkläranlage.
Quelle: Augsburger Allgemeine vom 10.10.2010 Immer öfter werden Spuren von Medikamenten im Grundwasser entdeckt. Die Augsburger Allgemeine mahnt daher: "Toilette und Ausguss sind tabu. Keinesfalls sollten Altmedikamente in die Spüle oder Toilette gegeben werden. Denn der größte Teil der Arzneimittelwirkstoffe wird trotz moderner Reinigungstechniken in den Kläranlagen nicht oder nur in geringem Umfang zurückgehalten und gelangt so in die Oberflächengewässer. In den letzten Jahren wurden immer häufiger Arzneimittelwirkstoffe in Flüssen, im Grundwasser und vereinzelt auch im Trinkwasser nachgewiesen mit negativen Folgen für die Umwelt." Die Zeitung empfliehlt Altmedikamente entweder beim Arzt oder Apotheker zurückzugeben, bei der örtlichen Problemmüllsammlung abzugeben oder - sofern erlaubt (Hinweise auf Verpackung beachten) -  auch mit dem Restmüll beseitigen.
Quelle: Bild.de vom 25.10.2010 Toiletten-Abwasser umgewandelt in Bio-Gas um damit Strom zu erzeugen? Klingt nach einer viel versprechenden Idee. Der „anaerobe Gärung" genannte Umwandlungsprozess soll 20 Tage dauern, und wird zunächst in einem Pilotprojekt mit 200 britischen Haushalten getestet. Eine Reinigung des Fäulnis-Gases ist einer der Umwandlungsschritte, so dass keine unangenehmen Gerüche im Haus entstehen können. Ähnlich innovativ nutzten peruanische Wissenschaftler Meerschweinchen als Energieversorger. Knapp 1000 Meerschweinchen versorgen durch ihre Köttel eine ganze Farm nahe der Hauptstadt Lima mit Strom.
Quelle: Rheinische Post 24.11.09

Xanten (RP) Der Kreis Wesel misstraut den beauftragten Fachfirmen, die mit der Funktionskontrolle und –prüfung vollbiologischer Kleinkläranlagen im Außenbereich beauftragt sind. Montag verschafften sich zwei Mitarbeiter Zugang zur Anlage einer Hofstelle in Xanten. Während der eine die Hausfrau an der Haustüre über die Rechtmäßigkeit des Vorgehens informierte, nahm der andere ohne weitere Fragen schnurstracks Kurs auf den Garten und zog Wasserproben aus der Kläranlage. Beide zeigten ihre Dienstausweise nicht und zogen nach getaner Arbeit davon. Die vom selben Wartungsunternehmen betreute Anlage des Nachbarn wollten sie nicht sehen. Dafür – so erklärten sie dem Nachbarn – läge kein Auftrag vor.

Auf Nachfrage bestätigte gestern Gerhard Patzelt, Pressesprecher des Kreises Wesel, dass Mitarbeiter der Kreisverwaltung derzeit vollbiologische Kleinkläranlagen trotz abgeschlossener Wartungsverträge untersuchen. Dies sei seit 2002 mit der Änderung des Landeswassergesetzes (Paragraph 116) so vorgesehen. Es habe bundesweit Verdachtsmomente gegeben, dass sich unter den Vertragsfirmen so genannte Schwarze Schafe befinden. Die Zusatzkontrolle schaffe für die Bürger Sicherheit, dass sie von einem vertrauenswürdigen Unternehmen betreut werden. Warum die Kreiskontrolleure ihre Kontrollen selektiv vornehmen, konnte Patzel nicht beantworten. Allerdings erinnerte er an die Verpflichtung der Mitarbeiter, unaufgefordert ihre Dienstausweise zu zeigen. Kosten entstehen den Bürgern durch die Zusatzkontrollen nicht.

Betreiber von vollbiologischen Kleinkläranlagen sind vertraglich verpflichtet, ihre Anlage kostenpflichtig zweimal jährlich von einem beim Kreis anerkannten Unternehmen warten und kontrollieren zu lassen. Ohne einen Vertrag gibt es keine Genehmigung für die Anlage.

Quelle: Husumer Nachrichten 25.09.09

"Es besteht kein Grund zur Eile zum Unterzeichnen von Wartungsverträgen für Kleinkläranlagen", so Amtsvorsteher Hans-Jakob Paulsen, Vorsteher im Amt Mittleres Nordfriesland. Derzeit flattern nämlich in diverse Haushalte des Amtsbezirks Informationen von Fachunternehmen, die ihre Leistungen anbieten und Verträge abschließen wollen. Die Einwohner sind verunsichert und rufen zuhauf in der Verwaltung an - schließlich beginnt die Wartungspflicht ab 1. Januar 2010. "Wir streben eine gemeinsame Abhandlung auf Amtsebene an und werden rechtzeitig die Haushalte informieren", macht Paulsen aufmerksam.

Mit der Einführung der neuen DIN 4261 für Kleinkläranlagen ergeben sich für die Betreiber von so genannten Hauskläranlagen wesentliche Änderungen: Für sämtliche nicht technisch nachgerüsteten Kläranlagen-Typen, wie Abwasserteich-Anlagen, Filter beete und -schächte, Pflanzenkläranlagen und Untergrundverrieselungen ist mit einer fachkundigen Wartungsfirma bis Ende 2009 ein Vertrag abzuschließen und der Unteren Wasserbehörde des Kreises Nordfriesland vorzulegen. Für technisch nachgerüstete und technisch belüftete Anlagen gilt dieses im übrigen schon länger. Mindestens einmal jährlich sind die Anlagen auf Funktionstüchtigkeit und ordnungsgemäßen Betrieb überprüfen zu lassen, die Ergebnisse werden an die Wasserbehörde übergeben.

Bei über zehn Jahre alten Anlagen erfolgt zusätzlich eine Messung des chemischen Sauerstoffbedarfs (CSB) im Ablauf. Gemessen wird außerdem der Schlammstand - übersteigt dieser 50 Prozent, entschlammt der Wasserverband Nord. Der Sinn und Zweck des Wartungsvertrages ist nicht viel anders als der TÜV beim Fahrzeug. Von Zeit zu Zeit muss überprüft werden, dass Kläranlagen vernünftig funktionieren und die Sicherheit anderer nicht gefährdet ist. Arbeitet eine Kleinkläranlage nicht mehr korrekt, so wird dadurch in gewissem Umfang die Umwelt geschädigt, weil ungenügend geklärtes Abwasser im Untergrund versickert oder in einen Vorfluter gelangt.

Informationen rund um das Thema Wartung, Verträge und Genehmigungen sind beim Kreis unter 04841/67344 oder unter 04841/67429 erhältlich. Für Fragen zur Entschlammung gibt der Wasserverband Nord Auskünfte, 04638/895543.

Eine Liste der Fachfirmen, die zurzeit im Kreis gebiet Kleinkläranlagen warten, ist im Internet unter www.nordfriesland.de abrufbar.

Quelle: Volksstimme.de

975 Grundstücke in der Zerbster Region sind für eine dezentrale Abwasserentsorgung vorgesehen. Seit 21. August gehören auch Kerchau, Straguth und Badewitz dazu. Bis Jahresende müssen betroffene Eigentümer nachweisen, dass ihre Grundstücke durch vollbiologische Kleinkläranlagen oder Sammelgruben, die dem Stand der Technik entsprechen, entsorgt werden. Etwa 60 Prozent sind laut Anhalt-Bitterfelder Umweltamt bereits geprüft. Zerbst. " Ob wir das bis Jahresende schaffen ? Der Termin ist kritisch zu sehen. " Petra Wagnitz, Sachgebietsleiterin Untere Wasserbehörde beim Kreis Anhalt-Bitterfeld, sieht für ihre Aufsichtsbehörde noch einen enormen Berg Arbeit zu bewältigen. Auch ihr Chef, Umweltamtsleiter Gunter Daum, sieht das so.

Das Land als Gesetzgeber hat eine Frist bis Jahresende gesetzt. Im gesamten Kreis Anhalt-Bitterfeld müssen rund 2500 dezentral zu entsorgende Grundstücke überprüft werden.

Fast 400 Grundstücke in der Zerbster Region, die abwassertechnisch dezentral entsorgt werden, sollen noch bis Jahresende kontrolliert werden, ob die installierten Anlagen dem Stand der Technik entsprechen. Dabei hat die Behörde im Zusammengehen mit dem Abwasserzweckverband Elbe-Fläming ( AWZ ) bereits etwa 60 Prozent der in Frage kommenden Grundstücke überprüft. Insgesamt sind im Zerbster Raum 975 Grundstücke für die dezentrale Entsorgung eingestuft.

Ganz frisch hinzugekommen sind 146 Grundstücke aus den Vorflämingorten Kerchau, Straguth und Badewitz. Mit Datum 21. August hat die Untere Wasserbehörde beim Kreis Anhalt-Bitterfeld die im April beschlossene 1. Änderung des AWZ-Abwasserbeseitigungskonzeptes genehmigt. Die Orte waren zunächst für eine zentrale Entsorgung vorgesehen. Doch die Erschließungskosten hatten ein vom Land mit 2500 Euro / Einwohner festgesetztes Limit überschritten. Nun wird hier dezentral entsorgt werden. Doch die bestehenden oder künftigen Anlagen müssen den vorgeschriebenen Anforderungen entsprechen. Dort, wo Sammelgruben stehen, ist der AWZ für die Prüfung der Nachweise zuständig. Sammelgruben müssen auf Dichtheit geprüft werden. Für vollbiologische Kleinkläranlagen ist der Kreis zuständig.

Zunächst sind die " dezentralen " Orte im AWZ-Gebiet prinzipiell für die eine oder andere Variante eingestuft. Will ein Grundstücksbesitzer in einem Ort, in dem ausschließlich abflusslose Sammelgruben erlaubt sind, eine vollbiologische Kleinkläranlage installieren, muss er dem Umweltamt nachweisen, dass sie funktioniert. Kriterien für ihre Zulassung sind der " höchste zu erwartende Grundwasserabstand " und die " Sickerungsfähigkeit des Bodens ", erläuterte Petra Wagnitz. In Bias etwa gelang es Bürgern, diese Entscheidungsmöglichkeit durchzusetzen.

Keinen Spielraum gibt es hingegen beim " Bürgermeisterkanal ". Grundstücke, wo er bisher als Verbindung in die Vorflut diente, sollen laut AWZ gänzlich davon abgetrennt werden. Auch dies gilt bis Jahresende. Die Gemeinde Buhlendorf war die erste im AWZ-Bereich, die dies durchziehen musste. Grundstücksbesitzer werden unter Umständen mehrere tausend Euro anfassen müssen, um ihre Entsorgungsanlagen auf Vordermann zu bringen oder neue anzulegen. Das gilt auch für jene Anlagen, die laut AWZ schon heute einen Bestandsschutz bis 2023 genießen. Deren technische Tauglichkeit müssen die Eigentümer dennoch jetzt nachweisen.

Dass das Geld teilweise nur schwer aufzubringen ist, ist Daum bewusst. Bei der Investitionsbank des Landes gibt es eigens dafür ein Kreditprogramm. Andererseits wissen Daum und seine Sachgebietsleiterin, dass es Fälle geben wird, wo weit mehr Fingerspitzengefühl nötig ist. Wie sollen große Investitionen etwa von einer allein lebenden, 85-jährigen Frau verlangt werden ? " Es gibt Lösungen, die mit relativ geringem Aufwand zum Ziel führen ", weiß Petra Wagnitz. " Wir sind gehalten, das Gesetz umzusetzen. Wir wollen aber Konsens mit dem Grundstücksbesitzer erzielen ", betonte Amtsleiter Daum. " Wer mit uns spricht, hat immer die besseren Karten. "

Quelle: utp umwelttechnik pöhnl GmbH

Abwasser-Fachleute diskutieren seit Jahren über die Auswirkungen des demografischen Wandels auf dem Land und den Wechsel vom Mehrgenerationen- zum Eingenerationenhaus. Ein Einfluss auf die Bemessungsgrundlagen von Kleinkläranlagen ist dringend notwendig und erkannt, jedoch zeitlich noch nicht absehbar!

Auch hat sich die Betriebsweise von ländlichen Gaststätten und Dorfgasthöfen geändert – aus täglichem Ganztagesbetrieb mit Vereinsveranstaltungen sind bundesweit Gaststätten mit Wochenendbetrieb und separaten Vereinsheimen geworden. Auch diese bekannten Fakten werden von einschlägigen Vorgaben an die Bemessung bisher ignoriert.

Gestiegene Ansprüche der Bevölkerung an sanitäre Einrichtungen machen auch vor Wochen-endhäusern nicht halt. Die einschlägigen Gesetze verlangen unabhängig von der entstehenden Problematik die ordnungsgemäße Reinigung dieser anfallenden Abwässer. Den Fachmann lässt dies manchmal verzweifeln. Keine technische Regel gibt Vorgaben für den Bau solcher „Wochenendkläranlagen“.

Mit dem Umweltbewusstsein steigt in unserer Bevölkerung auch der Wunsch nach stromsparenden Geräten und Maschinen. Bei vielen Kleinkläranlagen ist jedoch energiesparend lediglich mit luftreduziert gleichzusetzen. Die Begleiterscheinung ist mangelnde Betriebssicherheit und widerspricht dem vorrangigen Grundgedanken Gewässerschutz.

Als innovativer Hersteller von Kleinkläranlagen wollte die utp umwelttechnik pöhnl GmbH nicht auf die langwierige Änderung von Normen oder gesetzliche Vorgaben in Bezug auf den Energieverbrauch warten. In Zusammenarbeit mit dem Prüf- und Entwicklungsinstitut für Abwassertechnik an der RWTH Aachen wurde das klärofix® Baukastensystem um das Modul hydrocontrol® erweitert und geprüft. Die klärcontrol® Steuereinheit erkennt nun vollautomatisch alle wechselnden Betriebszustände und passt die Betriebsführung der Reinigungszyklen an. Erreicht wird höchste Betriebssicherheit bei höchster Energieeffizienz.

Die erforderlichen neutralen Prüfregularien bestimmte das renommierte Prüf- und Entwicklungsinstitut (PIA) – nicht aufgrund einer Norm sondern aufgrund eigener langjähriger Erfahrung mit der Prüfung von Kleinkläranlagen als EU weit anerkannte Prüfstelle „Notified Body“. Neben einer „demografischen Unterbelastung“ wurde der Betrieb einer Wochenendhauskläranlage simuliert. Für den nicht DIN gerechten Überlastfall musste die klärofix® Kleinkläranlage die strengen französischen Vorgaben des Veolia Abwasserkonzerns abarbeiten. Das PIA bestätigte während aller Testphasen eine hohe Betriebssicherheit ohne erfolgte Wartungstätigkeiten.

Somit bringt der klärofix® der Firma utp umwelttechnik pöhnl GmbH mit der optionalen Ausrüstung hydrocontrol® als erste deutsche Kleinkläranlage den Nachweis der geprüften Reinigungsleistung im Bereich von 25% bis 200% der DIN EN 12566 Teil 3 Nennlast

Da sich das hydrocontrol® System vollautomatisch an extrem unter- sowie überlastigen Betrieb anpasst, bietet es dem Planer eine hohe Sicherheit bei problematischen Aufgabenstellungen. Sehr gute Erfahrungen konnten bereits bei gastronomischen Betrieben und Vereinsheimen gesammelt werden. Auch sind Gewerbebetriebe mit nicht kontinuierlichem Betrieb, wie Metzgereien und Hausschlachter oder Fischverarbeiter, bei unvorhergesehen Stoßbelastungen betriebssicher entsorgt.

Die Anforderungen an die dezentrale Kleinkläranlagentechnik haben sich geändert. Der demografische Wandel bringt geänderte Zulaufkriterien. Die klimapolitischen Entwicklungen fordern sparsamen Energieverbrauch. Gestiegen sind parallel die Anforderungen der Wasserwirtschaft an höchste Ablaufkriterien bei gleichzeitiger Betriebsicherheit. Mit dem hydrocontrol® Modul konnte das erprobte SBR Kleinkläranlagensystem klärofix® an die heutigen Erfordernisse angepasst werden.

Die Entwicklung und Erprobung der revolutionären Kleinklärtechnik erfolgte mit finanzieller und ideeller Unterstützung aus dem Technologieförderungs-Programm (BayTP) der bayerischen Staatsregierung.

Weitere Neuheiten von utp finden Sie hier: www.utp-umwelttechnik.de/de/index_news012009.htm

utp umwelttechnik pöhnl GmbH Weidenberger Str. 2 - 4 D-95517 Seybothenreuth Telefon: 09275 60566-0, Telefax: -66

Die utp umwelttechnik pöhnl GmbH wurde 2002 gegründet und beschäftigt 26 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weitere 70 freiberuflich tätige Technikerinnen und Techniker sind bundesweit mit dem Vertrieb und fachkundigem Service als regionale Partner vor Ort unter Vertrag.

Alle technischen Einbauteile werden im oberfränkischen Seybothenreuth hergestellt. Hier erfolgt auch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte. Neben Kleinkläranlagen sind dies vor allem kleine Ortsteilkläranlagen und spezielle Abwasseranlagen für Gaststätten und abgelegene Betriebe. Ob im robusten Betonbehälter oder als leichte Kleinkläranlage im Kunststoffbehälter – die klärofix® Kleinkläranlagentechnik hat für alle Reinigungsanforderungen die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik in Berlin. Auf Grundlage von fünf unterschiedlichen 38 wöchigen CE Prüfungen des PIA Aachen kann der Hersteller utp umwelttechnik pöhnl GmbH alle seine Produkte bereits heute mit dem CE Kennzeichen versehen, so dass einem Einbau selbst in europäischen Ausland nichts im Wege steht. Als weltweit erster Hersteller wurde die Firma utp umwelttechnik pöhnl GmbH mit dem Produkt klärofix® durch die Gütegemeinschaft Wassertechnik (GWT) für Österreich zertifiziert. Die Zertifizierung erfolgte nach dem M 28 Merkblatt für Kleinkläranlagen bis 50 EW unter anderem auf der Basis der vom PIA Aachen durchgeführten Nachweise der Reinigungsleistung.

Manche unserer Leser kennen die folgende Situation: Sie wohnen in einem Haus zur Miete. Das Gebäude ist nicht an das kommunale Abwassernetz angeschlossen. Das Abwasser wird über eine dezentrale Kleinkläranlage entsorgt.

Frage: Kann der Vermieter die Baukosten für eine Kleinkläranlage auf die Mieter umlegen? Antwort: Die Baukosten für eine Kleinkläranlage darf der Vermieter nicht auf die Mieter umlegen, wohl aber die Kosten für die Bewirtschaftung der Anlage. Fazit: Wartungskosten, Schlammabfuhr und Reparaturen an der Anlage dürfen in der Nebenkostenabrechnung auftauchen. bv | Klaeranlagen-Vergleich.de

Quelle: Europaticker

In dünn besiedelten Gebieten ist der Anschluss an eine zentrale Kanalisation mit hohen Kosten verbunden. Kostengünstige und umweltschonende dezentrale Lösungen sind hier gefragt. Die Abwasserreinigung in konventionellen Kleinkläranlagen ist jedoch hygienisch unzureichend und belastet die Gewässer. Ein innovatives Klärverfahren mit Mikrofiltration reinigt das häusliche Abwasser bis auf Badewasserqualität.

Die Firma Busse GmbH entwickelte die Kleinkläranlage BUSSE-MF, die aus den Verfahrensschritten Vorklärung und Belebung besteht. In der Vorklärung werden Grobstoffe aus Küchen-, Bad- und Toilettenabwasser abgeschieden. Im zweiten Schritt wird das von Grobstoffen befreite Abwasser in der Belebung mikrobiell gereinigt. Neu sind die integrierten Mikrofiltrations- membranen, die Schwebstoffe, Bakterien und Keime aus dem Abwasser zurückhalten - eine Nachklärung ist nicht erforderlich.

Vielfältig einsetzbar Das gereinigte Abwasser kann beispielsweise zur Gartenbewässerung oder Toilettenspülung weiter benutzt werden. Auf diese Weise lässt sich der Trinkwasserverbrauch im Haushalt um ein Drittel reduzieren. Durch ihren modularen Aufbau kann die BUSSE-MF an beinahe jeden dezentralen Standort angepasst werden. In geschlossenen Räumen erfolgt die Belüftung der geruchsdicht verschlossen Doppelwandbehälter über das Dach.

Zukunftsträchtig - die Hauskläranlage Mit der Biomembrantechnologie steigert die Hauskläranlage BUSSE-MF die Reinigungsleistung deutlich. Eine kontinuierliche Qualitätsüberwachung sorgt außerdem dafür, dass qualitativ bedenkliches Wasser von der Nachnutzung ausgeschlossen wird. Der Wegfall der Klärschlammentsorgung, der geringe Energieverbrauch und der niedrige Wartungsaufwand machen die Anlage kostengünstig und umweltschonend. Projektziel: Hauskläranlage auf Basis der Biomembrantechnologie als dezentrales Abwasserreinigungsverfahren Projektträger: BUSSE GmbH Zaucheweg 6 04457 Leipzig - Baalsdorf Telefon: (03 41) 6 59 84 - 0 Fax: (03 41) 6 59 84 - 10 http://www.busse-gmbh.de Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Quelle: Badische Zeitung 04.08.09

Die dezentralen Kleinkläranlagen müssen aufgerüstet werden. Eine Möglichkeit, das Wasser aus einem Drei-Kammer-Systems zu reinigen, ist eine Pflanzenkläranlage, wie sie derzeit im Jostal gebaut wird.

TITISEE-NEUSTADT. Die Entsorgung der Abwässer über ein flächendeckendes Kanalnetz ist im ländlichen Raum kaum finanzierbar. Daher betreiben die Höfe und Einzelhäuser in den Tälern seit Jahrzehnten dezentrale Kleinkläranlagen.

Welche Gebiete einen Kanalanschluss erhalten oder wo die dezentrale Abwasserreinigung bestehen bleibt, hat der Gemeinderat in einem Grundsatzbeschluss festgelegt. So werden laut Stadtbaumeister Heinrich Graf einige Außenbereiche in Rudenberg angeschlossen, auch die Abwässer aus dem Altenweg, dem Langenordnachtal, Waldau und von einem Teil Schwärzenbachs werden langfristig über die zentrale Kläranlage Neustadt gereinigt. "Alle Gehöfte, die weiter als 200 Meter von der Abwasserleitung weg sind, werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht an das Kanalnetz angeschlossen", begründete Graf die Entscheidung mit unverhältnismäßig hohen Kosten. Der Bau dezentraler Kläranlagen verursache kaum höhere Kosten als der Kanalanschluss, dessen Beiträge sich nach Gebäudegröße und überbauter Fläche richten.

Nach den Vorgaben des Landratsamtes müssen die bestehenden Hauskläranlagen jedoch innerhalb der nächsten Jahre auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Der Stand der Technik besagt, dass das Überwasser der Mehrkammergruben einer biologischen Nachreinigung zugeführt werden muss. Diese kann eine technische oder eine naturnahe eine Kleinkläranlage sein, beispielsweise eine Pflanzenkläranlage. Denn die Reinigungsleistung der alten Drei-Kammer-Systeme lässt nach Auskunft von Werner Nick, dem Leiter des Dezernats Bauen und Umwelt beim Landratsamt, zu wünschen übrig. Es handle sich dabei nur um Absetzgruben, in denen Stoffe und Schwimmstoffe aus dem Abwasser getrennt werden. Der abgesetzte Schlamm faule bis zur Räumung nur zu einem geringen Teil aus. Daher liege der Wirkungsgrad nur bei 30 bis 35 Prozent. Vor diesem Hintergrund werde jetzt im Zusammenhang mit einer Baumaßnahme durch neue Wohnnutzung, Erweiterung oder Umbau die Nachrüstung innerhalb eines Jahres gefordert. "Mit einer mechanisch-biologischen Abwasserreinigung kann ein Wirkungsgrad zwischen 90 und 95 Grad erreicht werden", unterstreicht Nick.

Auf die Selbstreinigungskraft der Natur setzen dabei einige Hofbesitzer in den Tälern und ergänzen ihre herkömmliche mechanischen Abwasserreinigung mit einer Pflanzenkläranlage. Die Reinigung in dieser Anlage erfolgt durch Bakterien, die sich im Wurzelbereich der Pflanzen ansiedeln und sich aus dem vorbeifließenden Wasser ernähren. "Die Pflanzen, vorwiegend Schilf, Binsen, Wasserminze, Schwertlilie oder Igelkolben, sind Hohlwurzler und bringen den Sauerstoff in den Boden rein", erklärt Sepp Vogel, Vorarbeiter bei der Firma Sonnenwasser aus Peiting/Bayern. Das Spezialunternehmen baut derzeit im Jostal eine Pflanzenkläranlage, auf deren Fläche von 20 auf 9,5 Metern nach dem Aushub Spezialkies und anschließend neun verschiedene Sorten Pflanzen eingebracht wurden. Durch die verschiedenen Pflanzen erreiche man eine sehr gleichmäßige Durchwurzelung der gesamten Fläche und dadurch eine gute Durchlüftung und Sauerstoffversorgung der Bakterien. Zusammen mit der Eigenwärme der Bakterien sei ein Zufrieren der Anlage auch unter extremsten Bedingungen nicht möglich.

Quelle: shz.de 29.06.09 Bis 2015 müssen alle Grundbesitzer die Abwasserleitungen ihrer Gebäude überprüfen lassen. Experten erwarten, dass dabei enorme Mängel ans Licht kommen. Hausbesitzer sollten die Prüfung der Regen- und Schmutzwasserleitungen nicht auf die lange Bank schieben.

Nach Schätzungen sind bundesweit zwischen 50 und 80 Prozent aller privaten Abwasserleitungen schadhaft. Dadurch besteht die Gefahr, dass Abwasser aus den Leitungen ins Grundwasser gelangt. Anderseits kann Regen- oder Grundwasser in die Leitungen eindringen. Deshalb werden Hausbesitzer jetzt in die Pflicht genommen. Auch in Schleswig-Holstein müssen sie bis Ende 2015 durch einen Fachbetrieb eine Dichtheitsprüfung bei sämtlichen Grundstücksentwässerungsleitungen, Anschlusskanälen, Schächten, Abwassersammelgruben und Kleinkläranlagen durchführen lassen. Falls das Haus in einem Wasserschutzgebiet liegt, muss die Dichtheitsprüfung sogar bis Ende 2009 durchgeführt werden. "Dafür sind normalerweise weder Aufgrabungen noch Eingriffe in die Bausubstanz nötig", beruhigt Christian Seyfert im Kieler Umweltministerium die Bürger. Um Grundstückseigentümer über die neuen Vorgaben zu informieren, hat das Ministerium jetzt ein Broschüre mit Handlungshinweisen herausgegeben.

Zwei Prüfvarianten stehen zur Verfügung: Die Druckprüfung mittels Luft oder Wasser und die Kontrolle mittels einer ferngesteuerten Miniaturkamera, die Bilder des Leitungssystems und damit eventueller Schadstellen auf einen Monitor sendet. Über die Prüfung stellt der Fachbetrieb eine Bescheinigung aus, die zusammen mit dem Leitungsplan bei der zuständigen Behörde vorlegt werden muss. Die Kosten sind regional unterschiedlich, bewegen sich aber in der Regel zwischen 200 bis 500 Euro. Richtig teuer wird es jedoch, wenn eine Sanierung des Abwassersystems notwendig wird. Da können schnell einige tausend Euro fällig werden.

Gemeinden stellen oft unterschiedliche Anforderungen

"Doch sollte man auf keinen Fall auf sogenannte Kanalhaie hereinfallen", warnt der Seyfert. Solche Anbieter klingeln unangemeldet an der Haustür und überrumpeln ahnungslose Hauseigentümer mit dubiosen Angeboten. Stattdessen sollten die Preise der örtlichen Anbieter in Ruhe verglichen und sich erkundigt werden, ob es Nachbarschaftsinitiativen gibt, die gemeinsam eine Firma beauftragen und somit Rabatte aushandeln können. Bevor man eine Firma beauftragt, sollte man sicherheitshalber bei der Gemeinde anfragen, ob diese Firma eine ausreichende Eignung besitzt und bekannt ist. Denn die Gemeinden stellen oft unterschiedliche Anforderungen an die Eignung der Fachbetriebe.

"Bevor Grundstückseigentümer die Leitungsüberprüfung selber beauftragen, sollten sie sich zudem erkundigen, ob es in ihrer Gemeinde Überlegungen gibt, die Untersuchungen als Serviceleistung für die Bürger durchzuführen", so Seyfert. Hierdurch könnten günstiger Preise ausgehandelt werden, und der Hausbesitzer muss sich mit der Untersuchung nicht weiter beschäftigen. Die Geltungsdauer einer Prüfung beträgt in Wasserschutzgebieten fünf, auf Antrag zehn Jahre und in normalen Gebieten 20 Jahre. Wer also zum Beispiel vor zehn Jahren außerhalb von Wasserschutzgebieten ein Haus neu gebaut hat, - schon damals waren Dichtheitsprüfungen für die Bauabnahme vorgeschrieben - muss sich jetzt nicht kümmern.

Alle andern sollten sich sputen, mahnen Experten. Denn im Norden sind zugelassene Fachbetriebe eher dünn gesät. Wer also erst 2014 aktiv wird, könnte in Zeitdruck geraten und muss bei nicht fristgerechter Vorlage des Prüfberichtes mit einem Bußgeld rechnen.

Quelle: Europaticker 23.06.09 Umweltministerium in Schleswig-Holstein veröffentlicht Handlungsempfehlung: Dichtheitsprüfung bei privaten Abwasserleitungen

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume hat die "Handlungsempfehlung zur Umsetzung der DIN 1986 Teil 30" veröffentlicht. Diese Handlungsempfehlung wurde erarbeitet, um im Land eine einheitliche Umsetzung der DIN, die die Instandhaltung von Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke regelt, zu erreichen und nicht zuletzt auch Grundstückseigentümer vor unseriös arbeitende Firmen zu schützen. Die Handlungsempfehlung erläutert dabei die DIN 1986 Teil 30 und zeigt technische und organisatorische Lösungen auf, damit die Städte und Gemeinden die DIN unter wirtschaftlichen, organisatorischen und Umweltgesichtspunkten optimal und rechtssicher umsetzen können.

Ziel der DIN ist die Sicherung des Anlagenbestands, des Bodens, des Grundwassers und der Trinkwasserversorgung vor Verunreinigungen aus undichten Leitungen. Außerdem soll umgekehrt das Eindringen von Grundwasser in möglicherweise undichte Leitungen verhindert werden, damit die kommunalen Kläranlagen eine optimale Abwasserbehandlung gewährleisten können.

Die DIN 1986 Teil 30, die als allgemein anerkannte Regel der Technik anzuwenden ist, regelt, dass bundesweit jeder Eigentümer privater Grundstücke den Zustand sämtlicher privater Grundstücksentwässerungsleitungen, Anschlusskanäle, Schächte, Abwassersammelgruben und Kleinkläranlagen in festgelegten Zeitabständen auf deren Zustand und Dichtheit zu prüfen hat. Die Untersuchungspflicht gilt mit verkürzten Prüffristen und zum Teil anderen Prüfmethoden ebenfalls für Gewerbe- und Industriebetriebe.

Die Untersuchung muss bis spätestens zum 31. Dezember 2015 erfolgen. Für Grundstücke in Wasserschutzzonen endete die Frist sogar schon am 31. Dezember des vergangenen Jahres. Sofern das noch nicht geschehen ist, muss jetzt die Prüfung nachgeholt werden.

In einer Kleinkläranlage gibt es verschiedene Arten von Schlamm. Abgefahren wird nur der Fäkalschlamm, der sich in der ersten Kammer - der Vorklärung - sammelt. Er besteht aus sedimentierten Rückständen der Abwasserreinigung. Bei Kleinkläranlagen setzt sich der Fäkalschlamm bzw. Klärschlamm aus abgestorbenen Mikroorganismen der biologischen Reinigungsstufe und den abgesetzten Feststoffen aus der Vorreinigung zusammen.

Warum muss der Fäkalschlamm entsorgt werden? Eine rechtzeitige Schlammentsorgung ist notwendig, um bei zunehmendem Schlammanfall das Überlaufen der Feststoffe in die biologische Stufe zu verhindern. Schlammregulierung und -entsorgung sind wichtige Voraussetzungen für eine gute Reinigungsleistung und eine lange Lebensdauer der Kleinkläranlage.

Wie oft muss ich den Schlamm abfahren lassen? Die Regelungen zur Schlammentsorgung werden durch die Gemeinden vorgegeben. Gefordert wird entweder eine regelmäßige oder eine bedarfsgerechte Schlammabfuhr.

Die regelmäßige Schlammabfuhr erfolgt zu bestimmten Terminen und wird durch die Gemeinden je nach Anlagentyp, Größe der Kammern und angeschlossenen Einwohnern auf 1-2 mal pro Jahr festgesetzt.

Die bedarfsgerechte Schlammabfuhr ist flexibel und erfolgt in kleineren oder größeren Zeitabständen. In diesem Fall kontrolliert die Wartungsfachkraft den Schlammspiegel (Schlammspiegelmessung) und informiert den zuständigen Entsorgungsbetrieb über den Zeitpunkt der notwendigen Schlammentsorgung. In Einzelfällen informiert die Wartungsfachkraft den Betreiber und dieser vereinbart selbst einen Termin zur Entsorgung.

Worauf sollte ich bei der Schlammentsorgung unbedingt achten? Im Regelfall muss nur die Vorklärkammer der Kleinkläranlage entleert werden. Bei fehlerhafter Schlammregulierung der Anlage könnte auch das Absaugen des unteren Teilbereichs der Nachklärkammer oder das oberflächliche Abpumpen von Schwimmschlamm notwendig sein.

Eine Komplettentleerung der Kleinkläranlage ist nur sinnvoll, wenn eine Betriebsstörung vorliegt, deren Ursache nicht auszumachen ist oder wenn ein Reparatureinsatz unterhalb der Wasserkante im Inneren des Behälters ansteht. Über solch eine Komplettentleerung entscheidet am besten die Wartungsfachkraft.

Ganz auf Nummer sicher geht man, wenn man den Termin zur Abfuhr mit dem Wartungsmonteur und dem Abfuhrunternehmer abstimmt. Dann kann der Wartungsmonteur bei der Leerung dabei sein und ggf. eingreifen. Es sollte reichen, wenn solch ein "Doppeltermin" nur bei der ersten Leerung der Anlage gemacht wird.

Achten Sie als Kleinkläranlagen-Betreiber unbedingt selbst mit darauf, dass die richtige Kammer der Anlage abgepumpt wird. Ein übermäßiges Abpumpen von Schlamm kann den Betrieb einer Kleinkläranlage stören und verursacht unnötige Kosten!

Bei einigen Systemen (solche mit schwebenden Einzelaufwuchskörpern) wäre eine Leerung der Biologie sogar verheerend. Würde der Entsorger die Aufwuchskörper absaugen, müssten sie komplett erneuert werden.

Sinnvoll ist hier eine entsprechende Kennzeichnung der Kammern. Dazu reicht eine Schild bzw. ein Aufkleber mit dem Hinweis "Achtung - Biologie- nicht abfahren". Einige Hersteller von Kleinkläranlagen legen Ihrem Montagesatz sogar ein solches Schild bei.

Was kostet die Fäkalschlammentsorgung? Die Kosten setzen sich zusammen aus Leistungen für die Entnahme, den Transport und die Entsorgung des Schlamms. Die Preisspannen für die Schlammentsorgung liegen bei Kleinkläranlagen zwischen 25 und 50 EUR/m³. Die An- und Abfahrtpauschalen sind entweder inbegriffen oder werden zusätzlich berechnet. Für die einmalige Entsorgung des Fäkalschlammes ist somit, je nach Kleinkläranlage und Entsorgungsvorgaben, mit Kosten zwischen ca. 170,- EUR und 250,- EUR zu rechnen, im Mittel mit ungefähr 200,- EUR.

Die anfallenden Kosten für die Entsorgung stehen in keinem Bezug zu der rechnerisch ermittelbaren Menge des anfallenden Klärschlamms! Ansatzpunkt ist das Kammervolumen der Vorklärung, die bei der Entsorgung vollständig geleert wird.

Systeme mit Schlammkompostierung Es gibt bei einigen Anlagen die Möglichkeit ein System zur Schlammkompostierung installieren zu lassen.  Damit kann sich ein Betreiber von der Klärschlammabfuhr befreien lassen. Wenn eine solche Schlammkompostierung vorgesehen ist,  sollte bereits bei der Planung und vor Errichtung der Anlage bei der zuständigen Behörde nachgefragt werden, ob dies auch wirklich zugelassen wird.

bv | Klaeranlagen-Vergleich.de

Quelle: MZ-web.de 05.04.09 600 Hauseigentümer im Altkreis Bitterfeld müssen ihre alte Klärgrube nachrüsten

BITTERFELD/MZ. Schwebebett, Scheibentauchkörper, sequentielle Reinigung - solche Fachbegriffe der Abwasserreinigung schwirrten am Sonnabend Dutzenden Grundstückseigentümern um die Ohren. Es war wohl weniger technologisches Interesse, das sie zum Informationstag "Kleinkläranlagen" in die Bitterfelder Midewa-Niederlassung in der Berliner Straße führte, sondern vielmehr ein Brief der Unteren Wasserbehörde des Landkreises. Darin wurden sie darauf aufmerksam gemacht, dass ihr Grundstück in den nächsten zehn Jahren nicht an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen wird und sie selbst bis Ende des Jahres für eine Kläranlage sorgen müssen, mit dem das Abwasser aus Küche, Bad, Toilette und Waschmaschine nach dem heutigen Stand der Technik gereinigt werden kann.

"Im Altkreis Bitterfeld betrifft das etwa 600 Grundstücksbesitzer, die ihre alte Sammel- und Klärgruben anpassen oder neu bauen müssen", weiß Lars Kuhne, Leiter der Midewa-Niederlassung Muldenaue-Fläming. Bei manchen genüge für eine Übergangszeit eine abflusslose und auf Dichtheit geprüfte Sammelgrube, doch 50 bis 75 Prozent brauchen nach seiner Übersicht eine Kleinkläranlage mit biologischer Reinigungsstufe.

Der Termin sei vom Land vorgegeben. Welche Grundstücke nicht an das zentrale Netz angeschlossen werden können, weil sie zu weit abgelegen sind oder der Anschluss mit zu großen technischen Problemen verbunden wäre, und auch die Regelungen für die, die in den nächsten zehn Jahren für den Anschluss an das zentrale Netz vorgesehen sind, werden in einer Satzung des Abwasserzweckverbandes (AZV) Westliche Mulde aufgeführt. "Doch diese in den Amtsblättern Anfang Dezember 2008 veröffentlichte Satzung haben viele nicht gelesen", sagt Kuhne. So seien "Nutzungsberechtigte von Grundstücken" durch das Schreiben der unteren Wasserbehörde erstmals mit dem Problem konfrontiert worden.

Den Informationstag bei der Midewa nutzen auch Marlies und Gerd Hanika aus Tornau im Kreis Wittenberg. An den Ständen der 13 Hersteller von Kleinkläranlagen versuchen sie sich einen Überblick zu verschaffen, welche Anlage und welches Verfahren für ihr Grundstück in Frage kommt. "Wir haben nach der Wende ein Vier-Kammer-System eingebaut und lassen den Schlamm regelmäßig abfahren", berichtet Gerd Hanika. Dass an der Kläranlage auf ihrem Gehöft in der Dübener Heide noch etwas getan werden muss, weiß Frau Hanika und sagt: "Das müssen wir jetzt einfach in Angriff nehmen."

Etwas schwieriger ist die Situation für Christa und Rainer Möbius aus Pouch. Ihre Klärgrube wurde mit dem Haus 1937 gebaut. Nun sollen sie der Kreisbehörde bis zum 31. März schriftlich mitteilen, wie sie ihr Abwasser künftig entsorgen wollen. "Uns wäre der Anschluss ans öffentliche Netz am liebsten", sagt Christa Möbius. Dann müsste nicht soviel gebuddelt werden, auch die Kosten für den Bau, die Wartung und den Strom würden nicht anfallen. Doch für ihr Haus, das in der Kurve nach Löbnitz steht, gibt es noch Hoffnung für den Anschluss ans zentrale Netz, wenn an der B 100 gebaut wird.

Welche Art der biologischen Reinigung für ihn am kostengünstigsten ist, wird auch nach dem Informationstag noch nicht jeder Grundstücksbesitzer wissen. Zumindest an eine Faustregel sollte man sich laut Landes-Umweltministerium halten: Beratung durch unabhängige Fachleute. Und: Für den Neubau einer Kleinkläranlage für einen Vier-Personen-Haushalt müsse mit Kosten von 5 000 bis 10 000 Euro gerechnet werden.

Quelle: Merkur-online 26.02.09

Bad Tölz-Wolfratshausen - Haushalte, die nicht an die Kanalisation angeschlossen sind, benötigen eine Kleinkläranlage. Doch wer eine solche Anlage betreibt, muss sie auch prüfen lassen - und zwar von einem privaten Sachverständigen.

Viele Betreiber halten sich aber nicht daran. Ihnen droht das Landratsamt nun eine empfindliche Geldstrafe an.

Obwohl die Gemeinden in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen haben, möglichst viele Haushalte an die zentrale Abwasserentsorgung anzuschließen, liegt der Anschlussgrad in der Bevölkerung des Landkreises immer noch unter 95 Prozent. Mehr sei im Moment einfach nicht möglich, erklärte Landrat Josef Niedermaier bei einem Pressegespräch.

Grundstücksbesitzer, deren Anwesen nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden können, müssen investieren und eine Kleinkläranlage - also eine Grundstücks- oder Hauskläranlage - errichten, falls die so genannte Abwasserbeseitigungspflicht auf sie übertragen wird. „Bis Ende 2010 wird der Bau einer solchen Anlage noch bezuschusst. Wer eine braucht, sollte sich also sputen", erklärte Niedermaier.

Die Anlage muss vom jeweiligen Betreiber in regelmäßigen Abständen gereinigt und gewartet werden. Zusätzlich verlangt der Freistaat Bayern, dass die Anlage alle zwei Jahre von einem privaten Sachverständigen der Wasserwirtschaft geprüft wird. „Das ist vergleichbar mit dem TÜV fürs Auto", erklärte Cornelia Breiter, Sachgebietsleiterin Wasser und Boden im Landratsamt. „Der Sachverständige testet ob die Maschine rund läuft."

Leider halten sich aber nur die wenigsten an diese Regelung, stellt Breiter fest. Und das ist kein Kavaliersdelikt: Die Zuwiderhandlung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die im Extremfall mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden kann.

Die letzte Warnung an die Betreiber von Kleinkläranlagen ist seitens des Landratsamts bereits ergangen: In den vergangenen Wochen seien entsprechende Aufforderungen verschickt worden, erklärte Behördenmitarbeiterin Breiter: „Wir wollen nicht, dass es tatsächlich so weit kommt. Deshalb hoffe ich, dass sich die betreffenden Personen schnellstmöglich um die notwendige Bescheinigung kümmern." (tf)

Quelle: idw 25.02.09

Mit großem Erfolg verteidigte Dipl.-Ing. Andrea Straub aus dem Fachbereich Architektur/ Bauingenieurwesen/ Versorgungstechnik der Hochschule Lausitz (FH) in Cottbus an der Fakultät für Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus ihre Dissertation "Einfache Messmethoden zur Charakterisierung sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit biologischer Kleinkläranlagen". Die Gutachter, Prof. Dr.-Ing. habil. Roland Koch von der BTU Cottbus sowie Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch von der TU Berlin, waren sich mit den anwesenden Vertretern von Unternehmen und Kommunen darin einig, dass die Betriebsführung bestehender Anlagen wie auch die Konzeption der Anlagen durch diese Arbeit praktisch relevante sowie theoretisch begründete Impulse erhält.

Andrea Straub studierte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Verfahrenstechnik mit dem Studienschwerpunkt Umwelttechnik. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Studiengang Versorgungstechnik und bringt sich vielseitig in Lehre und Forschung sowie in die akademische Selbstverwaltung ein. Hauptfeld ihres wissenschaftlichen Engagements und ihrer Publikationen ist die Abfall- und Siedlungswasserwirtschaft.

Die Ergebnisse zu den Kleinkläranlagen haben ihr weit über die Region hinaus in Verbänden, öffentlichen Institutionen sowie bei Firmen eine bemerkenswerte Aufmerksamkeit und Anerkennung verschafft. Ausdruck dessen sind Anfragen zu Vorträgen, Veröffentlichungen und Gutachten. Mit Vorlesungsreihen an der BTU Cottbus und gemeinsamen Projekten hält sie seit mehreren Jahren eine für den Fachbereich Architektur/ Bauingenieurwesen/ Versorgungstechnik wichtige enge Partnerschaft in Lehre und Forschung und leistet einen beispielhaften Beitrag zur Bündelung der fachlichen Kompetenzen von BTU Cottbus und Hochschule Lausitz.

Der Studiengang Versorgungstechnik der Hochschule Lausitz registriert mit diesem Abschluss die zweite Promotion innerhalb eines Jahres. Weitere Informationen: http://www.hs-lausitz.de/versorgungstechnik.html - Internetseiten des Studiengangs Versorgungstechnik

Quelle: AdHocNews 16.02.09

Rauen. Der Streit um den Zwangsanschluss eines Grundstücks in Rauen bei Fürstenwalde an das Abwassernetz droht erneut zu eskalieren. Der Abwasserzweckverband Fürstenwalde beantragte die Zwangsversteigerung des Grundstücks der Familie von Barbara Plenzke, wie die Vollstreckungsbeauftragte des Verbandes am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte. Dabei gehe es im Wesentlichen um den Beitrag für den Anschluss des Grundstücks. Die offenen Forderungen beliefen auf rund 3000 Euro.

Die Linksfraktion des Landtags kritisierte die Vorgehensweise des Verbandes. «Die Familie soll ruiniert werden, um sie davon abzuhalten, ihre Rechte und die Vernunft durchzusetzen», sagte Verbraucherschutzexpertin Renate Adolph. Statt mit Augenmaß zu handeln, überschreite der Zweckverband «alle Hemmschwellen normalen menschlichen Handelns».

Nach jahrelangen Protesten waren im September 2008 die Grundstücke von Familie Plenzke sowie von Doris Groger aus Briesensee bei Lieberose zwangsweise an das öffentliche Netz angeschlossen worden. Sie hatten darauf verwiesen, dass bei ihren biologischen Kleinkläranlagen kein Abwasser anfalle.

Plenzke hatte im Herbst Verfassungsklage gegen den Anschlusszwang an das öffentliche Abwassernetz eingereicht. Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts dazu steht noch aus.

Heute kann man nicht nur mit seinem Handy ins Internet - nein, neuerdings sogar mit seiner Kleinkläranlage. Möglich wird das durch moderne Fernwirktechnik. Sie ermöglicht eine Fernüberwachung per GSM- Modul, also per Mobilfunk. Einfach gesagt: Die Steuerung der Kleinkläranlage nutzt eine Handyeinheit, um Daten an einen beliebigen Ort zu senden bzw. von dort zu empfangen. Eine Reihe von Herstellern haben in jüngster Zeit entsprechende Module für Ihre Steuerung entwickelt oder planen dies zu tun.

Was wird durch Fernwirktechnik möglich?

Das lässt sich in zwei Bereiche aufteilen:

1. Die Anlage kann Meldungen an das Wartungsunternehmen bzw. den Servicetechniker senden. Gibt es also beispielsweise eine Störung, kann die Fehlermeldung als SMS über das GSM-Modul versand werden. Die Textnachricht landet umgehend auf dem Handy des zuständigen Monteurs und kann ihm parallel als E-Mail zugehen. Eine mögliche Anwendung ist auch die bedarfsgerechte Schlammabfuhr. Dazu wird eine Schlammpegelmesssonde zur Erfassung des zu entsorgenden Schlammes in die Vorklärung montiert. Hat der Schlammpegel die maximale Höhe erreicht, versendet die Anlagensteuerung eine entsprechende Meldung. Daraufhin kann die Schlammabfuhr organisiert werden.

2. Die Anlage kann Befehle vom Wartungsunternehmen empfangen. Ein Servicetechniker kann die Steuerung z.B. per Web-Interface so bedienen, als stünde er direkt davor. Der Wartungsmonteur hat also die Möglichkeit, die Einstellungen der Kläranlage zu verändern, das Betriebstagebuch auszulesen oder Fehler zu analysieren, ohne den Kunden persönlich aufsuchen zu müssen.

Eine Firma die sich auf Fernwirktechnik bei Kleinkläranlagen spezialisiert hat ist U.T.S. aus Lotte. Das mittelständische Unternehmen hat Ihre Technik auf der diesjährigen IFAT in München vorgestellt. Bei den großen Herstellern von Kleinkläranlagen setzt man ebenfalls zukunftsweisend auf diese Technik: Huber DeWaTec nutzt die GSM-Technologie um beispielsweise Nachrichten über Füllstände automatisch per SMS an Mobiltelefone oder E-Mail-Adressen zu übermitteln. Die Bergmann-Gruppe hat kürzlich die Fernsteuerung WSB® easy vorgestellt. Sie basiert auch auf einem GSM-Modul, das jeweils in der Steuerung und auf den PCs des Wartungsunternehmens installiert ist. Demnächst wird die Software der neuen Steuerung sogar um eine Flottenmanagement-Funktion erweitert. Sie ermöglicht dem Wartungsunternehmen innerhalb kürzester Zeit den Betriebszustand hunderter Kleinkläranlagen zu ermitteln und die Daten dann nach Dringlichkeit sortieren zu lassen, um die optimale Fahrtroute für die einzelnen Monteure zu bestimmen. Ähnliche Möglichkeiten bietet auch die AQUAmax Fernüberwachung von ATB. Diese gibt es als Zusatzmodul für die Schaltzentrale proControl. Die Vorteile

Auf Dauer gesehen kann die Fernüberwachung Kosten bei der  laufenden Betreuung der Abwasseraufbereitungslösung sparen. Es entfallen nicht nur An- und Abfahrtskosten zur Einstellung der Reinigungsleistung in der Anlage, die sich gerade bei abgelegenen Gemeinden und Grundstücken erheblich summieren können, sondern die Wartung wird auch insgesamt effizienter und reaktionsfreudiger. Vor allem in dünn besiedelten Regionen könnte die Fernüberwachung stark an Bedeutung gewinnen, da eine regelmäßige Begutachtung der Kläranlage in diesen Gebieten aufwändig und kostenintensiv ist.

Fazit

Bevor unsere technikbegeisterten Leser jetzt aufspringen und ihre Kläranlage aufrüsten wollen: Die Datenfernübertragung bei Kleinkläranlagen ist ganz neu und daher noch etwas experimentiell. Entsprechend hoch sind die Preise. Auch wenn die ersten Hersteller bereits reagieren: Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt diese Technik ein Nischenprodukt für besondere Anforderungen. Das Thema bleibt aber spannend.

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Quelle: Mindener Tageblatt 10.10.08

Minden (mt). Die Entsorgung des häuslichen Abwassers ist für viele Eigenheimer ein Problemfall. Immer wieder gibt es Konflikte mit der Kommune, wofür es in Minden gerade markante Beispiele gibt.

Nicht wenige Haus- und Grundeigentümer zittern wegen hoher Beiträge für den Anschluss an die Kanalisation. Wie verhält man sich in solchen Fällen? Welche Möglichkeiten gibt es, gegen Beitragsbescheide vorzugehen? Was nutzt Widerspruch? Wie lässt sich eine Klage vor dem Verwaltungsgericht finanzieren?

Antworten auf solche Fragen gibt die Broschüre "Ratgeber Abwasser", die jetzt der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) vorgelegt hat. Sie beschäftigt sich darüber hinaus mit den ökonomisch wie ökologisch oft günstigen Varianten der Baus semizentraler Anlagen für kleinere Ortschaften oder Ortsteile in ländlichen Regionen sowie von Kleinkläranlagen für einzelne Grundstücke.

So gibt das Heft Ratschläge für die Gründung von Abwasservereinen als Träger semizentraler Anlagen. Bei Kleinkläranlagen geht es um die rechtlichen und technischen Voraussetzungen für die Errichtung, Kosten und Anlagentypen.

Die Broschüre "Ratgeber Abwasser" kostet fünf Euro (plus ein Euro für den Versand) und kann so bestellt werden: Zum einen schriftlich über den VDGN, Irmastraße 16, 12683 Berlin oder telefonisch: 030/514 888-0, per Fax: 030/514 888-78, per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, per Internet: www.vdgn.de

Die Bezeichnung “BSB” findet man im Bereich Klärtechnik recht häufig. Sie finden Sie z.B. oft auf dem Laborbericht nach der Entnahme einer Wasserprobe im Rahmen der Wartung. Die Abkürzung steht für “Biochemischer Sauerstoffbedarf ”. Das ist die Sauerstoffmenge, die zum biotischen Abbau im Wasser vorhandener organischer Stoffe unter bestimmten Bedingungen und innerhalb einer bestimmten Zeit benötigt wird. Die Zeit gibt übrigens die Zahl hinter dem "BSB" an. Üblicherweise wird der BSB5 verwendet. Dieser Wert ist also die Menge an Sauerstoff, den Bakterien und alle anderen im Wasser vorhandene Mikroorganismen bei einer Temperatur von 20 °C innerhalb von fünf Tagen verbrauchen, woraus man auf die Menge der dabei abgebauten organischen Stoffe schließt. Je höher der Wert, desto unvollständiger ist das Abwasser geklärt. Der BSB wird in mg O2/l angegeben. Gereinigtes Abwasser muss einen BSB5 von weniger als 40 mg O2/l haben.

Warum wird er gemessen? Der BSB gibt Auskunft über die Qualität der Abwasserreinung. Aussagekräftig ist dabei besonders das Verhältnis von BSB5 zu CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf):

- BSB5 = (50 - 100) % CSB: Die Inhaltsstoffe sind gut biotisch abbaubar. - BSB5 < 50 % CSB: Die Inhaltsstoffe können nur schlecht biotisch abgebaut werden und verbleiben deshalb lange in der Umwelt oder sie wirken auf Mikroorganismen giftig und können deshalb schlecht abgebaut werden. - BSB5 = (12 - 25) % CSB: Dieses Verhältnis hat Abwasser üblicherweise nach einer biologischen Reinigung.

Wie wird er gemessen? Es gibt drei verschiedene Methoden: Sapromatmethode, Verdünnungsmethode und manometrisch. Wir gehen hier nur kurz auf die letztere ein, die weit verbreitet ist:

Manometrische Messung des BSB5: Das zu untersuchende Wasser wird in eine Flasche eingebracht, wobei ein Großteil der Flasche mit Luft gefüllt bleibt. Die Flasche wird luftdicht verschlossen und der Druck in dem Gefäß mit einem Manometer bestimmt. Das entstehende Kohlendioxid wird chemisch gebunden. Der Sauerstoffverbrauch bewirkt eine Druckabnahme, woraus der Biologische Sauerstoffbedarf errechnet werden kann. Die Messmethode ist aufwändig. Man benötigt einen Thermostatschrank, in dem die Flaschen 5 Tage lang bei konstant 20 °C aufbewahrt werden. Deshalb ist eine BSB5- Messung recht teuer.

Die BSB5- Messung wird von vielen Behörden nicht mehr gefordert. Meistens wird nur die CSB- Messung verlangt.

bv | Klaeranlagen-Vergleich.de
Quelle: MZ-web.de 26.08.08

Bis Ende 2009 muss laut Bundesgesetz erneuert oder umgebaut werden

Magdeburg/dpa. Auf die Betreiber der 50 000 bis 70 000 kleinen Kläranlagen in Sachsen-Anhalt rollt eine Kostenlawine zu. Bis Ende 2009 müssten die Anlagen laut Bundesgesetz modernisiert oder umgebaut werden, teilte Umweltministerin Petra Wernicke (CDU) am Dienstag in Magdeburg mit. Die Erneuerung einer Anlage für ein Einfamilienhaus nach neuesten technischen Standards werde mit 3000 bis 6000 Euro zu Buche schlagen. Bei etwas größeren Anlagen könnten sich die Kosten auf bis zu 25 000 Euro belaufen. Die Investitionsbank des Landes hat zur Finanzierung der Modernisierungen ein spezielles Darlehensprogramm mit günstigen Zinsen aufgelegt.

Das Programm starte am 1. September und habe eine Laufzeit von fünf Jahren, erläuterte der Sprecher des Vorstands der Bank, Manfred Maas. Zu 1,99 Prozent Zinsen könnten sich Betroffene eine Summe zwischen 3000 und 25 000 Euro leihen. Es werde ein unkompliziertes Antragsverfahren geben, das ausschließlich über den Postweg abgewickelt werde. Antragsteller müssten also deswegen nicht extra in die Investitionsbank nach Magdeburg kommen. Er rechne damit, dass etwa 5000 Menschen von dem Programm Gebrauch machen, sagte Maas.

Laut Wernicke klären die Kleinanlagen die Abwässer von rund 240 000 Menschen, also jedem zehnten Sachsen-Anhalter. Ein Anschluss dieser Menschen an das zentrale Abwassernetz sei nicht wirtschaftlich, so dass die kleinen Klärgruben nun für den dauerhaften Einsatz modernisiert werden müssten. Sie müssten zum Beispiel mit einem System zur biologischen Abwasserbehandlung ausgestattet werden, was heute vielfach nicht der Fall sei.

Ein Zuschuss von 1000 oder 1500 Euro für die Modernisierung, wie er in Sachsen und Thüringen gewährt werde beziehungsweise geplant sei, sei für das Land Sachsen-Anhalt nicht finanzierbar, ergänzte die Ministerin. Dies würde das Land 50 bis 100 Millionen Euro kosten.

Quelle: Wochenspiegel 18.08.08

Merseburg (WS). Ein großer Teil der Abwässer wird in zentralen Kläranlagen gereinigt. In ländlichen, weniger dicht besiedelten Gebieten kann jedoch der Anschluss an eine zentrale Kläranlage mit unverhältnismäßig hohem technischen und finanziellen Aufwand verbunden sein. In diesen Fällen kann die zuständige Wasserbehörde die Pflicht der ordnungsgemäßen Abwasserbehandlung auf den Grundstückseigentümer übertragen. Hier kommen Kleinkläranlagen zum Einsatz. Die Abwasserbeseitigung über vollbiologische Kleinkläranlagen hat im ländlichen Raum Sachsen-Anhalt deshalb eine große Bedeutung. Aber auf Grundstücken ohne Kanalanschluss soll das Abwasser ordnungsgemäß nach EU-Richtlinien entsorgt werden. Dies geschieht entweder durch Einleitung in eine geschlossene Sammelgrube oder durch Reinigung in einer eigenen Kläranlage. Betreiber einer älteren Klärgrube sind aufgefordert, diese bis spätestens zum 31. Dezember 2009 zu einer vollbiologischen Kläranlage umzurüsten. Mit einer Kleinkläranlage wird das Abwasser auf dem Grundstück gereinigt und entsorgt. Hierzu gibt es sichere, einfache und vor allem dauerhafte Systeme der vollbiologischen Abwasserklärung. Umweltfreundliche PE-Behälter sind extrem abwasserresistent und langlebig. Für den Einbau wird kein schweres Gerät benötigt. Bisher musste der übriggebliebene Klärschlamm mit großem Aufwand und Kosten durch die Grundstückseigentümer entsorgt werden. Nun gibt es bei Kleinkläranlagen das patentierte Schlamm-Kompostier-System (SKS). Somit wird aus 450 Liter Klärschlamm pro Einwohner und Jahr 20 Liter hochwertiger Kompost. Mit der neuen Generation von Kleinkläranlagen mit SKS-Technik machen Sie sich unabhängig von den immer stärker steigenden Kosten für die Schlammentsorgung. Eine Vielzahl der Lösungen bei Kleinkläranlagen macht es den Hausbesitzern oft nicht leicht, sich für das optimale System zu entscheiden. Die meisten Betreiber sorgen sich bei einer Investition aber oft nur um eins: möglichst wenig Aufwand beim laufenden Betrieb und eine hohe Verlässlichkeit.

Jeder neue Betreiber einer Kleinkläranlage steht vor der Frage: Wie finde ich den optimalen Partner für die Wartung? Und selbst wenn man bereits einen Wartungsvertrag hat: In manchen Fällen ist es sinnvoll, sich nach einem neuen Wartungsunternehmen umzuschauen, beispielsweise, wenn das Vertrauen gestört ist.

Leider ist es in vielen Fällen schwierig, Angebote von Wartungsfirmen fair zu vergleichen, da es versteckte Kosten geben kann. Das sorgt für gravierende Preisunterschiede.

Ein Beispiel:

Angebot von Wartungsfirma A: Grundpreis für die Wartung: 50 EUR Angebot von Wartungsfirma B: Grundpreis für die Wartung: 270 EUR

Ist die Wartungsfirma A ein Schnäppchen? Nicht unbedingt. Rechnen Sie beim Vergleich immer sämtliche Kosten für ein Jahr zusammen! Um bei dem Beispiel zu bleiben: Das Angebot von Wartungsfirma A ist der Preis pro Wartung. Dazu kommen noch die Kosten für die Laboruntersuchung. Das Angebot von Wartungsfirma B ist der Komplettpreis für alle drei Wartungen in einem Jahr. Die Laboruntersuchung ist im Preis inbegriffen. Unter Umständen ist das Angebot von Wartungsfirma B demnach sogar günstiger. Welche Faktoren sollten vor Abschluss eines Vertrages berücksichtigt werden?

- Grundlage für einen Vergleich sollte immer der Preis der Wartung für ein Jahr incl. Mehrwertsteuer, aller Laboruntersuchungen, vom Hersteller vorgeschriebenen Arbeiten und Anfahrt sein.

- Wie lang ist die Vertragslaufzeit? Je länger, desto günstiger die Wartung. Möchte ich eine längere Laufzeit in Kauf nehmen?

- Ist die Wartungsfirma Vertragspartner des Herstellers meiner Kläranlage? Dann können Ersatzteile oft schneller und günstiger eingekauft werden. Außerdem verschafft mir das Vorteile bei Kulanzregelungen.

- Umfasst der Vertrag auch wirklich nur die behördlich vorgeschriebene Anzahl Wartungen? Beispiel: Kleinkläranlagen die eine Zulassung nach 2005 haben und mit einer Netzstrom- Ausfallerkennung ausgestattet sind, werden meist nur zweimal jährlich gewartet. Ein Vertrag der drei Wartungen umfasst wäre hier überflüssig und außerdem teurer, selbst wenn der Preis pro Wartung günstiger scheint.

Genaues Hinsehen ist also nötig. Der Markt für Kleinkläranlagen ist hart umkämpft und viele Wartungsunternehmen möchten gern die günstigsten sein. Dazu wird mit Tiefpreisen geworben, die sich aber letzten Endes als Finten herausstellen.

Tipp: Manche Wartungsfirmen bieten verschiedene Versionen von Wartungsverträgen an. Das bedeutet, Sie entscheiden sich entweder für einen optimalen Preis mit Abstrichen beim Service oder für einen optimalen Service zu einem höheren Preis. Einige Anbieter haben sogar "Flatrates" im Programm. Bei solchen Verträgen sind dann sogar sämtliche Verschleißteile und Sonderanfahrten für Nachbeprobungen inklusive.

Über 150 Wartungsunternehmen aus ganz Deutschland finden Sie in unserem Anbieterverzeichnis: http://www.klaeranlagen-vergleich.de/firmenbereich/anbieterdatenbank bv | Klaeranlagen-Vergleich.de

Quelle: Ostthüringer Zeitung 08.07.08

Abwasser-Entsorgung wird gesetzlich geändert - Wer dezentral bleibt, sollen die Zweckverbände entscheiden

Mit der dritten Änderung des Thüringer Wassergesetzes läutet die Landesregierung das Ende des Anschluss- und Benutzungszwangs für die Abwasser-Entsorgung ein. Der Gesetzentwurf wurde gestern in erster Lesung im Landtag beraten. "Im ländlichen Raum können dezentrale Anlagen eine Alternative darstellen", sagte Agrar- und Umweltminister Volker Sklenar (CDU). Allerdings müssten auch hier die Normen für geklärtes Wasser dauerhaft eingehalten werden. Das bedeutet: Vollbiologische Kleinkläranlagen nach dem anerkannten Stand der Technik. Ihr Anschaffungspreis variiert zwischen 2500 und 5000 Euro. Pro Jahr werden 300 Euro für Wartungskosten veranschlagt, 50 Euro für Kontrollen und etwa 100 Euro für Energie. Bei Neubau oder Modernisierung sollen private Grundstücksbesitzer erstmals direkt gefördert werden - mit 1000 bis 1500 Euro pro Antrag. Da das Land aber jährlich nur zwischen 1,5 und zwei Millionen Fördermittel einplant, würde der Zuschuss nur für 1000 bis 1500 Anlagen pro Jahr reichen. Der Bedarf liegt insgesamt bei über 70 000.

Halbherzig nannte der Umweltpolitiker der PDS/Linken, Tilo Kummer, den Gesetzentwurf. Statt die Grundeigentümer entscheiden zu lassen, welche Variante sie bevorzugen, sollen die kommunalen Zweckverbände festlegen, welche Gebiete sie in den nächsten 15 Jahren nicht zentral anschließen. So werde der Bürger, selbst wenn er es nicht will, selbst zum Aufgabenträger. Dagmar Becker (SPD) warf Sklenar vor, er lasse mit einer Rolle rückwärts in der Abwasserpolitik den ländlichen Raum im Stich.

Horst Krauße (CDU) räumte ein, dass der Regierungsentwurf noch gründlich im Umweltausschuss des Parlaments beraten werden muss. Von einem Systemwechsel könne aber keine Rede sein. Für dezentrale Abwasserentsorgung kommen nur Streusiedlungen und Einzelgehöfte in Frage, sagte der Ostthüringer Unionspolitiker.

Nach Meinung von Experten sei die eigene vollbiologische Kleinanlage auf Dauer teurer als ein Anschluss ans zentrale Klärwerk. Den Zweckverbänden sollen acht Monate Zeit gegeben werden, ihre Investitionsplanung zu überarbeiten.

Die Bezeichnung "CSB" findet man im Bereich Klärtechnik recht häufig. Sie finden Sie z.B. oft auf dem Laborbericht nach der Entnahme einer Wasserprobe im Rahmen der Wartung. Die Abkürzung steht für "Chemischer Sauerstoffbedarf". Das ist die Sauerstoffmenge, die zum Abbau organischer Belastungen im Abwasser erforderlich ist. Je höher der Wert, desto unvollständiger ist das Abwasser geklärt. Der CSB wird in mg O2/l angegeben. Gereinigtes Abwasser muss einen CSB von weniger als 150 mg O2/l haben.

Warum wird er gemessen? Abwasser ist komplex. Schmutzstoffe im Abwasser liegen in gelöster und ungelöster Form, sowie als organische Verbindungen (Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate) vor. Es wäre recht aufwändig und teuer jedes einzelne Parameter im Labor zu messen. Daher misst man den CSB als Verschmutzungsindikator. Der Chemische Sauerstoffbedarf ist ein Summenparameter zur Quantifizierung der Belastung von Abwasser mit organischen Stoffen.

Wie wird er gemessen? Die Probe wird in einer schwefelsauren Lösung gekocht, dabei wird ein starkes Oxidationsmittel zugegeben (Kaliumdichromat). Aus dem Verbrauch des Oxidationsmittels wird dabei die Menge des verbrauchten Sauerstoffs berechnet. Wartungsfirmen verwenden dazu sogenannte Küvettentests. Dazu wird eine kleine Menge des Abwassers in ein präpariertes Glasröhrchen gegeben und dann mit Hilfe eines Thermostaten gekocht. Nach dem Abkühlen steckt man die Küvette in ein Photometer, welches das Messergebnis dann anzeigt. bv | Klaeranlagen-Vergleich.de

Quelle: SZOn 28.01.2008

EMMINGEN-LIPTINGEN (pad) Beeindruckt hat sich der Technische Ausschuss der Gemeinde Emmingen-Liptingen über die Funktionsweise der Membran-Kläranlage beim Gasthaus Schuhfranz gezeigt. Das gereinigte Abwasser sei fast keimfrei, hieß es.
Neben Mitgliedern des Ausschusses nahmen auch Jürgen Hilscher vom Wasserwirtschaftsamt Tuttlingen sowie Stephan Klemens von der Firma Mall daran teil, die für den Bau und die Betreuung zuständig ist.
 
Hilscher sagte, dass die Membranfiltertechnik, die dort angewandt werde, revolutionär sei und Werte einer großen Kläranlage erreiche und sogar übertreffe. Das Wasser, das aus der Kleinkläranlage kommt, soll Badewasserqualität haben. Die Membranfilter haben eine Lebensdauer von rund einem Jahr und müssen dann ersetzt werden. Baubeginn der Anlage war im Frühjahr 2007. Dabei wurden zunächst die vorhandenen Gruben der alten Kleinkläranlage saniert und als erstes Glied in der Reinigungskette ein Fettabscheider eingebaut. In die Gruben wurden dann die Membranfilter eingesetzt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 34 000 Euro.

Klemens erklärte die Wirkungsweise der Kleinkläranlage. Er sagte, beim Schuhfranz sei das Abwasser bis zum Jahr 2007 über eine Kleinkläranlage gereinigt worden. Da die Vorschriften für die dezentralen Abwasserbeseitigungen von Bund und EU neu geregelt wurden, habe man reagieren müssen. Den Schuhfranz als entlegenes Einzelgehöft ans Öffentliche Netz anzuschließen, war für die Gemeinde finanziell nicht tragbar. Da die Wirtschaft in einem ökologisch sensiblen Karstgebiet liegt, wurde Schuhfranz vom Wasserwirtschaftsamt der Umbau zu einer modernen Abwasserbeseitigung mit Membrantechnik zur Auflage gemacht.

In Eigenleistung wurden die Gruben gereinigt und der Fettabscheider eingebaut. Die Kleinkläranlage kombiniert die Membranfiltration mit modernen biologischen Reinigungsverfahren. Die Vorteile der innovativen Konstruktion sind höchste Reinigungsleistung und besondere Wirtschaftlichkeit. Da das gereinigte Abwasser mühelos Badegewässerqualität erreiche, so hieß es, könne es mit dem eingebauten separaten Speicher als Betriebswasser für die Toilettenspülung, die Waschmaschine oder die Gartenbewässerung verwendet werden.

Nach der mechanischen Vorreinigung gelangt das Abwasser in die biologische Reinigungsstufe der Membrankläranlage. Der Abbau der organischen Verbindungen erfolgt nach dem Belebungsverfahren durch umherschwimmende Mikroorganismen. Der für den Abbau benötigte Sauerstoff wird technisch durch Gebläse und Verdichter erzeugt und durch spezielle Belüftungseinrichtungen am Behälterboden der Kleinkläranlage eingeblasen. Anders als bei den meisten Kleinkläranlagen ist kein Nachklärbecken erforderlich. Die Vorteile dieses Systems liegen nach Aussagen von Klemens in der hervorragenden Reinigungsleistung.

In Bayern müssen Kleinkläranlagen alle zwei Jahre durch einen Privaten Sachverständigen der Wasserwirtschaft überprüft werden. Der Landtagsabgeordnete Anton Kern will es den Hausbesitzern noch leichter zu machen. Er plädiert für einen längeren Überprüfungsturnus der Kleinkläranlagen, er soll von zwei auf vier Jahre erhöht werden. "Viele Leute haben Angst vor der damit verbundenen Kostenbelastung." Nun gebe es erste Signale, dass der Turnus verlängert werden kann, sobald die jetzt zu installierenden Anlagen einmal richtig laufen. bv | Klaeranlagen-Vergleich.de
Natürlich existieren auf diesen Grundstücken schon bisher private Kläranlagen und -gruben, aber keine "vollbiologischen". So haben im Donau-Ries-Kreis circa 400 betroffene Hausbesitzer ein Informationsschreiben des Landratsamts bekommen, in dem ihnen genau das mitgeteilt wurde, denn die Bezuschussung für den Einbau solcher Anlagen endet 2008. Im Donauwörther Stadtteil Nordheim beispielsweise gibt es Häuser, die nicht an die örtliche Kläranlage angeschlossen sind. Dort wurden kürzlich vollbiologische Anlagen in zwei Grundstücke in der Rainer Straße eingebaut. Vorteil der neuen Anlagen sei unter anderem, dass die Grundwasser-Verschmutzung um bis zu 96 Prozent gestoppt werde, so Udo Schiemann, Fachberater einer der Firmen, die die Kleinkläranlagen verkaufen und einbauen. Bewährt habe sie sich schon, da keine Schlammrückführung nötig sei. Dank kompakter Bauweise und einfacher Funktionsabläufe seien Bau- und Betriebskosten minimiert worden. "Als regionaler Anbieter tragen wir als Firma auch eine gewisse Verantwortung. Deshalb stellen wir eine einfache und zuverlässige Anlage zur Verfügung, um unsere Kunden zufriedenzustellen", so Schiemann. Die Funktionsweise der Kläranlagen - das "Wirbel-Schwebebett-Biofilmverfahren" - wurde in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden entwickelt. Die reinigenden Mikroorganismen siedeln sich dem Unternehmen zufolge als dünner "Biofilm" auf kleinen Kunststoffteilchen an, die unter der Wasseroberfläche schweben. Alle fünf bis zehn Minuten wirbeln diese Teilchen durch Einblasen von Sauerstoff durch das Abwasser. Die Wirkmechanismen der Reinigungsleistung eines Bachs hätten so auf das Miniklärwerk übertragen werden können. Damit werde eine hohe Reinigungsleistung erzielt, das System komme ganz ohne Stromzuführung aus. Die Kosten tragen die Eigentümer Rund 12 000 bis 15 000 Euro kostet so eine Anlage inklusive Einbau. Dieses Geld müssen die Betroffenen selbst aufbringen. Etwa 2800 Euro bekommen sie durch Zuschüsse mindestens zurückerstattet, wenn die Anlage ordnungsgemäß läuft. Die Anwohner in Nordheim sind nicht unbedingt glücklich darüber, diesen Umbau vornehmen zu müssen. Sie hätten es wie Günther Basmann lieber gesehen, an das städtische Klärwerk angeschlossen zu werden. Aber auch die Kosten hierfür müssten selbst getragen werden, so Helmut Strassner vom Landratsamt. Basmann meinte: "Die alte Kläranlage hat tadellos funktioniert. Ich bin eigentlich sehr unglücklich über die Situation." Natürlich könnten weder die Stadt noch der Freistaat Bayern etwas an der Sachlage ändern und den Aspekt des Umweltschutzes begrüße er auch, aber es sei "teilweise finanziell untragbar, sein Haus an eine solche Anlage anschließen zu müssen." Quelle: Augsburger Allgemeine 24.07.07
Quelle: DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (Verbandspresse, 21.06.2007 15:35) (Gera/Hennef) - Auch in der Zukunft wird es nicht möglich sein, alle Haushalte an eine zentrale Abwasserbeseitigungsanlage anzuschließen. In den meist ländlichen Gebieten ohne zentrale Abwasserreinigung stellt die Behandlung der Abwässer in Kleinkläranlagen den Stand der Technik dar. Diese können ihre Reinigungsleistung jedoch nur erbringen, wenn sie fachgerecht betrieben und regelmäßig gewartet werden. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) bietet hierfür eine Qualifizierung des Betriebspersonals sowie eine Zertifizierung von Fachbetrieben an. Fachkunde definiert und bundesweit anerkannt Kleinkläranlagen können nur bei fachkundigem Betrieb und Wartung die notwendigen Reinigungsleistungen erbringen. Die bauaufsichtlichen Zulassungen stellen an die Kleinkläranlagen bezüglich der Reinigungsleistung die gleichen wasserrechtlichen Anforderungen wie an herkömmliche Kläranlagen für bis zu 1 000 Einwohner. Die Wartung darf ausschließlich von fachkundigem Personal durchgeführt werden. Dazu bietet die DWA den Erwerb der geforderten Fachkunde für das Wartungspersonal an, welche bundesweit definiert und durch die 133. Vollversammlung der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) bestätigt wurde. Die Harmonisierung der Zugangsvoraussetzungen, Inhalte und Dauer der Schulungen zum Erwerb des Fachkunde-Nachweises garantieren eine bundeseinheitliche Durchführung. Zertifizierte Fachunternehmen sichern den ordnungsgemäßen Kleinkläranlagenbetrieb zum Nutzen der Gewässer Die Fachkunde eines jeden Mitarbeiters im Bereich der Wartung ist eine notwendige Voraussetzung für diese Tätigkeit. Darüber hinaus garantieren die nach dem freiwilligen, seit Jahren bewährten DWA-Zertifizierungssystem anerkannten Fachfirmen eine besonders hohe Qualität der Wartung. Damit werden Betriebsstörungen und daraus folgende Gewässerbelastungen vermieden. Entwickelt vom Landesverband Nord, ist es mittlerweile auch in anderen DWA-Landesverbänden eingeführt worden. Im Landesverband Sachsen/Thüringen bieten 34 zertifizierte Fachunternehmen diesen hohen Wartungsstandard. Tagungsschwerpunkt "Technische und wirtschaftliche Fragen zu einer nachhaltigen Abwasserableitung und Abwasserbehandlung" Während der Bundestagung und Landesverbandstagung Sachsen/Thüringen befasst sich der Themenblock "Ausgewählte technische und wirtschaftliche Fragen zu einer nachhaltigen Abwasserableitung und Abwasserbehandlung" mit der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie im Freistaat Thüringen und der aktuellen Vergabepraxis sowie deren Konsequenzen für Auftraggeber und Auftragnehmer. Zudem werden das Benchmarking kleinerer Kläranlagen und die Energieproblematik in der Abwassertechnik behandelt.
Im Newsletter 05/2006 haben wir bereits ausführlich über die Norm EN 12566-3 berichtet. Nun ist sie bereits seit fast einem Jahr in Kraft. Diese Euronorm betrifft alle neu zugelassenen Kleinkläranlagen bis 50 EW. Seitdem haben solche Anlagen alle das CE- Zeichen. Mit der CE-Kennzeichnung bestätigt der Hersteller die Konformität des Produktes mit den zutreffenden EU-Richtlinien und die Einhaltung der darin festgelegten „wesentlichen Anforderungen“. Durften bewährte Praktiken anderer Normen bislang noch weiter laufen, ist diese "Schonfrist" bald vorbei. Und wahrscheinlich müssen viele bereits zugelassene Systeme 2008 wieder auf's Prüffeld. Wieso das? Bisher galt die Norm für vorgefertigte und/oder vor Ort montierte Anlagen. Das soll sich möglicherweise ändern. Nachrüstungen sollen dann eine eigene Zertifizierung erhalten. Wichtig für alle, die selbst eine Kleinkläranlage betreiben: Diese Norm betrifft nur die Hersteller von Kleinkläranlagen. Für Betreiber bleibt die bauaufsichtliche Zulassung lt. Handbuch gültig. bv | Klaeranlagen-Vergleich.de

(box) Osnabrück/Hennef, 27.09.2006

Der Gewässerschutz verzeichnete in den letzten Jahren durch den Anschluss der Haushalte an die kommunalen Abwasseranlagen einen erheblichen Fortschritt. Laut dem letzten Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) sowie den Angaben des Statistisches Bundesamtes sind inzwischen 94 Prozent der Einwohner an eine der rund 10 000 zentralen Kläranlagen angeschlossen. Im ländlichen Raum ist darüber hinaus eine wirtschaftliche zentrale Abwasserbeseitigung oftmals nicht möglich. Diese erfolgt daher meist dezentral mittels einer der ca. zwei Millionen Kleinkläranlagen, welche das Abwasser jedoch nur teilweise reinigen. Moderne Kleinkläranlagen hingegen entsprechen in ihren Leistungen den Anforderungen an herkömmliche Kläranlagen für bis zu 1 000 Einwohner.
Ihre anspruchsvolle Reinigungsaufgabe können die Kleinkläranlagen jedoch nur erfüllen, wenn sie fachkundig betrieben und gewartet werden. Dazu bietet die DWA ein seit Jahren bewährtes Zertifizierungssystem für die Wartung dieser Aggregate an, das wesentlich dazu beiträgt, die durch Betriebsstörungen verursachten Gewässerbelastungen zu minimieren. Entwickelt vom DWA-Landesverband Nord (Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein) ist es mittlerweile auch von anderen DWA-Landesverbänden eingeführt worden.

Zertifizierte Fachunternehmen für die Eigenüberwachung von Kleinkläranlagen betreiben aktiven Gewässerschutz

Die behördliche Überwachung der großen Anzahl an Kleinkläranlagen in Deutschland erfordert einen hohen administrativen und finanziellen Aufwand.
Dieser lässt sich wesentlich verringern, wenn ein gleichwertiges Instrument der Eigenkontrolle von Betrieb und Wartung der Kleinkläranlagen eingesetzt wird. Dazu werden von der DWA geeignete Fachunternehmen zertifiziert, die über die notwendige Ausrüstung (Labor, Werkzeuge, Materialien) verfügen und entsprechend qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen. Nach einer erfolgreichen Prüfung wird von der DWA ein Zertifikat verliehen. Alle zwei Jahre muss diese Eignung erneut nachgewiesen werden. Vor drei Jahren begann der DWA-Landesverband Nord mit der Zertifizierung von Wartungsunternehmen von Kleinkläranlagen, mittlerweile haben die Landesverbände Sachsen/Thüringen und Nord-Ost (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt) nachgezogen, in Kürze wird der DWA-Landesverband Nordrhein-Westfalen folgen.

Kleinkläranlagen - Von der Notlösung zur gleichwertigen Alternative

Im ländlichen Raum ist eine wirtschaftliche zentrale Abwasserbeseitigung oftmals nicht möglich, so dass diese meist dezentral mittels Kleinkläranlagen erfolgt, die das Abwasser jedoch nur teilweise reinigen.
Inzwischen hat sich jedoch der Status der Kleinkläranlagen von einer Übergangslösung (bis zum Anschluss an eine zentrale Abwasserbehandlungsanlage) hin zu einer eigenständigen und leistungsmäßig gleichwertigen Alternative entwickelt. Die Kleinkläranlagen bestehen nach heutigen Maßstäben aus einer mechanischen sowie einer biologischen Behandlungsstufe. In der mechanischen Stufe setzen sich die groben Inhaltsstoffe des Abwassers ab, anschließend erfolgt in der biologischen Stufe die eigentliche Reinigung. Der bei der Reinigung entstehende Fäkalschlamm wird bedarfsgerecht abgefahren. Im Rahmen der bauaufsichtlichen Zulassung werden an die Kleinkläranlagen bezüglich der Reinigungsleistung die gleichen wasserrechtlichen Anforderungen gestellt wie an herkömmliche Kläranlagen für bis zu 1 000 Einwohner. Ihre Wartung ist ausschließlich von fachkundigen Personen durchzuführen.

Ansprechpartner:

Herr Dr. Frank Bringewski
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: 02242/872-190
Fax: 02242/872-151

Herausgeber: Stuttgarter Wochenblatt

DENKENDORF - Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Markus Grübel und Michael Hennrich besuchte kürzlich die baden-württembegische Umweltministerin Tanja Gönner die Firma Ökoservice in Denkendorf. Gönner machte sich vor Ort ein Bild von den aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der dezentralen Abwasserbeseitigung.

Das Unternehmen ist im Bereich Abwasser- und Umwelttechnik tätig und orientiert sich stets am Stand der Technik.

In Denkendorf optimieren die Mitarbeiter ständig die vom Unternehmen selbst entwickelten sowie die allgemein üblichen Verfahren der Abwassertechnik. Unzählige Messergebnisse sowie im hauseigenen Labor durchgeführte Analysen aus einer Vielzahl an Proben der Wartungskunden liefern dem Unternehmen wichtige Erfahrungswerte.

Jürgen Zink, leitender Ingenieur bei Ökoservice, konnte Ministerin Gönner nicht ohne Stolz mitteilen, dass die modernen Kleinkläranlagen gleich gute und zum Teil sogar bessere Reinigungswerte erreichten wie die zentralen kommunalen Anlagen. "Dabei sind die dezentralen Anlagen um ein vielfaches wirtschaftlicher als die großen kommunalen Anlagen", versicherte Zink. Insofern böten sie sich als interessante Alternative vor allem im ländlichen Raum und weltweit in den Entwicklungsländern und den Schwellländern wie Rumänien und Bulgarien an.

Gönner nahm ebenso zur Kenntnis, dass die Firma Ökoservice inzwischen auch auf dem Gebiet der Klärschlammverwertung tätig sei und dort sehr gute Ergebnisse erziele.

 

 

Ab sofort ist der zukünftige Bereich des versprochenen Klärcomic eröffnet!
Die Comic-Seite ist in der Navigation unter "Klär-Comic" erreichbar. Der Countdown zum 01.04.2006 läuft!!!
Folgender Link führt Sie auch in den neuen Bereich...

>>> Zum Comic

Am 01.04.06 wird also Episode I des Klärcomic eröffnet!

Wir wünschen schon jetzt viel Spaß beim Lesen...

Ihr Team vom
Klaeranlagen-Vergleich