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Die Bezeichnung “BSB” findet man im Bereich Klärtechnik recht häufig. Sie finden Sie z.B. oft auf dem Laborbericht nach der Entnahme einer Wasserprobe im Rahmen der Wartung. Die Abkürzung steht für “Biochemischer Sauerstoffbedarf ”. Das ist die Sauerstoffmenge, die zum biotischen Abbau im Wasser vorhandener organischer Stoffe unter bestimmten Bedingungen und innerhalb einer bestimmten Zeit benötigt wird. Die Zeit gibt übrigens die Zahl hinter dem "BSB" an. Üblicherweise wird der BSB5 verwendet. Dieser Wert ist also die Menge an Sauerstoff, den Bakterien und alle anderen im Wasser vorhandene Mikroorganismen bei einer Temperatur von 20 °C innerhalb von fünf Tagen verbrauchen, woraus man auf die Menge der dabei abgebauten organischen Stoffe schließt. Je höher der Wert, desto unvollständiger ist das Abwasser geklärt. Der BSB wird in mg O2/l angegeben. Gereinigtes Abwasser muss einen BSB5 von weniger als 40 mg O2/l haben.

Warum wird er gemessen?Der BSB gibt Auskunft über die Qualität der Abwasserreinung. Aussagekräftig ist dabei besonders das Verhältnis von BSB5 zu CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf):

- BSB5 = (50 - 100) % CSB: Die Inhaltsstoffe sind gut biotisch abbaubar. - BSB5 < 50 % CSB: Die Inhaltsstoffe können nur schlecht biotisch abgebaut werden und verbleiben deshalb lange in der Umwelt oder sie wirken auf Mikroorganismen giftig und können deshalb schlecht abgebaut werden. - BSB5 = (12 - 25) % CSB: Dieses Verhältnis hat Abwasser üblicherweise nach einer biologischen Reinigung.

Wie wird er gemessen?Es gibt drei verschiedene Methoden: Sapromatmethode, Verdünnungsmethode und manometrisch. Wir gehen hier nur kurz auf die letztere ein, die weit verbreitet ist:

Manometrische Messung des BSB5: Das zu untersuchende Wasser wird in eine Flasche eingebracht, wobei ein Großteil der Flasche mit Luft gefüllt bleibt. Die Flasche wird luftdicht verschlossen und der Druck in dem Gefäß mit einem Manometer bestimmt. Das entstehende Kohlendioxid wird chemisch gebunden. Der Sauerstoffverbrauch bewirkt eine Druckabnahme, woraus der Biologische Sauerstoffbedarf errechnet werden kann. Die Messmethode ist aufwändig. Man benötigt einen Thermostatschrank, in dem die Flaschen 5 Tage lang bei konstant 20 °C aufbewahrt werden. Deshalb ist eine BSB5- Messung recht teuer.

Die BSB5- Messung wird von vielen Behörden nicht mehr gefordert. Meistens wird nur die CSB- Messung verlangt.

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