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Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen die Grundlagen zur Wartung einer Kleinkläranlage erklären und außerdem auf einige Probleme und Fragen eingehen, die Sie vielleicht beschäftigen. Beginnen möchten wir mit dem Thema "Wartungsvertrag".

1. Kleinkläranlagen-Wartung - Sinn des Wartungsvertrags

Genau so wie Ihr Auto von Zeit zu Zeit von Ihnen und vom TÜV überprüft werden muss, um zu gewährleisten, dass es vernünftig funktioniert und außerdem nicht die Sicherheit anderer gefährdet, so braucht auch eine Kleinkläranlage ab und an eine Wartung.

Arbeitet eine Kleinkläranlage nicht mehr korrekt, so wird dadurch in gewissem Maße die Umwelt geschädigt, weil ungenügend geklärtes Abwasser in den Untergrund versickert oder in einen Vorfluter gelangt. Das bedeutet: der Betreiber einer Kleinkläranlage muss einen Wartungsvertrag mit einem Fachkundigen abschließen.Kleinkläranlagen-Wartung durch einen Fachmann

1.1. Häufigkeit der Wartung:

Die Anzahl der Wartungen wird von der Unteren Wasserbehörde Ihres Kreises / Landkreises vorgeschrieben und bewegt sich normalerweise zwischen ein bis drei Wartungen im Kalenderjahr. Kleinkläranlagen die eine Zulassung nach 2005 haben, und mit einer Netzstrom- Ausfallerkennung ausgestattet sind, werden meist nur zweimal jährlich gewartet.

Fachkundige Firmen zur Kleinkläranlagen Wartung können Sie mit Hilfe unserer Firmensuche finden oder bei Ihrer Behörde erfragen.

2. Inhalte vom Wartungsvertrag:

Folgende Punkte sollten im Wartungsvertrag festgehalten sein:

  • Anschriften der Vertragsparteien
  • Beschreibung Ihrer Kläranlage / Typ, EW & Standort
  • Wer übernimmt die Kosten für Ersatzteile & Verschleißteile
  • Anzahl der Wartungen pro Jahr / ungefährer Zeitpunkt
  • unter Umständen: Vereinbarungen zur Terminierung der Wartungen
  • Kosten der Wartung
  • Dauer des Vertrags & Kündigung
  • Gerichtsstand
  • Anzahl der Wartungsprotokolle und ....
  • Ermächtigung der Wartungsfirma die Wartungsprotokolle an die zuständige Behörde weiterzuleiten & den Kontakt mit der Behörde zu pflegen / als erster Ansprechpartner für die Behörde zu fungieren - außerdem ...
  • falls gewünscht Verpflichtung der Wartungsfirma die Protokolle 
    aufzubewahren 

3. Die Kleinkläranlage und das Wartungsprotokoll

Das Wartungsprotokoll fasst die Untersuchung Ihrer Kleinkläranlage für Sie und die Behörde zusammen. Somit kann schnell geprüft werden, ob alle wichtigen Teile funktionieren und die geforderten Ablaufwerte erreicht werden. Folgende Punkte können im Wartungsprotokoll festgehalten sein, weichen jedoch je nach Kreis / Landkreis voneinander ab:

3.1. Ihre Kundendaten:

  • Nummer des Protokolls / Ihre Aktenzeichen bei der Behörde
  • Betreiber & Standort der Kleinkläranlage
  • Technik & Typ der Anlage
  • Datum der Wartung
  • Anzahl der tatsächlichen Einwohner zum Wartungszeitpunkt
  • Art des Abwassers: Haushalt, Restaurant...
  • Vermerk ob das Betriebsbuch von Ihnen geführt wird
    Das Betriebsbuch ist Pflicht und muss von Ihnen als Betreiber geführt werden. Es umfasst aber nur einfache Kontrollen, ob die Anlage noch läuft - also kaum Aufwand!
  • Termin der letzten Schlammabfuhr bzw. ob eine Abfuhr seit der letzten Wartung erfolgt ist

3.2. Technische Daten & Analysen der Kleinkläranlage vor Ort:

  • Durchführung der Betreiberkontrollen:
    Laufen die Pumpen oder Gebläse und ähnliches...
  • Zählerstände von Pumpen und Gebläsen
  • Sofern vorhanden Wartung von Gebläsen: 
    Luftfilter, Lamellen oder ähnliche Anlagenteile
  • Beurteilung des Grubenkörpers der Kleinkläranlage auf:
    Korrosion, Zustand der Trennwände, Dichtigkeit ...
  • Bei etlichen technischen Anlagen - Beurteilung des Belüfterbildes in der Klärgrube (blubbert es so wie es soll?)
  • Schlammspiegelmessung und Beurteilung von Schwimmschlamm in der Grube
  • Kontrolle des Ablaufs / Der Einleitungsstelle / von Pumpenschächten
  • bei Belebungsanlagen: Messung der Sauerstoffwerte in Reaktionskammer und Ablauf
  • Temperatur des Abwassers im Ablauf
  • Vermerk, ob Abfuhr veranlasst werden muss

3.3. Probenahme und Abwasseranalysen im Labor

  • Trübung, Geruch und Färbung des Abwassers
  • CSB (chemischer Sauerstoffbedarf)
  • pH-Wert
  • absetzbare Stoffe
  • selten: (je nach Reinigungsklasse) NH4-N (Ammonium Stickstoff), Nanorg. (anorganischer Stickstoff), Phosphat PO4-P
  • selten: BSB5 (biologischer Sauerstoffbedarf)

3.4. Vollbiologische Anlagen - Wartungsinhalte

Anforderungen an die Wartung sind system- und anlagenbezogen.
Auch die Wartungshäufigkeit hängt vom Klärsystem, aber auch von den Vorgaben der Hersteller ab. In den Zulassungsgrundsätzen und der bauaufsichtlichen Zulassung ist die Mindestwartungshäufigkeit angegeben. Die anlagenbezogenen Arbeiten sind ebenfalls hier erfasst und sind Bestandteil des Wartungsberichts.

Seit einiger Zeit gibt es Zulassungen für verschiedene Reinigungsklassen für vollbiologische Systeme, die unterschiedliche Wartungshäufigkeiten erfordern:

  • C für Kohlenstoffabbau Wartung 2x pro Jahr
  • N für Nitrifikation Wartung 2x pro Jahr
  • D für Denitrifikation Wartung 2x pro Jahr
  • +P für zusätzliche Phosphateliminierung Wartung 3x pro Jahr
  • +H für zusätzliche Hygienisierung Wartung 3x pro Jahr

Fast alle seit 2005 eingebauten Kleinkläranlagen müssen 2x pro Jahr gewartet werden. Meist wird bei Kleinkläranlagen lediglich die Reinigungsklasse C gefordert. Nur in bestimmten Fällen, in denen besondere Maßnahmen zum Schutz der Gewässer erforderlich sind, können weitergehende Reinigungsanforderungen gestellt werden. Bei Anlagen für Kohlenstoffabbau ist bei jeder Wartung nur noch der CSB im Ablauf der Kläranlage zu messen.

Bei Anlagen mit Nitrifikation ist zusätzlich NH4-N und bei Anlagen mit Denitrifizierung der Nanorg. zu messen. Bei der Phosphoreliminierung und der Hygienisierung kommen noch weitere Parameter hinzu.

Neuzulassungen für eine vollbiologische Kleinkläranlage seit 2005 beinhalten diese neuen Regeln. Damit werden bei der Wartung von Kleinkläranlagen die Kosten erheblich reduziert. Möglich wurde diese neue Regelung durch die Europanorm EN 12566 Teil 3 die neue Festlegungen hinsichtlich der Betriebssicherheit ausweist. Hier heißt es: "Die Anlagen müssen mit einer Alarmvorrichtung ausgestattet sein, die Betriebsstörungen (beispielsweise elektrisches, mechanisches oder hydraulisches Versagen) anzeigt. Der Hersteller muss angeben, welche Art von Versagen durch die Alarmgebung nachgewiesen wird." Hierzu gehört auch eine netzunabhängige Stromausfallüberwachung.

3.5. Die vollbiologische Kleinkläranlage & Wartungsinhalte bei Altanlagen (vor 2005)

Es stellt sich nun die Frage, wie Altanlagen (vor 2005) ebenfalls in den Genuss der neuen Wartungsregeln kommen können. Da die meisten Anlagen noch auf einer alten Zulassung basieren, die meist eine dreimalige Wartung pro Jahr beinhaltet, sollten diese nicht automatisch angepasst werden. Wenn dies geschieht, entsprechen diese Anlagen nicht mehr der Zulassung und auch nicht den Festlegungen in der Abwasserverordnung. Wenn jedoch diese Anlagen der EN 12566 und den jeweils gültigen Zulassungsgrundsätzen des DIBt (Deutsches Institiut für Bautechnik) entsprechen, können - mit Zustimmung der unteren Wasserbehörde - die neuen Wartungsregeln angewendet werden.

Falls Betreiber einer Altanlage diese vollbiologische Kleinkläranlage auf die zweimal jährliche Wartung umsatteln möchten, wird eine Nachrüstung der Kläranlage" >Nachrüstung mit entsprechenden Alarmmodulen erforderlich werden. Wartungsbetriebe oder Hersteller von Kleinkläranlagen sollten in diesen Fällen den Behörden eine Bescheinigung vorlegen, dass die entsprechenden Anpassungsmaßnahmen erfolgt sind, damit die neuen Wartungsregeln auch angewendet werden können.

4. Was bedeuten die Angaben im Wartungsprotokoll?

Hier erhalten Sie nun die Fachinformationen über die wichtigsten Analysewerte für die vollbiologische Kleinkläranlage, welche im Labor ermittelt werden.

CSB
(Chemischer Sauerstoffbedarf)
Es wird gemessen, wie viel Sauerstoff die chemischen Faulungs- bzw. Reinigungsprozesse im Abwasser verbrauchen. Hohe Werte, also ein hoher Verbrauch an Sauerstoff, bedeuten, dass das Abwasser noch nicht sehr gut geklärt wurde. Der obere Grenzwert liegt in Deutschland bei 150 mg/l.

BSB5
(Biologischer Sauerstoffbedarf)
Es wird gemessen, wie viel Sauerstoff die im Abwasser vorhandenen Mikroorganismen innerhalb von 5 Tagen verbrauchen (veratmen). Ist der Wert hoch, verbrauchen die Bakterien viel Sauerstoff und das Abwasser ist noch nicht sehr gut geklärt worden. Das Verhältnis von CSB und BSB5 ist meist etwa 4:1. Die Messung des BSB5 ist recht aufwändig und demnach auch teuer. Aus diesen Gründen wird empfohlen auf die BSB5-Bestimmung zu verzichten und sie durch den CSB zu ersetzen. Der obere Grenzwert für den BSB5 liegt in Deutschland bei 40 mg/l.

pH-Wert
Der PH-Wert gibt den säure- oder basengehalt des Abwassers an. Scharfe Waschmittel können diesen Wert beeinflussen. Neutrales Wasser hat einen pH-Wert von 7,0. Normales Abwasser hat einen Wert von 6 bis 8 und gereinigtes Abwasser meist 6,5 bis 7,5. Stark Säurehaltige oder basische Reinigungsmittel können bei starkem Gebrauch den Wert verändern und die Klärprozesse beeinträchtigen.

Absetzbare Stoffe
Letzter Punkt für die vollbiologische Anlage sind erst einmal die absetzbaren Stoffe. Bei der Absetzprobe wird gemessen, wie viele Schwebstoffe in der Abwasserprobe sich innerhalb einer bestimmten Zeit am Boden eines Gefäßes absetzen.

5. Vergleich der Wartung von Kleinkläranlagen

Festbett-anlagen

SBR-
Anlagen

Tropfkörper- anlagen

Pflanzen-kläranlagen

Mikro-
filtration

Wartungsarbeiten an der Kläranlage vor Ort

Überprüfung der elektrischen Anlage:
Laufzeiten der Anlage,
Kontrolle des Verdichters,
Kontrolle der Luftfilter, ggfs. Ersatz von Verschleißteilen,
Prüfen der Belüftung im Klärbehälter, Entnehmen einer Abwasserprobe
Überprüfung der elektrischen Anlage:
Laufzeiten der Anlage,
Kontrolle des Verdichters,
Kontrolle der Luftfilter, ggfs. Ersatz von Verschleißteilen,
Prüfen der Belüftung im Klärbehälter, Entnehmen einer Abwasserprobe
Überprüfung der elektrischen Anlage:
Laufzeiten der Tauchmotorpumpen, Reinigen der Tauchmotorpumpen, Reinigen der Wippen, Entnehmen einer Abwasserprobe
Entnehmen einer Abwasserprobe (falls vorhanden:
Überprüfung der elektrischen Anlage:
Laufzeiten der Tauchpumpen, Reinigen der Tauchrpumpen)
Überprüfung der elektrischen Anlage:
Laufzeiten der Anlage, Kontrolle des Verdichters u. falls vorh. der Pumpen. Reinigung des Filterkörpers.
Prüfen der Belüftung im Klärbehälter, Entnehmen einer Abwasserprobe

Ungefähre Dauer

ca. 30 min ca. 30 min ca. 30 min. 5 min ca. 30 - 45 min

Anzahl der Wartungen nach DIN 4261 Teil 2

2-3 Wartungen / Jahr* 2-3 Wartungen / Jahr* 3 Wartungen / Jahr* 1 Wartungen / Jahr* 3 Wartungen / Jahr

Sonstiges

Abwasseranalyse im Labor erforderlich** Abwasseranalyse im Labor erforderlich** Abwasseranalyse im Labor erforderlich** Abwasseranalyse im Labor erforderlich**

Abwasseranalyse im Labor erforderlich**

Meist zusätzliche mikrobiologische Untersuchung nötig.

* Die Anzahl der Wartungen ist jedoch von Kreis zu Kreis verschieden. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer zutändigen Behörde über den erforderlichen Wartungsaufwand. **Die erforderlichen Abwasseranalysen sind von Kreis zu Kreis verschieden. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer zuständigen Behörde nach den erforderlichen Laboranalysen.

6. Deutsch Wartungsfirmen für Ihre Kleinkläranlage

Diese Frage beschäftigt jeden Betreiber einer Kleinkläranlage. Man möchte gern möglichst gute Qualität zu einem günstigen Preis. Klaeranlagen-Vergleich.de hat die wichtigen Grundsätze zusammengetragen, die Ihnen bei der Suche nach einem geeignetem Wartungs-Partner helfen sollen:

Das Montageunternehmen? In der Regel bietet die Firma die Ihre Anlage montiert auch die Wartung an. Das kann Vorteile haben: Häufig können Vergünstigungen ausgehandelt werden. Zum Beispiel im ersten Jahr kostenlose Wartung. Außerdem können Sie bereits bei der Planung und Montage wertvolle Eindrücke von der Arbeitsweise des Unternehmens bekommen.

Vergleichen! Es gibt Hunderte von Anbietern in Deutschland. Um Wartungsfirmen in Ihrer Nähe zu finden, benutzen Sie einfach die Suche weiter oben.

Der Unterschied zwischen billig und preiswert Im Prinzip kann jeder Wartungen für Kleinkläranlagen anbieten. Dafür reicht ein mehrtägiger Kurs. Treffen Sie Ihre Entscheidung daher keinesfalls nur über den Preis! Wichtige Kriterien bei der Vorauswahl eines Anbieters sind:

  • Laufzeit des Wartungsvertrags
  • Reaktionszeit bei Störungen (Wie oft ist der Monteur in der Nähe?)
  • Transparenz beim Preis (Sind alle evtl. anfallenden Zusatzkosten aufgeführt, also z.B. Laborauswertung, Anfahrt und MwSt.?)
  • Stimmt die Anzahl der angebotenen Wartungen mit der vorgeschriebenen Anzahl überein?

Bedenken Sie, dass die Laborauswertung einiges an Kosten verursacht und ein gutes Unternehmen ca. 30 Min. bei Ihnen vor Ort ist. Wartungspreise von weit unter 100 EUR pro Wartung müssen zwar nicht gleich bedeuten, dass der Anbieter unseriös ist, dennoch sollten Sie hier genau hinschauen. Im besten Fall lässt sich ein "Schnäppchen" damit erklären, dass das Wartungsunternehmen viele Verträge in Ihrer Nähe hat und damit Fahrtkosten minimiert werden können.

Auf den Zahn gefühlt Machen Sie sich im Gespräch mit dem Anbieter einen ersten Eindruck. Wird auf Ihre Fragen kompetent geantwortet? Kann man Ihnen vielleicht Referenzanlagen nennen? Fragen Sie auch ruhig einmal nach, ob Sie das Wartungsunternehmen persönlich besuchen können. Auch wenn Sie das nicht tatsächlich tun, die Reaktion auf diese Frage verrät Ihnen schon, ob Fahrzeug(e) und Ausrüstung vorzeigefähig sind.

Erfahrung kontra Ausbildung Gut ist natürlich immer, wenn der Wartungsmonteur eine mehrjährige abwasserspezifische Ausbildung vorweisen kann, also z.B. Ver- und Entsorger oder Abwassermeister ist. Trotzdem kann Erfahrung eine solche Ausbildung oft wettmachen. Wer einige Jahre Kleinkläranlagen wartet, hat sich in der Regel einiges an Fachwissen erarbeitet. Eine vorsichtige Frage nach der Erfahrung im Bereich Klärtechnik kann also keinesfalls schaden.

Zertifiziert oder nicht? Seit etlichenr Jahren gibt es als Qualitätssicherung der Kleinkläranlagenwartung verschiedene Zertifizierungssysteme. Am bekanntesten ist die Zertifizierung durch die DWA-Verbände. Dabei wird geprüft, ob die Wartungsfirmen über eine technische Mindestausstattung verfügen, und das für die Wartung eingesetzte Personal bestimmte Qualifizierungsvoraussetzungen vorweisen kann.

Ist ein Wartungsunternehmen zertifiziert, ist das sicher ein Pluspunkt. Dennoch sollte man berücksichtigen, dass es gute Wartungsanbieter gibt, die sich aus Kostengründen oder aus Prinzip nicht zertifizieren lassen.

FAZIT Um einen geeigneten Wartungs-Partner zu finden, sollte man sich Zeit nehmen. Vergleichen Sie. Lassen Sie sich nicht von Kampfpreisangeboten blenden. Suchen Sie den Kontakt mit dem Unternehmen und stellen Sie Fragen. Sprechen Sie wenn möglich mit anderen Betreibern über deren Erfahrungen. Und wenn Sie einen kompetenten Anbieter gefunden haben, mit dem Sie zufrieden sind: Wechseln Sie nicht vorschnell. Ein Vertrauensverhältnis für ein paar Euro im Jahr zu opfern lohnt sich nicht.

7.1. Die DWA Zertifizierung von Wartungsunternehmen

Bei der Suche nach einer geeigneten Wartungsfirma für die geforderte Wartung seiner Kleinkläranlage darf ein Betreiber seine Entscheidung also nicht nur vom Preis abhängig machen. Es gilt gewisse Qualitätsmaßstäbe einzuhalten, damit sichergestellt ist, dass seine Kleinkläranlage einwandfrei funktioniert, gute Ablaufergebnisse erzielt und langlebig ist. 

Aus diesem Grund nimmt die DWA (Deutsche Vereinigung von Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V.) Zertifizierungen von Wartungsfirmen vor, damit Wartungen den aktuellen Anforderungen entspricht.
Auf Ihrer Homepage schreibt der Landesverband Nord u. a. folgendes:

„Die Wartung selbst darf nur durch qualifiziertes Wartungspersonal

  • mit der Ausbildung zum Ver- und Entsorger und dem Teilnahmenachweis am dreitägigen Kleinkläranlagenkurs des ATV-DVWK Landesverbandes Nord oder
  • mit dem Ausbildungszertifikat über das "Ausbildungspaket" des ATV-DVWK Landesverbandes Nord einschließlich des Klärwärter-Grundkurses und diverser Praktika durchgeführt werden.

Diese Anforderungen gelten für jeden einzelnen Mitarbeiter der Wartungsfirmen. Neben diesen grundsätzlichen Anforderungen muss das Wartungspersonal jährlich mindestens einen Tag an Fortbildungsangeboten, z.B. des ATV-DVWK Landesverbandes Nord oder von Herstellern in der Gütegemeinschaft teilnehmen. 
Selbstverständlich muss ein zertifiziertes Wartungsunternehmen den Abschluss fachgerechter Wartungsverträge und die Erstellung fachgerechter Wartungsprotokolle gewährleisten und die zeitnahe Weitergabe der Verträge und Protokolle an die anfordernden Stellen, z.B. Wasserbehörden, zum Nachweis der fachgerechten Wartung und Gemeinden zur Organisation der bedarfsgerechte Schlammabfuhr, soweit dies mit dem Betreiber vereinbart wurde, garantieren.„

Weitere Informationen sowie die Liste der zertifizierten Unternehmen erhalten Sie hier:
http://www.dwa-nord.de

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

Das Durchflussverfahren mit Belebtschlammtechnologie wird seit Jahren bei kommunalen Kläranlagen angewendet. Dieses Reinigungsprinzip wird auch bei Kleinkläranlagen genutzt. Im Unterschied zum SBR-Verfahren, bei dem die Reini

Rechtliche Voraussetzungen Wir wollen hier nicht intensiv auf die rechtlichen Aspekte der Kleinklärtechnik eingehen. In Kürze die wichtigsten Gesetze, die die Klärung und Einleitung von Schmutzwasser betreffen: Bundesrecht