Preise Kläranlagen
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Auf der aktuellen Seite erhalten Sie Fachinformationen über die wichtigsten Analysewerte für die vollbiologische Kleinkläranlage, welche im Labor ermittelt werden.

CSB
(Chemischer Sauerstoffbedarf)
Es wird gemessen, wie viel Sauerstoff die chemischen Faulungs- bzw. Reinigungsprozesse im Abwasser verbrauchen. Hohe Werte, also ein hoher Verbrauch an Sauerstoff, bedeuten, dass das Abwasser noch nicht sehr gut geklärt wurde. Der obere Grenzwert liegt in Deutschland bei 150 mg/l.

BSB5
(Biologischer Sauerstoffbedarf)
Es wird gemessen, wie viel Sauerstoff die im Abwasser vorhandenen Mikroorganismen innerhalb von 5 Tagen verbrauchen (veratmen). Ist der Wert hoch, verbrauchen die Bakterien viel Sauerstoff und das Abwasser ist noch nicht sehr gut geklärt worden. Das Verhältnis von CSB und BSB5 ist meist etwa 4:1. Die Messung des BSB5 ist recht aufwändig und demnach auch teuer. Aus diesen Gründen wird empfohlen auf die BSB5-Bestimmung zu verzichten und sie durch den CSB zu ersetzen. Der obere Grenzwert für den BSB5 liegt in Deutschland bei 40 mg/l.

pH-Wert
Der PH-Wert gibt den säure- oder basengehalt des Abwassers an. Scharfe Waschmittel können diesen Wert beeinflussen. Neutrales Wasser hat einen pH-Wert von 7,0. Normales Abwasser hat einen Wert von 6 bis 8 und gereinigtes Abwasser meist 6,5 bis 7,5. Stark Säurehaltige oder basische Reinigungsmittel können bei starkem Gebrauch den Wert verändern und die Klärprozesse beeinträchtigen.

Absetzbare Stoffe
Letzter Punkt für die vollbiologische Anlage sind erst einmal die absetzbaren Stoffe. Bei der Absetzprobe wird gemessen, wie viele Schwebstoffe in der Abwasserprobe sich innerhalb einer bestimmten Zeit am Boden eines Gefäßes absetzen.

1. Vollbiologische Neuanlagen - Wartungsinhalte

Anforderungen an die Wartung sind system- und anlagenbezogen.
Auch die Wartungshäufigkeit hängt vom Klärsystem, aber auch von den Vorgaben der Hersteller ab. In den Zulassungsgrundsätzen und der bauaufsichtlichen Zulassung ist die Mindestwartungshäufigkeit angegeben. Die anlagenbezogenen Arbeiten sind ebenfalls hier erfasst und sind Bestandteil des Wartungsberichts.

Seit einiger Zeit gibt es Zulassungen für verschiedene Reinigungsklassen für vollbiologische Systeme, die unterschiedliche Wartungshäufigkeiten erfordern:

  • C für Kohlenstoffabbau Wartung 2x pro Jahr
  • N für Nitrifikation Wartung 2x pro Jahr
  • D für Denitrifikation Wartung 2x pro Jahr
  • +P für zusätzliche Phosphateliminierung Wartung 3x pro Jahr
  • +H für zusätzliche Hygienisierung Wartung 3x pro Jahr

Fast alle seit 2005 eingebauten Kleinkläranlagen müssen 2x pro Jahr gewartet werden. Meist wird bei Kleinkläranlagen lediglich die Reinigungsklasse C gefordert. Nur in bestimmten Fällen, in denen besondere Maßnahmen zum Schutz der Gewässer erforderlich sind, können weitergehende Reinigungsanforderungen gestellt werden. Bei Anlagen für Kohlenstoffabbau ist bei jeder Wartung nur noch der CSB im Ablauf der Kläranlage zu messen.

Bei Anlagen mit Nitrifikation ist zusätzlich NH4-N und bei Anlagen mit Denitrifizierung der Nanorg. zu messen. Bei der Phosphoreliminierung und der Hygienisierung kommen noch weitere Parameter hinzu.

Die neuen Wartungsregeln gelten seit Januar 2005.

Neuzulassungen für eine vollbiologische Kleinkläranlage beinhalten bereits diese neuen Regeln. Damit werden bei der Wartung von Kleinkläranlagen die Kosten erheblich reduziert. Möglich wurde diese neue Regelung durch die Europanorm EN 12566 Teil 3 die neue Festlegungen hinsichtlich der Betriebssicherheit ausweist. Hier heißt es: "Die Anlagen müssen mit einer Alarmvorrichtung ausgestattet sein, die Betriebsstörungen (beispielsweise elektrisches, mechanisches oder hydraulisches Versagen) anzeigt. Der Hersteller muss angeben, welche Art von Versagen durch die Alarmgebung nachgewiesen wird." Hierzu gehört auch eine netzunabhängige Stromausfallüberwachung.

2. Die vollbiologische Kleinkläranlage & Wartungsinhalte bei Altanlagen

Es stellt sich nun die Frage, wie Altanlagen ebenfalls in den Genuss der neuen Wartungsregeln kommen können. Da die meisten Anlagen noch auf einer alten Zulassung basieren, die meist eine dreimalige Wartung pro Jahr beinhaltet, sollten diese nicht automatisch angepasst werden. Wenn dies geschieht, entsprechen diese Anlagen nicht mehr der Zulassung und auch nicht den Festlegungen in der Abwasserverordnung. Wenn jedoch diese Anlagen der EN 12566 und den jeweils gültigen Zulassungsgrundsätzen des DIBt (Deutsches Institiut für Bautechnik) entsprechen, können - mit Zustimmung der unteren Wasserbehörde - die neuen Wartungsregeln angewendet werden.

Falls Betreiber einer Altanlage diese vollbiologische Kleinkläranlage auf die zweimal jährliche Wartung umsatteln möchten, wird eine Nachrüstung mit entsprechenden Alarmmodulen erforderlich werden. Wartungsbetriebe oder Hersteller von Kleinkläranlagen sollten in diesen Fällen den Behörden eine Bescheinigung vorlegen, dass die entsprechenden Anpassungsmaßnahmen erfolgt sind, damit die neuen Wartungsregeln auch angewendet werden können.

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Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen die Grundlagen zur Wartung einer Kleinkläranlage erklären und außerdem auf einige Probleme und Fragen...
Die Kleinkläranlage und das Wartungsprotokoll
Das Wartungsprotokoll fasst die Untersuchung Ihrer Kleinkläranlage für Sie und die Behörde zusammen. Somit kann schnell geprüft werden...
Biologische Kläranlage - Wartung im Vergleich
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Diese Frage beschäftigt jeden Betreiber einer Kleinkläranlage. Man möchte gern möglichst gute Qualität zu einem günstigen Preis. Klaeranlagen-...

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