Die weltweiten Klimaveränderungen machen sich auch in Deutschland bemerkbar. Das Jahr 2018 wird mit seiner extremen Trockenheit im Gedächtnis bleiben. Klimaexperten sehen künftig einen Trend zu trockeneren Sommern. Dies wirkt sich nicht nur auf die Natur und Landwirtschaft negativ aus.

Selbst die Energieversorger mussten im Sommer Stromproduktion um ca. 30 % reduzieren, da durch den Rückgang des Wasserstands in den Flüssen und die dadurch ansteigenden Wassertemperaturen die Kühlung der Kraftwerke oft nicht mehr ausreichend war. Die Bereitstellung einer ausreichenden Trinkwassermenge erfordert unter diesen klimatischen Bedingungen erheblich mehr Anstrengungen. Doch warum sollte man Trinkwasser auch noch für den Garten verschwenden? Zudem teures, zumeist kalkhaltiges Trinkwasser für den Garten gar nicht so gut ist.

Vernünftig wäre doch, Regenwasser für die Gartenbewässerung zu verwenden. Weiches Regenwasser lässt Pflanzen optimal wachsen und kostet nichts. Die Einsparung von Trinkwasser ist aus ökologischer und wirtschaftlicher Notwendigkeit eine sinnvolle Maßnahme und wird auch für industrielle Betriebe zunehmend interessanter. Regenwassernutzungsanlagen werden häufig staatlich gefördert bzw. von manchen Städte und Gemeinden bezuschusst.

Wenn alte Heizöltanks wegen Rostschäden nicht mehr benutzbar sind oder wegen der Umstellung auf andere Energieträger nicht mehr benötigt werden, lassen sich diese z.B. kosten- und zeitaufwändig ausbauen oder mit Sand befüllen.

Alte Öltanks können aber auch von einem Fachbetrieb gereinigt und mit einer speziellen Tankinnenhülle ausgerüstet werden. In Verbindung mit einem Umrüstset, bestehend aus Kunststoff-Domdeckel, Patronenfilter und einem Topf für beruhigten Zulauf, besteht für Besitzer ausgedienter Heizöltanks die Möglichkeit, mit geringem Investitionsvolumen eine ökologisch und wirtschaftlich sinnvolle Regenwassernutzungsanlage für den Garten zu installieren.

Kernstück ist der Domdeckel, dessen 2 Öffnungen eine einfache und saubere Verrohrung ermöglicht. Diese wird vom Fallrohr in den Tankdom geleitet und an den Patronenfilter angeschlossen. Die Verbindung des Filterelements erfolgt durch Rapidverbinder. Bei der Verrohrung an die Kanalisation ist darauf zu achten, dass mit den Kanalgrundrohrbögen ein Siphon ausgeformt wird.

Ein Topf sorgt innerhalb des Regenwasserspeichers für einen ruhigen Zulauf des Regenwassers. Dadurch wird ein Aufwirbeln der Sedimentationsschicht verhindert und dem Speicherwasser Sauerstoff zugeführt. Für die Entnahme des Regenwassers eignet sich die Pumpe Forta Duo 1100.

Solche Umrüstsets werden für Dachflächen oft bis 150 m² konzipiert. Das System ist sofort nach dem ersten Regen betriebsbereit; der Trinkwasserverbrauch sinkt.

Infos zu solchen Umrüstungen finden Sie z.B. in diesem PDF.