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Grundsätzlich sind folgende Einbauvarianten des Fettabscheiders möglich:

  • Einbau im Erdreich

  • Einbau im Gebäude

Einbau im Erdreich

Abdeckungen müssen geruchsdicht sein. Ausreichend bei dem Einbau in Grünflächen ist eine Abdeckung Klasse A15 oder geländeüberhöht mit einer geruchsdichten Abdeckhaube. In Zufahrtswegen sollte der Abscheider möglichst außerhalb des direkt befahrenen Bereiches eingebaut werden. Abdeckungen der Belastungsklasse B125 sind hier in der Regel ausreichend. Beim Einbau direkt in der Fahrbahn ist eine Klasse D400 geruchsdicht verschraubt vorzusehen.

Zu empfehlen ist, dass die Stelle, an der das Entsorgungsfahrzeug steht, befestigt sein sollte.

1. Einbau in Gebäuden

Die Fettabscheider sollen in unmittelbarer Nähe der Anfallstelle eingebaut werden. Der Aufstellraum ist abgetrennt, trocken und mit einer funktionierenden Be- und Entlüftung auszustatten. Das Abwasser sollte dem Fettabscheider mit freiem Gefälle von mindestens 1:50 zugeführt werden, da es sonst vor dem Fettabscheider gehoben (gepumpt) werden müsste.

Pumpen vor dem Fettabscheider haben den gravierenden Nachteil, dass die Fettanteile im Abwasser dispergiert werden und somit die erforderliche Abscheidung erschwert wird. Grenzwertüberschreitungen sind damit vorprogrammiert. Falls es aus baulichen Gegebenheiten nicht zu vermeiden ist, kann man diese Nachteile durch Einsatz einer Spezialhebeanlage mit Verdrängungspumpen nahezu eliminieren

1.1. Zulaufleitung

Bei der Verlegung der Abwasserleitung durch unbeheizte oder frei zugängliche Räumlichkeiten mit Frostgefahr ist dieser Streckenabschnitt mit einer Rohrbegleitheizung, (z.B. selbstregulierende Heizbänder und Isolierung), auszustatten. Tut man das nicht, kann es passieren, dass sich das Fett bereits in der Zulaufleitung stark abkühlt und an der Innenwandung des Rohres absetzt. Die Folge daraus kann Rohrverstopfung und bei SML-Gussrohren sogar erhöhte Korrosionsgefahr sein.

Deshalb ist unbedingt darauf zu achten, dass für Zulauf- und Entlüftungsleitungen nur geeignete Werkstoffe wie Kunststoff-, Edelstahl- oder beschichtetes Gussrohr (KML) eingesetzt werden.

Zulaufleitungen zum Fettabscheider bedürfen besonderer Aufmerksamkeit, da hier die Basis für eine gute oder schlechte Abscheidewirkung gelegt wird und sich unter Umständen bereits hier entscheidet, ob der Abscheider die geforderten Grenzwerte einhalten kann, s. Abb. 6.A. Um unzulässige Verwirbelungen des Abwassers und seiner Fettbestandteile zu verhindern, müssen senkrechte Zulaufleitungen im Übergang zur waagerechten Leitung wie folgt gestaltet werden: Senkrechte Fallleitung, danach 45° Bogen, gerades Rohrstück mindestens 250 mm lang oder mehr, 45° Bogen mit anschließender waagerechter Beruhigungsstrecke, mindestens das 10fache der Nennweite (Beispiel: DN150=1,5m waagerechte Beruhigungsstrecke). z.B. Geruchsverschlüsse, notwendig, da dadurch die Geruchsentwicklung im Fettabscheider minimiert wird.

Weitere waagerechte Anschlussleitungen, die länger als 5 m sind, sind zusätzlich über Dach zu entlüften. Hat die waagerechte Zulaufleitung eine Länge von über 10 m und keine sonstigen zusätzlichen entlüfteten Anschlussleitungen, so ist die Zulaufleitung in direkter Nähe des Abscheiderzulaufes mit einer zusätzlichen Lüftungsleitung über Dach zu versehen.

Wichtig: nur Fette/Öle organischen Ursprungs dürfen in den Fettabscheider eingeleitet werden. Weitere Abwässer & z.B. Fäkalien dürfen erst nach dem Abscheider in das Abwasser zugeführt werden.

1.2. Einbau unter Rückstauebene

Bei Einbau des Fettabscheiders unterhalb des Kanalniveaus ist die Entwässerung über eine Hebeanlage sicherzustellen. Die Praxis ist, dass die Fettabscheider im Keller eingebaut werden und die Rückstauebene üblicherweise mit Oberkante der Straße definiert ist. Somit müsste jeder Fettabscheider über eine Hebeanlage entwässert werden. Dies sollte man strikt beachten, auch wenn nur gelegentlich Rückstaugefahr besteht.  

2. Anlieferung und Entladung des Fettabscheiders

Das Abladen des Fettabscheiders muss logischerweise mit geeignetem Entladegerät zu erfolgen. Hierbei sind die angegebenen Gewichte und Lasten zu berücksichtigen. An den Becken sind Seilschlaufen in die vorhandenen Gewindehülsen einzuschrauben. Das Krangehänge ist ausreichend lang zu halten (ca. doppelte Länge des Beckendurchmessers). Hierdurch wird  Schrägzug und die Beschädigung an den Betonfertigteilen verhindert. Bei den Kranarbeiten sind außerdem Stoßbelastungen zu vermeiden. Die gelieferten Schachtaufsätze sind mit passenden Transportklauen abzuladen.

3. Versetzen des Fettabscheiders

Die Stahlbetonbecken sind lagerichtig auf den vorbereiteten Unterbau abzusetzen (Zu- und Ablauf nicht verwechseln). Die Höhenlage und der waagrechte Stand müssen dann geprüft werden.

Zwischen zwei Becken sollte ein Arbeitsraum von 50–100 cm eingehalten werden.

Sämtliche Übergangsplatten, Schachthälse und Abdeckungen mit exzentrischer Öffnung sind so aufzusetzen, dass die an den Teilen angebrachten Markierungen übereinander liegen bzw. die Zugänglichkeit zu den Funktionsbereichen gewährleistet ist. 

  • Beim Versetzen der Schachtteile ist DIN 4034, Teil 1 zu beachten.
  • Um die Dichtheit des Schachtaufbaus zu gewährleisten, dürfen Spitzenden und Muffenteile nicht beschädigt oder verschmutzt sein.
  • Beachten Sie die den Gleitringdichtungen beigelegten Montagehinweise.

Hier ein Video der Firma ACO bezüglich der Installation eines Fettabscheiders:

3.1. Unterbau

Bei tragfähigem Grund ist eine Ausgleichsschicht aus Feinkies oder Sand mit mindestens 10 cm Stärke ausreichend. Bei nicht tragfähigem Grund muss meist eine Gründungsplatte mit zusätzlichem Sandbett erstellt werden, deren Abmessungen vom Planungsbüro festzulegen ist. Die Festlegung der Sohlhöhen erfolgt bauseits entsprechend den örtlichen Gegebenheiten. 

3.2. Rohrverbindungen beim Abscheider

Durch werkseitig in den Fettabscheider eingebaute Dichtelemente ergeben sich dichte und gelenkige Rohranschlüsse. Wird die Entwässerungs-Leitung mit anderen Rohren weitergeführt, können ganz einfach handelsübliche Übergangsstücke verwendet werden. Die eingesteckten Rohre müssen bündig mit der Innenseite der Beckenwand sein. Bei Probenahmeschächten muss das zulaufseitige Rohr ungefähr 10 cm in das Schachtunterteil hineinreichen, um damit eine ordnungsgemäße Probenahme zu ermöglichen.

3.3. Typenschilder

Die in den Becken befestigten Typenschilder müssen nach Fertigstellung des Schachtaufbaues so in den oberen Bereich ummontiert werden, dass sie nach Abnehmen der Schachtabdeckung durch Herausnahme an der Befestigungskette ablesbar sind.

3.4. Verfüllen

Beim Füllen der Baugrube muss sichergestellt sein, dass die Bauteile und Rohrleitungen nicht beschädigt werden. Falls eine Dichtheitsprüfung für den Fettabscheider gefordert wird, sollte diese vor dem Verfüllen der Baugrube durchgeführt werden.

3.5. Inbetriebnahme

Nach den Versetz-/Verfüllarbeiten ist der Abscheider unbedingt von Bauschutt und Mörtelresten zu säubern. Zur Inbetriebnahme eines Fettabscheiders sind dann noch alle Becken bis zum Überlauf in den Kanal mit Wasser zu füllen. Die Anlage ist jetzt betriebsbereit!

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